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Veranstaltungen und Termine der Staatsoper und Staatstheater Hannover im Dezember 2017

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Veranstaltungen und Termine der Staatsoper und Staatstheater Hannover im Dezember 2017 Staatsoper Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Im Dezember begeht die Staatsoper Hannover ein ungewöhnliches Jubiläum: Hänsel und Gretel steht zum 500. Mal auf dem Spielplan! Seit 1964 sorgt die generationsübergreifende hannoversche Kult-Produktion für vorweihnachtliche Freude. Die Wiederaufnahme, zugleich die 500. Vorstellung, findet im Rahmen eines Festlichen Opernabends mit Marc Albrecht am Dirigentenpult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover statt (02.12.).

Ein weiteres Highlight ist die Ballett-Premiere Daphnis – Lost Love von Jörg Mannes (09.12.). Mannes nimmt einen Klassiker des Ballettrepertoires in den Fokus und macht den energiegeladenen, sprechenden Körper zum eigentlichen Zentrum. Erstmalig tritt Mannes auch als Video-Künstler in Erscheinung. Ravels farbige Partitur wird interpretiert vom Chor der Staatsoper Hannover und dem niedersächsischen Staatsorchester Hannover unter der Leitung von Mark Rohde. Den Gegenpart zu Ravels Stück bildet Philip Glass‘ 8. Sinfonie.

Zum letzten Mal steht in der Jungen Oper Das Märchen vom Märchen im Märchen auf dem Spielplan (07.12.). Das beliebte Weihnachtskonzert in Herrenhausen findet am 16. und 17.12. statt. Auf dem Programm stehen Werke von Haydn, Mozart, Sibelius. Es dirigiert der frischgebackene 1. Kapellmeister der Staatsoper Hannover, Valtteri Rauhalammi, Solistin ist die Geigerin Lucja Madziar.

 

 

DAPHNIS – LOST LOVE

BALLETT VON JÖRG MANNES

MUSIK DAPHNIS ET CHLOÉ VON MAURICE RAVEL UND SINFONIE NR. 8 VON PHILIP GLASS

URAUFFÜHRUNG SA, 09.12.2017, 19:30 UHR

Jörg Mannes nimmt mit Daphnis – Lost Love einen Klassiker des Ballettrepertoires in den Fokus und macht den energiegeladenen, sprechenden Körper zum eigentlichen Zentrum seines Balletts. Die Emotionen hinter der überlieferten Erzählung werden zum Thema des Abends. Mannes wendet sich mit seinem Stück bewusst dem Heute zu, und doch bleiben die Bezüge auf das Original unverkennbar. Paris erlebte 1912 mit der Uraufführung von Daphnis et Chloé einen weiteren sensationellen Erfolg der Ballets Russes, die damals in Europa künstlerisch tonangebend waren. Libretto und Choreographie des neuen Werkes stammten von Michel Fokine. Ein Kompositionsauftrag ging an Maurice Ravel. Die inhaltlichen Vorgaben aus dem damals populären Schäferroman Daphnis und Chloe des Longos aus dem 3. Jahrhundert behandelte Ravel sehr frei – zugunsten seiner eigenen Griechenland-Visionen. Seine atmosphärisch dichte und farbenreiche »Choreographische Suite in drei Teilen« für Orchester und Chor begeistert bis heute. Ihr stellt Jörg Mannes die Sinfonie Nr. 8 von Philip Glass gegenüber. Von den Gegensätzen der beiden musikalischen Werke inspiriert, lotet der Choreograph Widersprüche und Brüche aus, zeigt aber auch Linien auf, schafft Verbindungen und lässt so ein Gesamtbild entstehen. Zudem hält Daphnis – Lost Love eine weitere Überraschung bereit: Jörg Mannes präsentiert sich zum ersten Mal auch als Video-Künstler. 

CHOREOGRAPHIE UND VIDEO Jörg Mannes MUSIKALISCHE LEITUNG Mark Rohde BÜHNE Thomas Rupert KOSTÜME Rosa Ana Chanzá LICHT Sascha Zauner CHOR Lorenzo Da Rio DRAMATURGIE Brigitte Knöß

Ballett der Staatsoper Hannover

Chor der Staatsoper Hannover

 

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

 

HÄNSEL UND GRETEL

Das Märchen der Brüder Grimm als Oper: Seit 1964 hebt sich jedes Jahr vor Weihnachten der Vorhang für die generationsübergreifende hannoversche Kult-Produktion. Auch 53 Jahre nach ihrer Premiere am Opernhaus wird die Geschichte von Hänsel und Gretel, von Sand- und Taumännchen, den Lebkuchenkindern und der Knusperhexe Kinder und Erwachsene verzaubern. Die Wiederaufnahme, zugleich die 500. Vorstellung, findet im Rahmen eines Festlichen Opernabends mit Marc Albrecht am Dirigentenpult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover statt.

