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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 7.Dezember 2021

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Am HBF in Hannover © Ulrich Stamm Am HBF in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

3G-Regelung in den Stadtbibliotheken ab dem 8. Dezember – Öffnungszeiten an Sonnabenden eingeschränkt

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage führt die Stadtbibliothek Hannover ab dem 8. Dezember (Mittwoch) die 3G-Regelung ein. Der Zugang beschränkt sich auf Personen, die einen Nachweis über eine vollständige Impfung, einen Genesenennachweis oder einen negativen PoC- oder PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 24 bzw. 48 Stunden ist.

An den Zugängen zu allen Häusern - 16 Stadtteilbibliotheken, Fahrbibliothek und Zentralbibliothek - kontrolliert eigenes Personal. Der zusätzliche Personaleinsatz für diese Kontrollen hat zur Folge, dass die Öffnungsstunden in den Stadtteilbibliotheken reduziert werden müssen und sonnabends nur ein Teil der Häuser öffnen kann.

Öffnungszeiten im Dezember

Alle Stadtteilbibliotheken haben montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Sonnabends haben weiterhin folgende Bibliotheken von 10 bis 14 Uhr geöffnet:

Stadtbibliothek Am Kronsberg, Stadtbibliothek Herrenhausen, Stadtbibliothek Kleefeld, Stadtbibliothek Linden, Jugend- und Stadtbibliothek List, Oststadtbibliothek und Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt.

Folgende Stadtbibliotheken bleiben vorerst an den Sonnabenden geschlossen:

Stadtbibliothek Döhren, Stadtbibliothek Misburg, Nordstadtbibliothek, Stadtbibliothek Ricklingen und Stadtbibliothek Vahrenwald.

In der Zentralbibliothek Am Aegi, Hildesheimer Straße 12, bleiben die Öffnungszeiten unverändert montags bis sonnabends von 11 bis 19 Uhr.

Die 3G-Zugangsregelung gilt zunächst für den gesamten Dezember. Sollte es eine Verlängerung geben, wird darüber rechtzeitig informiert.

 

Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten tagt öffentlich

Der Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL)tagt in öffentlicher Sitzung am kommenden Freitag, 10. Dezember, um 14 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2. Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie finden Gremiensitzungen im Neuen Rathaus derzeit unter 3G-Bedingungen statt (geimpft, genesen oder negativ getestet). Darüber hinaus sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Sitzung des Stadtbezirksrats Mitte findet mit neuem Termin am 13. Dezember statt

Die ursprünglich für Montag (6. Dezember) um 18.30 Uhr angesetzte Sitzung des Stadtbezirksrats Mitte wird kurzfristig verlegt auf den 13. Dezember 2021 (Montag) um 18.30 Uhr.

 

Die Sitzung wird vor dem Hintergrund der pandemischen Lage vorschoben. Durch den in Kürze zu erwartenden Landesbeschluss sollen hybride Sitzungen wieder ermöglicht werden. Die Sitzung am 13. Dezember soll vorbehaltlich des Beschlusses in hybrider Form stattfinden.

 

UCOM Hannover Stream beleuchtet das Musikleben der Stadt und ihrer Partnerstädte im Creative-Cities-Netzwerk

Nach einer längeren Sommerpause geht der UCOM (UNESCO City of Music) Hannover Stream am Sonntag (12. Dezember) um 11 Uhr wieder online. Über die sozialen Kanäle von „Dr. Eurovision“ Irving Wolther und das City of Music Hannover Radio informiert der Stream jeden 2. Sonntag im Monat von 11 Uhr an über das Musikleben in der UNESCO City of Music Hannover. Die Zuschauer*innen haben die Möglichkeit, per Live Chat Fragen zu stellen und zu kommentieren.

Zu sehen sind die Streams auf https://cityofmusicradio.de/ und auf den Social-Media-Kanälen von „Dr. Eurovision“ https://youtube.com/dr_eurovision und https://facebook.de/dr.eurovision.

Der UCOM Hannover Stream beschäftigt sich in Livegesprächen und voraufgezeichneten Interviews mit den unterschiedlichsten Facetten des Musiklebens in der UNESCO City of Music Hannover. Jeder Stream steht unter einem eigenen Thema. Die erste Sendung der neuen Staffel geht am 12. Dezember der Frage nach dem Generationenwechsel nach: Wie gelingt die Übergabe traditioneller Strukturen und Erfolgsmodelle an jüngere Nachfolger*innen mit eigenen kreativen Ideen? Daneben gibt es Informationen zu vergangenen und bevorstehenden Veranstaltungen, Tipps und auch wieder kleine Konzertslots mit Ausschnitten aus dem hannoverschen Musikleben. Außerdem stellt die Rubrik „UCOM international“ Partnerstädte aus dem Creative-Cities-Netzwerk vor – und wie sie mit einzelnen Schwerpunktthemen umgehen.

