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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 7. Dezember 2019

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Hannover - Täglich aktuelle Veranstaltungen, Shows, Konzerte und Events  (C) Ulrich Stamm Hannover - Täglich aktuelle Veranstaltungen, Shows, Konzerte und Events (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Bilderbuchkinos in den Stadtbibliotheken im Januar 2020

Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren, Spaß mit lustigen Geschichten

Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt, Schlägerstraße 36c, 13. Januar, 15.30 Uhr, zweisprachig (deutsch-russisch)

Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt, Schlägerstraße 36c, 9. Januar, 11 Uhr, zweisprachig (deutsch-chinesisch 1-3 Jahre) und 23. Januar, 15 Uhr, zweisprachig (deutsch-chinesisch 3-6 Jahre)

 

montags, 16 Uhr

Oststadtbibliothek, Lister Meile 4, zweimal im Monat zweisprachig: 13. Januar zweisprachig (deutsch-englisch), 20. Januar zweisprachig (deutsch-spanisch)

Stadt-/Schulbibliothek Roderbruch, Rotekreuzstraße 21A

Stadtbibliothek Linden, Lindener Marktplatz 1, 20. Januar zweisprachig (deutsch-englisch)

 

dienstags, 15.30 Uhr

Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt, Schlägerstraße 36c

Stadt-/Schulbibliothek Badenstedt, Plantagenstraße 22, 7. und 21. Januar

 

dienstags, 16 Uhr

Nordstadtbibliothek, Engelbosteler Damm 57 (nicht in den Ferien)

Stadtbibliothek Mühlenberg, Mühlenberger Markt 1 (nicht in den Ferien)

Jugendbibliothek und Stadtbibliothek List, Lister Straße 6

Stadtbibliothek Am Kronsberg, Thie 6, 7. Januar und 21. Januar zweisprachig (deutsch-rumänisch)

 

donnerstags, 15.30 Uhr

Stadtbibliothek Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1

Stadtbibliothek Misburg, Waldstraße 9

Stadtbibliothek Vahrenwald, Vahrenwalder Straße 92, 9. und 23. Januar

 

donnerstags, 16 Uhr

Stadtbibliothek Linden, Lindener Marktplatz 1

Stadtbibliothek Kleefeld, Rupsteinstraße 6/8

Stadtbibliothek Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 52

Stadtbibliothek Döhren, Peiner Straße 9

Stadt-/Schulbibliothek Bothfeld, Hintzehof 9

 

freitags, 15.30 Uhr

Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt, Schlägerstraße 36c, 31. Januar zweisprachig (deutsch-englisch)

 

Fällarbeiten zur Erschließung des ehemaligen KZ Hannover-Ahlem

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Bürger*innen gestalten ein Mahnmal“ hat die Stadtverwaltung einen Plan zur Erschließung des ehemaligen KZ Hannover-Ahlem entwickelt, um diesen Ort für das Gedenken und die Erinnerung erlebbar zu machen. Die Fundamentreste liegen am Stadtrand auf einem Grundstück östlich des Mahnmals auf dem Gebiet der Stadt Seelze.

 

Als Vorarbeiten für den Wegebau, die Freilegung des ehemaligen Lagergeländes und zur Verkehrssicherung, beginnen am Montag (9. Dezember) die Fällarbeiten, die voraussichtlich eine Woche dauern. Es werden insgesamt 63 Bäume (überwiegend Ahorne und Fichten, auch Obstbäume, Kastanien und Walnüsse) mit einem Stammdurchmesser über 20 Centimeter gefällt. Vor den Fällungen werden die Bäume nach Höhlen und Fledermauswinterquartieren untersucht. Die Ersatzpflanzungen (standortheimische Laub- und Nadelgehölze und Obstbäume) erfolgen nach Abschluss der Baumaßnahme im Herbst 2020 auf dem Gelände.

 

Hannovers Bid Book zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“ gibt es am 12. Dezember als Taschenbuch in limitierter Auflage für fünf Euro

Hannovers aufwendig gestaltetes Bewerbungsbuch zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“ hat für Furore gesorgt. In limitierter Auflage von 500 Stück wird der von Juan S. Guse geschriebene Roman „Agora of Europe“ jetzt als Taschenbuch veröffentlicht.

