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Erinnerungen an die Expo 2000: Infotafel würde ein kleines Vermögen kosten

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Der Bezirksrat Döhren-Wülfel wollte mit Info-Tafel an die Expo 2000 erinnern Jens Schade Der Bezirksrat Döhren-Wülfel wollte mit Info-Tafel an die Expo 2000 erinnern

HANNOVER. Erinnerungen an die Zukunft des Jahres 2000: Die SPD-Bezirksratsfraktion blickte 21 Jahre zurück, als die Welt zu Gast im Stadtbezirk war. „An uns sind Bürger mit dem Wunsch herangetreten, auf dem Expo-Ost-Gelände über die Expo 2000 informiert zu werden, insbesondere über die Standorte der einstigen Expo-Pavillons. So eine Karte mit einer entsprechenden Übersicht könnte auch den Wandel auf dem Gelände aufzeigen“, meinten die Sozialdemokraten und fragten in der jüngsten Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel nach einer entsprechenden Infotafel. Die Antwort: Grundsätzlich machbar. Die Kosten würden bei einer Beauftragung Dritter jedoch bei 10.000 bis 12.000 Euro liegen. „Das ist zu teuer“, hieß es von Seiten der Genossen, sie fragen: „kann so etwas nicht die Verwaltung in Eigenregie erledigen?“

Der Zustand der Schülertoiletten der GS Suthwiesenstraße war Gegenstand einer weiteren Anfrage der SPD. „Wie ist der Sachstand der Planungen für eine gründliche Sanierung? Wann wird die dringend erforderliche Grundsanierung nun durchgeführt?“, wollte Willi Lindenberg wissen. Für die Stadt befinden sich die sanitären Einrichtungen jedoch lediglich in einem „bauzeitlichen Zustand“. Ein dringender Sanierungsbedarf werde nicht gesehen. Langfristig sei aber geplant, die ganze Schule aufgrund vieler Baumängel durch einen Neubau zu ersetzen.Auch der Brand auf dem Üstra-Busdepot in Mittelfeld beschäftigte die Bezirksratspolitiker. Die SPD-Fraktion machte sich Sorgen wegen des Ascheregens, der in der Folge des Unglücks über Teile des Stadtbezirks niederging. Brigitta Miskovic (SPD) fragte: „War die gemessene Schadstoffbelastung so niedrig und waren die emittierten Schadstoffe so unbedenklich, dass selbstangebautes Obst und Gemüse aus diesen Bereichen weiterhin bedenkenlos verzehrt werden kann“ Auch wollte sie wissen, ob auch Messungen auf Spielplätzen und Sportplätzen durchgeführt wurden. Auf Spiel- und Sportplätzen wurden nach der Antwort der Stadt jedoch offenbar gar keine Messungen durchgeführt. Wisch- und Wasserproben gibt es nur von einigen Straßen, die jedoch im Labor lediglich „Werte im typischen Hintergrundbereich“ ergeben haben. Trotzdem warnte die Stadt, dass Obst und Gemüse mit sichtbaren Rußspuren nicht verzehrt werden sollten.

Wer durch den Rußniederschlag einen Schaden erlitten hat, kann sich übrigens an die Üstra wenden.

Weitere Punkte der langen abendlichen Beratungen des Bezirksrat Döhren-Wülfel im Saal des Freizeitheim am vergangenen Donnerstag:

* Auf Antrag der CDU soll an der Ecke Peiner Straße / Holthusenstraße ein neuer Baum als Ersatz für einen gefällten Artgenossen gepflanzt werden.

* Für das Projekt „Boogaloo Beats Battle“ des Jugendzentrums Döhren und der Street Symphony gibt es einen Zuschuss von 2.100 Euro.

* 732 Eure bekommt der VfR 06 Döhren für den Kauf eines Striegels zur Platzpflege.

Keine Chance auf Beratung hatte ein Antrag des Einzelvertreters der Partei, wonach der Bezirksrat „besonders in Wahlkampfzeiten nicht gehaltene Versprechen und Lügen aufs schärfste“ verurteilen sollte. CDU und SPD stimmten für „Nichtbefassung“. „Wenn das Satire sein soll, ist da noch viel Luft nach oben“ , kommentierten SPD-Sprecher Jens Schade und seine Kollegin von der CDU, Gabriele Jakob, rügte, das damit die knappe Zeit der Bezirksratsmitglieder überstrapaziert werde.

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