Für den Initiator Dr. Irving Wolther steht fest: „Der UCOM Hannover Stream will das Bewusstsein der Menschen für die Herausforderungen der Musikschaffenden schärfen, ihr vielfältiges Engagement würdigen und ihnen eine Plattform geben, um Meinungen und Ideen miteinander auszutauschen.“

Das Streaming-Projekt wird gefördert vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Für Nachfragen steht Irving Wolther unter der Rufnummer 0511/2791697 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

 

Das Programm - alle Sendungen starten um 11 Uhr

12. Dezember 2021 – Generationenwechsel in der Musikwirtschaft

9. Januar 2022 – Barrierefreiheit vor, auf und hinter der Bühne – sind wir schon so weit? (in Planung)

13. Februar 2022 – Musik und Technik: Wo bleibt die Kunst? (in Planung)

13. März 2022 – Was ist Musik uns wert? (in Planung)

10. April 2022 – Offen für alles? Zusammenarbeit und Abgrenzung als Strategie im Musikbusiness (in Planung)

8. Mai 2022 – ESC-Stadt Hannover, live aus Turin (in Planung)

12. Juni 2022 – Musik und Wissenschaft (in Planung)

10. Juli 2022 – Nachhaltig musizieren – wie geht das? (in Planung)

 

Preisträgerin des STADT-HANNOVER-PREIS 2021 setzt auf nachhaltige Veränderung in der Architektur-Branche

 

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Friederike Kämpe (links) und Oberbürgermeister Belit Onay überreichten den Stadt-Hannover-Preis 2021 an Dilek Ruf.  © LHH

 

Die Ehrung erfolgreicher Unternehmerinnen in Hannovers Wirtschaft: Das ist der Fokus des STADT-HANNOVER-PREISES „Frauen machen Standort“, der in diesem Jahr an die Architektin Dilek Ruf geht. Oberbürgermeister Belit Onay und die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover (LHH), Friederike Kämpfe, gleichzeitig in ihrer Funktion als Vorsitzende der Jury, übergaben am Freitag (3. Dezember) den Preis an Dilek Ruf und würdigten sie in kleinem, festlichen Rahmen.

Dilek Ruf ist Geschäftsführerin und Inhaberin des Architekturbüros BBU.PROJEKT ARCHITEKTEN BDA. Sie gründete das Unternehmen 2012 und beschäftigt inzwischen 17 Architekt*innen und Innenarchitekt*innen. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Das Team von BBU.PROJEKT nimmt für sich in Anspruch, neue Projekte mit Sorgfalt, Intensität und Offenheit anzugehen – für Dilek Ruf stehen bei ihrer Arbeit Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Vordergrund und grundsätzlich das Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit.

Paritätische Strukturen für mehr Innovationskraft

BBU.PROJEKT ist eines der wenigen frauengeführten Architekturbüros mit mehr als zehn Mitarbeitenden – bundesweit nur eines von rund 35. Und das, obwohl fast 70 Prozent der Studierenden aus diesem Bereich weiblich sind. Nach Ansicht von Dilek Ruf scheinen sich Familien- und Unternehmensgründung oft gegenseitig auszuschließen. Gerade deswegen ist es ihr wichtig, den gesellschaftlich dominierenden Familienmodellen und traditionellen Rollenerwartungen entgegenzutreten. Denn ihrer Meinung nach hat jede Frau, die eine öffentliche Position besetzt, auch die Chance, eine öffentliche Wirkung zu entfalten und ein sichtbares Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit zu setzen. Selbst tut sie das aktiv als Architektin, Geschäftsführerin, Vorstandvorsitzende des BDA (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten) und Mutter.

Nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft

Im Büroalltag von BBU.PROJEKT ist die Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ laut Dilek Ruf von großer Bedeutung. Der Klimawandel und sich ändernde Bedürfnisse der Gesellschaft dürfen bei Planungen nicht außer Acht gelassen werden. Dilek Ruf und ihr Team setzen daher auf zukunftsfähige Planungen und eine nachhaltige Nutzung von knapper werdenden Ressourcen. Im Vordergrund steht dabei die Innenentwicklung in Städten, um die Chancen und Potenziale der Stadt auszuschöpfen, bevor in ökologisch intakte Systeme durch Neubauten eingegriffen und irreparabler Schaden angerichtet wird. Das bedeutet, die Architekt*innen von BBU.PROJEKT setzen sich für die Bestandsentwicklung und Nachnutzung von Immobilien ein – damit Gebäude nicht zum Wegwerfprodukt und kostbare Ressourcen verschwendet werden.

Digitalisierung als Innovationschance und Notwendigkeit

Digitales Arbeiten, das heißt computerbasierte Planungsprozesse mithilfe spezieller Software, ist in der Architekturbranche zwar der Standard. Im Büro von BB.PROJEKT aber wurden auch alle betriebswirtschaftlichen Abläufe in Zusammenarbeit mit einem jungen hannoverschen IT-Unternehmen digitalisiert. Von der Arbeitszeiterfassung der Mitarbeitenden bis hin zur Rechnungsstellung werden alle Aspekte abgedeckt. Das Programm schafft so nicht nur eine bessere Übersicht der Abläufe, sondern spart auch große Mengen an Papier. Zudem meldet BBU.PROJEKT seine Anwendererfahrungen zurück und unterstützt so die Weiterentwicklung der Software. Ebenso war das Architekturbüro an einem Testlauf des digitalen Baugenehmigungsverfahren beteiligt, das zukünftig in Niedersachsen verpflichtend eingeführt werden soll.

