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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 19.Oktober 2020

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Laternenumzug - Symbolfoto (C) Ulrich Stamm Laternenumzug - Symbolfoto (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Mit bunten Lampions durch den illuminierten Garten

Der Große Garten in Herrenhause verwandelt sich zum Ende der Sommersaison noch einmal in einen leuchtenden Festsaal. Das Besondere dabei: Weil der beliebte Laternenumzug dieses Jahr in gewohnter Form leider nicht möglich ist, erklingen im Rahmen der Illumination am kommenden Wochenende (23. bis 25. Oktober) Laternenmusik und Herbstlieder. Kleine und große Besucher*innen sind herzlich dazu eingeladen, mit eigenen Laternen durch den festlich illuminierten Garten zu spazieren.

Am Freitag (23. Oktober) und Sonnabend (24. Oktober) beginnt die Illumination um 18.30 Uhr. Am Sonntag (25. Oktober) geht es um 17.30 Uhr los. Einlass ist immer eine Stunde vor Start der Illumination. Die Illumination dauert jeweils eine Stunde.

Erwachsene zahlen vier Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt, benötigen aber aufgrund der begrenzten Besucher*innenzahl ebenfalls ein Ticket. Die Tickets sind datumsgebunden. Aufgrund der bereits großen Nachfrage und der limitierten Ticketanzahl wird empfohlen, den Vorverkauf zu nutzen.

Vorverkaufsstellen:

Kasse Großer Garten

Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover

Telefon 0511/168 34000

Montag bis Sonntag von 9 Uhr bis 17 Uhr

 

Informationspavillon Herrenhausen

Telefon: 0511/168-47743

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr

 

Digitaler Jury Besuch am 19. Oktober: Mit „Gesamtkunstwerk City Visit voll ins Risiko gegangen“

„Wir sind voll ins Risiko gegangen und noch einmal über uns hinausgewachsen!“ Oberbürgermeister Belit Onay ist begeistert nach dem digitalen Jury Besuch am heutigen Montag (19. Oktober) in Hannover. Er dankt allen Menschen und Einrichtungen, die sich für diesen wichtigen Termin für Hannover auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 mit Herzblut engagiert haben. „Wir haben wirklich alles gegeben.“

Einmal mehr hat das hannoversche Bewerbungsteam etwas Einzigartiges auf die Beine gestellt. Melanie Botzki und Inga Samii vom Team Kulturhauptstadt Hannover 2025 sind vom „Gesamtkunstwerk City Visit“ überzeugt: „So eine aufwendige Produktion hätten wir uns in unseren kühnsten Vorstellungen niemals vorstellen können.“ Da, wo es aufgrund der Corona-Pandemie unbedingt nötig war, hat das Team auf Vorproduktionen gesetzt. Aber: „Der größte Teil war live. Das war uns ganz wichtig, um den authentischen Charakter der Stadt rüberzubringen“, betonen Botzki und Samii, die aber noch nicht alle Details des Jury Besuchs nennen können. „Die anderen Bewerberstädte sind ja erst noch dran. Da wollen wir nicht zu viel verraten.“

So viel ist aber sicher: In Hannover geht ohne Kunst zurzeit nichts mehr und schon gar nicht beim virtuellen Jury Besuch, der aus drei Programmblöcken bestand. Neben den nicht öffentlichen Gesprächsrunden mit der Jury lag das Hauptaugenmerk auf den Livestreams, die um Einspielfilme ergänzt wurden.

Zu den Vorproduktionen gehören beispielsweise Filme über die Projekte der hannoverschen Bewerbung Los! und natürlich zur Musik in der UNESCO City of Music Hannover:

Für Los! haben Menschen die Hochbrücke besiedelt und mit neuem Leben gefüllt. Auf dem, zu dem Schriftzug „Normalcy is not an option“, verlegten Rasen auf der normalerweise viel befahrenen Hochstraße wurde gespielt, gepicknickt, gemalt und geradelt. Beispielhaft für experimentelle Verkehrskonzepte wurde hier gezeigt, wie der frei werdende Raum durch den Rückbau von Fahrspuren neu und anders genutzt werden kann.