 

Das „Bid Book-light“ gibt es beim Public Viewing am Donnerstag (12. Dezember) ab 13.15 Uhr in der Rathaushalle für fünf Euro zu kaufen – und auch das „echte“ Bid Book ist zu bestaunen. Im Rathaus wird per Livestream die Entscheidung übertragen, ob Hannover ins Finale des Wettbewerbs „Kulturhauptstadt Europas 2025“ kommt. Solange der Vorrat reicht, ist das Taschenbuch nach dem 12. Dezember dann auch noch an der Tourist Information Hannover im Neuen Rathaus erhältlich.

Eine digitale Fassung des originalen Bid Books in Englisch - und auch die deutsche Übersetzung - zum Durchblättern und als Download gibt es ab dem 12. Dezember auch auf www.khh25.de.

 

Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg lädt zur Sprechstunde ein

Am 17. Dezember (Dienstag) von 17 bis 18.30 Uhr lädt Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide zur Sprechstunde ein. Treffpunkt ist im Kulturtreff Bothfeld, Klein-Buchholzer Kirchweg 9, 30659 Hannover.

 

„Ferienhits 2020“ des Jugend Ferien-Service – Anmeldung startet am 12. Dezember

Die „Ferienhits 2020“ des Jugend Ferien-Service der Landeshauptstadt Hannover erscheinen am 12. Dezember - mit einer Fülle von Angeboten für junge Menschen ab sechs Jahren: Ferienfreizeiten, Abenteuer pur und vieles mehr zwischen der Nordsee und den Bergen stehen auf dem Programm, wieder mit ermäßigten Teilnahmepreisen für Geschwister. Da das Platzangebot aller Freizeiten begrenzt ist, sollte man sich zügig anmelden.

 

Alle Informationen zu den Freizeiten und Angeboten sind ab dem 12. Dezember unter www.ferienbörse-hannover.de zu finden. Die Internetplattform gibt einen vollständigen Überblick aller Ferienangebote in der Stadt und der Region Hannover.

 

Zeitgleich ist der Flyer „Ferienhits 2020“ in allen Stadtteilbibliotheken, Freizeitheimen, Bürgerämtern, in den städtischen Bädern und im Haus der Jugend erhältlich. Unter der Info-Hotline 0511/168-47070 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! werden Anfragen entgegengenommen. Zum Download gibt es die Ferienhits 2019 unter www.jugendferienservice-hannover.de.

Bewährtes und Neues im Programm

In Mardorf am Steinhuder Meer können Segel-, Surf- und Kitesurfkurse besucht werden. Für erfahrene Segler*innen besteht die Möglichkeit, für fünf Tage auf dem Ijsselmeer in See zu stechen. Der Wassersport steht auch bei den Freizeiten im Sommercamp Otterndorf im Mittelpunkt. Die Freizeitanlage in Wennigsen am Deister bietet den jüngeren Kindern tolle Spiel- und Ausflugsmöglichkeiten. Aber auch im Feriendorf Eisenberg in Kirchheim können auf dem riesigen Gelände am Südhang des Eisenberges spannende Ferien erlebt werden.

Die beliebten Ponytrecks ziehen auch 2020 durch Norddeutschland und für sieben- bis zwölfjährige Mädchen gibt es die Ferien auf dem Reiterhof, in diesem Jahr auch wieder im Sommer. Erneut angeboten werden die sehr gefragte Kletter- und Trendsportfreizeit in Norddeutschlands beliebtestem Kletterrevier, dem Ith, und die Schneesportfreizeit in den österreichischen Alpen.

Neu im Programm ist ein Besuch im Europaparlament in Straßburg, verbunden mit einem Tagesausflug in den Europapark Rust.

Besondere Angebote gibt es wie immer auch für Kinder und Jugendliche, die sich sonst keine Ferien leisten können.

Für diejenigen, die sich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren wollen, finden sich im Ferienprospekt Juleica-Aus- und Weiterbildungsseminare.

 

Angebote für Senior*innen in der Woche vom 16. bis 20. Dezember

Stadtteile Ost und Nord

Bothfeld

Montagsklub: Weihnachtsfeier mit Hans-Peter Brandes

Begegnungsstätte Luise-Blume-Stiftung, Luise-Blume-Straße 1

16. Dezember, Beginn: 14.30 Uhr, Programmbeginn: 15.30 Uhr

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Doris Landeck, Rufnummer 168-42690.