Effizientes Arbeiten – auch während der Pandemie

Digitalisierung wird bei BBU.PROJEKT aktiv gelebt und wurde durch die Corona-Pandemie noch weiter vorangetrieben. Der reibungslose Übergang ins Homeoffice habe das deutlich gemacht, so Dilek Ruf. Die Aufteilung der Büro- und Heimarbeit war dabei angepasst an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden, das heißt Themen wie Kinderbetreuung wurden berücksichtigt. Auch die Kommunikation verlagerte sich rasch in den digitalen Raum. Konferenzen, Planungsgespräche und Wissenstransfer konnte über eine Videoplattform weiter stattfinden. Diese Umstrukturierungen brachten trotz allem auch positive Aspekte für Dilek Ruf und ihr Team: Die Einführung diverser, individuell angepasster Arbeitsweisen führte zu mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz und somit gesteigerter Produktivität. Auch Zeit, Kosten und CO2 – aufgrund weniger Dienstreisen – konnten eingespart werden.

Kriterien der Ausschreibung

Der STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ 2021 (SHP) zeichnet Frauen aus, die einen wertvollen Beitrag zur hannoverschen Wirtschaft leisten. Bewerben konnten sich Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Geschäftsführerinnen und Frauen in Führungspositionen, die sich seit mindestens drei Jahren in der Landeshauptstadt Hannover erfolgreich am Markt behaupten, Bedingungen für eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur und Arbeitsteilung schaffen und so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, beispielsweise durch geeignete Arbeitszeitmodelle. Weitere Kriterien bei der Bewertung waren, inwiefern das Unternehmen zur Imagepflege der Landeshauptstadt Hannover beiträgt und Nachhaltigkeitsgrundsätze berücksichtigt.

Belit Onay, Oberbürgermeister:

„Es ist bittere Realität, dass Frauen in Führungspositionen, bei Gründungen und in der Wirtschaft nach wie vor unterrepräsentiert sind. Um das zu ändern, müssen wir als Kommune und als Stadtgesellschaft Unternehmerinnen mehr Sichtbarkeit verleihen, Vorbilder für angehende Gründerinnen schaffen und vor allem Frauen Mut zur Selbständigkeit machen. Der STADT-HANNOVER-PREIS setzt dahingehend ein wichtiges Zeichen auf kommunaler Ebene und würdigt den bedeutenden Beitrag, den Frauen hier am Wirtschaftsstandort Hannover leisten. Die diesjährige Preisträgerin beeindruckt durch ihre zukunftsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung.“

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte und Vorsitzende der Jury:

„Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr den STADT-HANNOVER-PREIS zum 20. Mal verleihen können – auch wenn er wie 2020 im Zeichen von Corona stand. Ich finde es sehr inspirierend zu sehen, auf welch innovative Art und Weise Unternehmerinnen in Hannover mit der Pandemie umgegangen sind und weiterhin umgehen. Das haben uns die Bewerberinnen alle gezeigt. Wir hatten viele starke Bewerbungen und dennoch konnten wir eine herausragende Unternehmerin auswählen: Dilek Ruf, Geschäftsführerin des Architekturbüros BBU.PROJEKT ARCHITEKTEN BDA, hat uns als Jury in allen Kategorien überzeugt.“

Dilek Ruf, Preisträgerin des STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ 2021:

„Dass ich mit Blick auf das 10-jährige Bestehen meines Unternehmens Preisträgerin des diesjährigen Stadt-Hannover-Preises bin, berührt mich in besonderer Weise: 2012, im Jahr meiner Gründung, waren meine Kinder 1 und 3 Jahre alt. Die Entwicklung des Büros ist eine Teamleistung war mit Herausforderungen und Kraftaufwand verbunden – und hat von den beiden phasenweise viel Verständnis und Geduld abgefordert. Vor diesem Hintergrund ist dieser Preis besonders wertvoll: Er schafft Öffentlichkeit für Biografien, die verdeutlichen, dass Unternehmertum und Familie sich nicht ausschließen, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht – die Grenzen beginnen im eigenen Denken. Das Preisgeld werde ich daher als Basis für den Aufbau eines Mentoring-Programms verwenden, um junge Gründer*innen in meinem Berufsfeld auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen.“

Eckdaten

Bereits zum 20. Mal wird der mit 10.000 Euro dotierte STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ verliehen. In diesem Jahr gab es insgesamt 15 Bewerbungen aus den nachfolgenden Bereichen: Architektur, Dienstleistung, Design, Mode, Textil, Wirtschaftsnetzwerk, Sport, Coaching, Soziales, Kino, Einzelhandel, Gesundheit sowie Gastronomie.

Schwerpunkt der Ausschreibung war in diesem Jahr die „strukturelle Veränderung und damit erfolgreiche Umsetzung zukunftsweisender Arbeitsformen unter Corona-Bedingungen“. Weitere Informationen gibt es unter www.hannover.de/stadt-hannover-preis.

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