 

VORSTELLUNGEN AM 02.12., 12.12., 14.12. (11 + 18 UHR), 15.12. (11 + 18 UHR), 17.12., 18.12. (11 + 18 UHR), 25.12., 30.12.17

 

SALOME

Nach seinen zwei Opernerstlingen gelang Richard Strauss mit Salome der große Wurf. Ungeachtet des üppigen Orchesterklangs ist Strauss‘ Salome kein Werk oberflächlicher orientalischer Prachtentfaltung und bunter Exotismen. In einem der vielleicht am meisten missverstandenen Werke der Operngeschichte gilt es, das innere Drama der jungen Prinzessin, die aus einer deformierten Welt ausbrechen will, an die sie letztlich doch gekettet ist, neu zu entdecken. – Die niederländische Sopranistin Annemarie Kremer, in dieser Partie weltweit gefeiert, ist in der Titelrolle zu erleben.

 

VORSTELLUNGEN AM 01.12., 10.12., 13.12., 22.12.17

 

WILHELM TELL

Im Stile der Grand opéra, mit prachtvollen Chören, präsentiert Rossini den Befreiungsschlag der Schweizer gegen die habsburgischen Besatzer. Die Tell-Legende wird verknüpft mit der Gründung der Eidgenossenschaft und ergänzt durch die Liebeshandlung zwischen dem Schweizer Arnold und der österreichischen Prinzessin Mathilde. Das berühmte Geschehen rund um Rütlischwur und Apfelschuss entfaltet Rossini in einem musikalisch eindrucksvollen Naturidyll. Für die halbszenische Aufführungsserie konnte Alessandro De Marchi gewonnen werden – renommierter Spezialist für die Musik des 18. Und 19. Jahrhunderts.

 

VORSTELLUNG AM 03.12.17

 

WEST SIDE STORY

Im Zentrum von Leonard Bernsteins Musical-Welterfolg West Side Story von 1957 steht die tragische Geschichte des Liebespaars Tony und Maria, die verfeindeten Lagern angehören. Tony fällt dem Bandenkrieg zwischen den Jets, einer Straßengang amerikanischer Jugendlicher, und den aus Puerto Rico stammenden Sharks zum Opfer. Erst als Marias Trauer um den ermordeten Geliebten in Empathielosigkeit umzuschlagen droht, erkennen die Jugendlichen die Folgen ihrer sinnlosen Gewalt. Das Stück ist von beklemmender

Aktualität; viele seiner musikalischen Nummern – etwa »Tonight«, »Maria« oder »I like to be in America« – wurden zu Evergreens. »Vor 60 Jahren wurde der Klassiker in New York uraufgeführt - und funktioniert noch immer, wenn man ihn so gut macht wie hier.« Neue Presse

 

VORSTELLUNGEN AM 16.12., 21.12., 23.12., 27.12., 29.12., 31.12.17

 

CLUB FIGARO, AB 13 JAHREN

Mittendrin ist man im »Club Figaro« – frei von der Aufsicht durch Eltern, Lehrer und sonstige Aufpasser. Sein, wer man ist, sich treffen, mit wem man will, Freundschaften pflegen und neue Kontakte knüpfen – all das kann man hier. Mittendrin ist auch Cherubino – und zwar mitten auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wohin man gehört, wohin die Zukunft führen wird. Wie weit geht man, um dazu zu gehören? Musikalisch heißt das: Mozart trifft Band (JEREMIAS) trifft Club-Musik – eine Synthese, die ebenso verrückt sein kann wie der legendäre Komponist selbst. »Die Inszenierung wagt es, radikal Grenzen zu sprengen: Wolfgang Amadeus Mozart wird in den Alltag der Digital Natives eingepflanzt.« Neue Presse

 

VORSTELLUNGEN AM 03.12., 12.12., 19.12.17

 

DAS MÄRCHEN VOM MÄRCHEN IM MÄRCHEN, AB 5 JAHREN

Nachdem er seine Mutter verloren hat, muss der kleine Mahmut für sich selbst sorgen. Bei einer Reihe von Abenteuern steht ihm ein Glücksvogel bei und wendet alles zum Guten. Auf poetische Weise führt die Geschichte nach Kemal Kurt den jungen Helden durch vier Episoden, in denen der kleine Waisenjunge seine schmerzvollen Erfahrungen zu bewältigen lernt. »Toll: Deutsche, türkische oder sonst woher stammende Kinder versanken gemeinsam in dem Märchen vom Märchen, bei dem Sprachbarrieren keine Rolle spielen.« Neue Presse