 

Bothfeld

Mittwochsklub: Weihnachtsfeier mit Manfred Proske

Begegnungsstätte Luise-Blume-Stiftung, Luise-Blume-Straße 1

18. Dezember, Beginn: 14.30 Uhr, Programmbeginn: 15.30 Uhr

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Doris Landeck, Rufnummer 168-42690.

 

Bothfeld

Mittwochsklub: Weihnachtsfeier mit Isabella Kryvorutska am Klavier

Gemeindehaus Heilig-Geist-Kirche, Niggemannweg 18

18. Dezember, Beginn: 14.30 Uhr, Programmbeginn: 15.30 Uhr

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Doris Landeck, Rufnummer 168-42690.

 

Kleefeld

Dienstagsklub: Weihnachtsfeier musikalisch begleitet von Gerhard Konerding

Begegnungsstätte Rodewaldstraße, Rodewaldstraße 17

17. Dezember, Kaffeetrinken ab 14 Uhr, Beginn ab 15 Uhr

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Renate Siebler, Rufnummer 168-43684.

 

Stadtteile West

Davenstedt

Mittwochsklub: Jahresausklangfeier

Kurt-Partzsch-Begegnungsstätte, Woermannstraße 70A

18. Dezember, Beginn ab 14 Uhr, Programmbeginn ab 15 Uhr

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Susanne Beike, Rufnummer 168-42651.

 

Ahlem

„Meditativer Tanz" am 18. Dezember um 15 Uhr im Haus der Begegnung, Krugstraße 7.Meditatives Tanzen ist Entspannung und Bewegung zugleich. In einfachen Schritten liegt Ruhe und Kraft. Die Teilnahme ist kostenfrei. Empfohlen wird bequeme Kleidung und Schuhe mit glatter Sohle.

Ansprechpartnerin beim Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH): Susanne Beike, Rufnummer 168-42651.

 

Vortrag zur Frage „Brauchen wir eigentlich ‚Identität‘“?

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) lädt am 11. Dezember 2019 (Mittwoch) um 18.30 Uhr zu einem Vortrag in Raum 114, Burgstraße 14, ein. Prof. Dr. Rolf Pohl, ehemals Leibniz Universität Hannover/Institut für Soziologie, spricht zum Thema „Brauchen wir eigentlich ‚Identität‘? Zur Sozialpsychologie eines politisch zweifelhaften und affektiv hochbesetzten Konstrukts“.

 

Der Eintritt ist frei. Interessierte werden gebeten, sich bis zum 9. Dezember unter Angabe der Kursnummer 12805V1 per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden.

 

Der Begriff „Identität“ ist ein inflationär verbreitetes Modewort geworden. Sein Reiz liegt dabei in seiner Unbestimmtheit, die ihn letztlich gegen alles, was als nicht-identisch gilt, einsetzbar macht. Vor allem in der Beschwörung einer kollektiven, also einer nationalen, kulturellen oder einer geschlechtlichen Identität, wird diese Gefahr deutlich. Der Identitätsbegriff suggeriert dabei das Vorhandensein klarer Differenzen und eine wesensmäßige Einheit mit sich selbst beziehungsweise mit der eigenen Gruppe. Die ersehnte innere Homogenität, Reinheit und Widerspruchsfreiheit kann aber nur durch die Ausgrenzung und Verfolgung derjenigen erreicht werden, die längst als nicht dazugehörig definiert und gerade deshalb als bedrohlich empfunden werden. Der Vortrag wird diesen Fallstricken des Identitäts-Begriffs aus einer sozialpsychologischen Perspektive nachgehen.

 

Sitzung des Ausschusses für Haushalt, Finanzen und Rechnungsprüfung

Am Mittwoch, 11. Dezember, tagt der Ausschuss für Finanzen und Rechnungsprüfung öffentlich. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Hodlersaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, 30159 Hannover.

Die vollständige Tagesordnung hängt an der Informationstafel in der Rathaushalle und steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

 

Verwaltung stellt neuen Sucht- und Drogenbericht vor - neue Maßstäbe in der Berichterstattung durch Kennzahlenblatt

Suchterkrankungen sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Auch die Landeshauptstadt Hannover steht beim Thema Sucht und deren Prävention vor zahlreichen Herausforderungen. Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt der neue hannoversche Sucht- und Drogenbericht 2019, den die Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf und der städtische Sucht und Suchtpräventionsbeauftragte Frank Woike heute (6. Dezember 2019) vorgestellt haben und der jetzt den Ratsgremien zur Kenntnisnahme vorgelegt wird.