Die UNESCO City of Music Hannover wurde unter der musikalischen Leitung von Prof. Thomas Posth mit einer kurzen Konzertversion von Terry Rileys „In C“ mit rund 50 professionellen und ambitionierten Musiker*innen (Bläser*innen und Schlagwerker*innen, Streicher*innen, Jazzmusiker*innen und Popmusiker*innen, Weltmusiker*innen und vielen mehr) ins rechte Licht gerückt.

Damit war das Ende der künstlerisch-kreativen Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht.

Gewohnt eloquent und schlagfertig hat die Künstlerin Ninia LaGrande den gesamten Jury Besuch live moderiert. Auf ihrem digitalen Stadtrundgang entlang der vom Schauspiel Hannover gebauten 34 Kulissen stellt sie Projekte der hannoverschen Bewerbung vor. Begleitet wird sie dabei von einer der hannoverschen Bewerbung kritisch gegenüberstehenden Person, die sich fragt, warum sich Hannover überhaupt bewerben will. Die vom Schauspieler Mathias Max Herrmann vorgetragene Kritik entkräftet sie mit eindrucksvollen Hannover 2025-Projekten.

Als Kulisse für den digitalen Stadtrundgang und weitere Livestreams sowie auch für die Gesprächsrunden mit der Jury hat das Ihme-Zentrum gedient, das in Hannovers Bewerbung zum „Internationale Zentrum für Künstlerische Forschung“ (IZKF) entwickelt werden soll. Und wie dann dort die in Hannover 2020 geplante Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Kulturaktiven von der Freien Szene bis zu traditionsreichen Institutionen wie der Staatsoper aussehen soll, wurde nun schon mal zum Jury Besuch erprobt. Gemeinsam haben sich unterschiedlichste Menschen, Institutionen, Vereine und Bewegungen das Ihme-Zentrum zu eigen gemacht: Dazu gehörten unter anderem Mitglieder des Think Tanks Ihme-Zentrum, die Freie Kulturszene des Aufnahmezustands, Balletttänzer*innen und Opernsänger*innen der Oper Hannover, Musiker*innen, Schauspieler*innen der Freien Szene und des Schauspiel Hannover, Künstlerkollektive der Galerie Brutal und Urban Artists, Vertreter*innen des Vereins Kargah, der Agentur für Zwischenraumnutzung und der Fridays For Future-Bewegung und natürlich auch Bewohner*innen des Ihme-Zentrums.

Dazu wurde live der Bogen in die Region und nach Europa geschlagen: Zugeschaltet wurden Kulturschaffende aus der Region, aus Deutschland, Slowenien, Großbritannien, Serbien, Griechenland, Polen, Belgien und aus Schweden. Von dort, aus Stockholm, hat sich Hannovers Kulturhauptstadtbotschafter Igor Levit zu Wort gemeldet.

Ergänzt wurden diese live-Stimmen um weitere 100 Personen aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft, die bereits seit Jahren Hannovers Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 unterstützen.

Für die künstlerische Gesamtproduktion des Jury Besuchs zeichnet Lena Kußmann, Regisseurin, Schauspielerin und künstlerische Leitung des Theaters an der Glocksee, verantwortlich. Die Texte, von der Moderation bis hin zu den Projektbeschreibungen, kommen aus der Feder des Autors Juan S. Guse, der bereits beide Bid Books für Hannover geschrieben hat.

Insgesamt waren rund 300 Personen an dem digitalen „Gesamtkunstwerk City Visit“ vor, hinter und um die Kameras der TVN PRODUCTION Group herum aktiv.

Weitere Infos gibt es unter www.khh25.de.

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