 

ZUM LETZTEN MAL AM 07.12.17

 

OH, WIE SCHÖN IST PANAMA, AB 5 JAHREN

Auf der Suche nach Panama brechen Bär und Tiger zu einer philosophischen Reise auf und erkennen am Ende: Auch wer im Kreis gelaufen ist, kommt doch anders und auch anderswo an, als er losgelaufen ist. Die spielerisch-poetische Musik schuf der junge Komponist Stefan Johannes Hanke (Der Teufel mit den drei goldenen Haaren) als Auftragswerk der Staatsoper. »Librettistin Dorothea Hartmann hat aus Janoschs tiefgründiger Bildergeschichte eine temporeiche Story gemacht.« HAZ

 

ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT AM 06.12.17

 

OPER EXTRA

FESTLICHER OPERNABEND »HÄNSEL UND GRETEL« – 500. VORSTELLUNG

Die 500. Vorstellung einer Inszenierung ist in unseren schnelllebigen Zeiten eine absolute Rarität und hat es verdient, entsprechend gefeiert zu werden! Aus diesem Grund steht bei dieser Aufführung Marc Albrecht am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und dirigiert das hannoversche Ensemble. Wenn der international gefeierte Dirigent den Einsatz zur Ouvertüre gibt, schließt sich in gewisser Weise der Kreis: Albrecht wurde in Hannover geboren und kennt die Inszenierung, die übrigens aus seinem Geburtsjahr stammt, schon seit frühester Jugend: sein Vater George Alexander Albrecht war über drei Jahrzehnte Generalmusikdirektor in Hannover.

 

SA, 02.12.17, 19:30 

 

CON MOTO!

Musik, Theater und Tanz interkulturell! In der neuen Workshopreihe »con moto!« lädt die Staatsoper Hannover Menschen diverser Hintergründe und Generationen zum gemeinsamen Musizieren, Spielen und Tanzen ein. Gemeinsam mit Musiktheater- und Tanzpädagoginnen sowie internationalen Gastdozenten heben die Teilnehmer die Grenzen zwischen Sparten und Kulturen auf. Im Dezember bringt Tänzer Tiago Manquinho die Teilnehmer in Bewegung. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich.

 

MI, 13.12.2017, 18:30 UHR

 

WEIHNACHTSKONZERT IN HERRENHAUSEN

JOSEPH HAYDN, Sinfonie Nr. 3 G-Dur Hob. I:3 (1761?)

WOLFGANG AMADEUS MOZART, Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207 (1775)

JEAN SIBELIUS, Canzonetta op. 62a (1906/11), Andante festivo (1922/38)

WOLFGANG AMADEUS MOZART, Sinfonie Nr. 27 G-Dur KV 199 (1773)

Eine lieb gewonnene Tradition des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover sind die Weihnachtskonzerte in Herrenhausen, deren klassisches Programm mit dem prachtvollen Ambiente korrespondiert. Sinfonien von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart rahmen das Programm: Bei Joseph Haydns Sinfonie Nr. 3 handelt es sich um ein frühes Meisterwerk, in dessen galantem Menuett sich ein strenger Kanon verbirgt und dessen kunstvoll kontrapunktisches Finale schon Mozarts Jupiter-Sinfonie anzukündigen scheint. Mozart Sinfonie KV 199 ist dagegen ein wohl bewusst konservatives Werk des 17-Jährigen, dessen langsamer Satz jedoch mit ungewohnten Klangfarben und harmonischen Flächen überrascht. Zwei Jahre später schrieb Mozart für sich selbst als fürstbischöflichen Konzertmeister in Salzburg seine fünf Violinkonzerte, deren erstes Lucja Madziar, seit 2010 Konzertmeisterin des Staatsorchesters, als Solistin präsentieren wird. Am Pult stellt sich der neue 1. Kapellmeister Valtteri Rauhalammi als Konzertdirigent vor und ergänzt das klassische Programm um zwei kurze Werke aus seiner finnischen Heimat, beide aus der Feder von Jean Sibelius: die Canzonetta op. 62a und das Andante festivo für Streichorchester.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

SOLISTIN Lucja Madziar (Violine) 

MUSIKALISCHE LEITUNG Valtteri Rauhalammi

SA, 16.12.17, 19:30 UHR

SO, 17.12.17, 17:00 UHR

 

GALERIEGEBÄUDE HERRENHAUSEN

 

Die Dezember-Programmtermine gibt es hier auf Stadtreporter.de als .pdf zum Download: [pdf 12_Vorstellungstermine Oper, Schauspiel und Theatermuseum.pdf]

 

 

 

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