„Das über viele Jahre gewachsene Netzwerk mit den Institutionen und Partner*innen steht für die gute Qualität in der Abstimmung über gemeinsame Ziele in der Sucht- und Drogenhilfe und der Suchtprävention – das zeigt der vorliegende Bericht deutlich“, betont die Dezernentin. „Es gilt, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen und damit das soziale Miteinander in der Stadt zu stärken und die Teilhabe von Menschen, die sich in schwierigen Lebensumständen nicht selbst helfen können, zu unterstützen“.

Computerspielsucht, der Gebrauch illegaler Drogen, „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ – die Themen sind umfangreich. Der Bericht geht zurück auf einen Wunsch der Ratspolitik, die Entwicklung der vergangenen Jahre nachzuzeichnen. Nach 2016 wird er nun das zweite Mal vorgelegt. Ziel des Berichtes ist es, faktenbasierte Informationen bereitzustellen, die in der Sucht- und Drogenhilfe oder in der politischen Arbeit verwendet werden können, um den verschiedenen Herausforderungen zu begegnen. Er vermittelt Fakten über unterschiedliche Suchtarten und Suchtstoffe und gibt einen Überblick über die hannoversche Situation und Entwicklung. Das Suchthilfe- und Hilfsangebot wird dargestellt sowie Handlungsansätze für die Jahre 2019 und 2020.

Das neue Kennzahlenblatt gibt eine Übersicht über die Drogenhilfe der Stadt Hannover in den Jahren 2015 bis 2018 und bildet damit den Inhalt des Berichtes mittels relevanter Indikatoren noch einmal in einer neuen Form ab.

„Damit werden neue Maßstäbe in der Berichterstattung gesetzt und die Arbeit der Sucht- und Drogenhilfe kann noch anschaulicher und transparenter kommuniziert werden. Darüber hinaus ist das Kennzahlenblatt so angelegt, dass es fortgeschrieben werden kann und bildet damit die Grundlage für eine neue Art des Sucht- und Drogenberichtes“, erläutert Beckedorf.

Alkoholkonsum bei Jugendlichen rückläufig

Der Bericht zeigt unter anderem, dass der Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Hannover rückläufig ist. Aufgrund besorgniserregender Zahlen hat die Stadt vor elf Jahren ihr Konzept „Mehr Fun – weniger Alkohol“ vorgelegt. Seitdem finden unterschiedliche Formate der Prävention und Beratung statt. Die Stadt sieht die Prävention als Daueraufgabe und hat daher das finanzielle Engagement über die Jahre unverändert gelassen – dieses Engagement führte zu einer positiven Entwicklung.

Cannabis, Heroin und Crack dominant bei den illegalen Drogen

Schätzungen zufolge werden allein auf dem Vorplatz Fernroder Straße Heroin und Crack von circa 60 Prozent der Suchtkranken dauerhaft konsumiert. Häufig kommen Alkohol und Nikotin als legale Drogen dazu.

Da es sich bei den Heroin- und Crackkonsument*innen fast ausschließlich um Langzeit-Abhängige handelt, besteht die Aufgabe der Stadt in der sogenannten „harm reduction“ (Schadensminimierung beim Konsum) und Beratungsangeboten der Drogenarbeit, ohne das Ziel einer deutlichen Reduzierung des Konsums oder einer Abstinenz aus den Augen zu verlieren. Bei der Cannabisprävention liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Prävention für Jugendliche und junge Erwachsene.

Vermengung von Glücksspielangeboten und elektronische Spielen

Die deutliche Reduzierung der Geräte und der Anzahl der betriebenen Spielhallen in den vergangenen Jahren hat zu einer Verknappung und damit einer sehr starken Auslastung der verbliebenen Geräte geführt. Bedenklich ist die Vermengung von elektronischen Spielen und Glücksspielangeboten. Bei einigen elektronischen Spielen sind Glücksspielelemente enthalten, die derzeit bei der Alterseinstufung durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bislang nicht berücksichtigt wird. Damit wird auch Minderjährigen das Glücksspiel nahegebracht.

