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Konzert mit den Jewish Monkeys im Café Glocksee am 26. Mai

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Konzert mit den Jewish Monkeys im Café Glocksee am 26. Mai Jewish Monkeys

Konzertreihe der Gedenkstätte Ahlem, Café Glocksee und radio leinehertz 106.5

HANNOVER. Politisch nicht korrekte Texte in der Tradition der Marxbrothers sind ihr Markenzeichen. Dass ihr Name im arabischen Raum ein beliebtes Schimpfwort ist, war ihnen anfangs nicht bewusst. Heute tragen sie es „mit Fassung“: Die Jewish Monkeys aus Tel Aviv geben am Freitag, 26. Mai, ein Gastspiel im Café Glocksee. Einlass für das Konzert aus der Reihe „Musik aus Israel“ der Gedenkstätte Ahlem in Zusammenarbeit mit dem Café Glocksee und Radio Leinehertz 106.5 ist ab 20 Uhr. Karten kosten 12 Euro zuzüglich Gebühren im Vorverkauf bzw. 14 Euro an der Abendkasse.

Gerne brechen die Jewish Monkeys ethnisch-religiöse Tabus und holen zu satirischen Befreiungsschlägen aus. Ihre neo-jiddische Klangfusion pendelt zwischen zirkushaftem Chanson und punkig-energetischem Pop, die Sprache zwischen Englisch und Jiddisch. Ihr Publikum bringen sie so gut wie immer zum Tanzen: Syrische Flüchtlinge im Dresdner Übergangslager und Anti-Pegida-Demonstranten, kulturaffines Publikum in deutschen, dänischen, tschechischen oder französischen Clubs und Konzertsälen sowie Hipster in East London oder Tel Aviv. Derzeit sind sie mit ihrem brandneuen Album auf Tour. 

In Tel Aviv zu Hause haben die Jewish Monkeys einen biografischen Hintergrund, den man nicht unbedingt erwarten würde: Ronni Boiko und Jossi Reich, die Begründer der Band, stammen aus Deutschland. In den 1970er Jahren lernten sich die zwei Jungs im Knabenchor der Frankfurter Synagoge kennen. Und wurden unzertrennliche Freunde. Sie spielten Saxophon und Akkordeon, dann Gitarre und Klavier. Ihr Humor, der in ihren Texten immer wieder durchbricht, geht auch auf diese biografisch-familiären Gemeinsamkeiten zurück

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