Substitutionsversorgung durch Mangel an Mediziner*innen mittelfristig gefährdet

Die Substitutionsversorgung ist in Hannover vergleichsweise noch bedarfsdeckend organisiert. Aufgrund des Alters vieler Suchtmediziner*innen kann sich mittelfristig auch in Hannover die Situation verschlechtern. Da es bei der Zulassungskommission keine Anträge auf Neueröffnung oder Übernahme bestehender Praxen gibt, müssen bei altersbedingten Schließungen die Patient*innen von den bereits praktizierenden Mediziner*innen mitversorgt werden. Diese Konzentration in größer werdenden Praxen kann aber nur mittelfristig das Problem auffangen.

Weiterhin ist zu beobachten, dass die Aufnahme von Schmerzmitteln wie Tramadol und Tillidin als Substitutionsgrund bislang noch nicht zu einer spürbaren Erhöhung der Patient*innenzahlen geführt hat.

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Bundesweite Zahlen auf die Stadt Hannover bezogen zeigen, dass etwa 14.000 Kinder in Familien leben, in dem mindestens ein Elternteil suchtkrank ist (Alkohol, illegale Drogen, Medikamente, Glücksspiel). Die Überprüfung des Kindeswohls muss nicht immer zu einer Herausnahme aus der Familie führen. Trotzdem bedürfen diese Kinder einer besonderen Förderung. Scham und Vertuschung durch Familienmitglieder führt immer noch häufig dazu, dass keine Hilfe in Anspruch genommen wird. Dabei liegt das Risiko eines Kindes, später selbst an einer Sucht zu erkranken, bei ungefähr 35 bis 40 Prozent.

Entwicklung der finanziellen Aufwendungen

Die Landeshauptstadt Hannover hat in 2018 insgesamt 14 Projekte im Bereich der Sucht- und Drogenhilfe finanziell gefördert, insgesamt in Höhe von knapp über einer Million Euro. Dazu kamen die Sachkosten in Höhe von 50.000 Euro für die Alkoholprävention „Mehr Fun – weniger Alkohol“ des städtischen Jugendschutzes.

In 2019 hat sich die Summe auf über 1,22 Millionen Euro erhöht, eine Steigerung um 1,5 Prozent (unter anderem sind darin enthalten: Aufwendungen für die Erweiterung der Öffnungszeiten im „Stellwerk“ sowie das Programm „Suchtkranke in der Innenstadt“). Auch für 2020 wird das finanzielle Engagement der Stadt ausgebaut, begründet durch die zusätzliche Öffnung des Stellwerkes an Sonntagen, die Aufstockung des Programms „Suchtkranke in der Innenstadt“ und eine Erhöhung der Personalkosten im Rahmen der Zuwendungen in Höhe von 2,8 Prozent.

Wegweiser „Go for it“

Die Neuauflage des aktualisierten Wegweisers „Go for it“ zeigt das umfangreiche Hilfs- und Beratungsangebot der Stadt (Download unter www.hannover.de/drogenbeauftragter).

Potenziale für den Ausbau der Sucht- und Drogenhilfe sieht die Landeshauptstadt Hannover in folgenden Bereichen

Durch den Bericht werden nicht nur die Fakten erläutert, die die aktuelle Situation zu unterschiedlichen Suchterkrankungen beschreiben. Vielmehr liefert er auch die Grundlage, um Potenziale für den Ausbau im Bereich der Sucht- und Drogenhilfe zu benennen. Sie liegen in

  • der stärkeren Vermittlung des Themas Cannabisprävention an Schulen,

  • der Bereitstellung von Arbeitsangeboten und Angeboten mit Tagesstrukturen für suchtkranke Menschen,

  • der Schaffung von mehr Wohnraum,

  • der Bereitstellung von Übernachtungsmöglichkeiten und Tageschlafplätzen für Suchtkranke.

 

Herausforderungen und Aufgaben sieht die Stadt bei folgenden Themenstellungen:

  • Gemeinsame Initiative mit dem Land Niedersachsen, eine Einbeziehung der Wettbüros in die Abstandregelung von Spielhallen zu erreichen.

  • Verfassen einer Selbstverpflichtung, dass im Stadtgebiet und im öffentlichen Nahverkehr keine Werbeflächen für Tabakprodukte, E-Zigaretten und Glücksspiele vermietet werden.

  • Aufnahme der Computerspielabhängigkeit in den Internationalen Katalog der anerkannten Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD) – erfolgt zum 01. Januar 2022.

 

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