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Polizei Nachrichten aus Nienburg vom 16.Dezember 2019

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Nienburg (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Nienburg (C) Ulrich Stamm

NIENBURG.

Diebstahl eines hochwertigen Kraftfahrzeugs

Am 13.12.2019 kam es im Auetal, Ortsteil Rehren, in dem Zeitraum von 00:00 Uhr bis 06:30 Uhr zum Diebstahl eines hochwertigen Kraftfahrzeugs der Marke Volkswagen. Personen, die in dem oben genannten Zeitraum tatrelevante Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Rinteln in Verbindung zu setzen.

 

Rinteln - Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol

Am Freitag, den 13.12.2019, wurde ein 23-jähriger Mann aus Rinteln in seiner Eigenschaft als Fahrzeugführer durch Polizeibeamte des Polizeikommissariats Rinteln kontrolliert. Im Rahmen der Kontrolle, bei der Hinweise auf eine Beeinflussung von Alkohol festgestellt werden konnten, ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,59 Promille. Es wurde daraufhin eine Blutentnahme veranlasst.

 

Raubüberfall auf Tankstelle in Stolzenau - Täter flüchtig

Am Freitag kurz vor Ladenschluss gegen 22:00 Uhr wurde die Tankstelle in der Schinnaer Landstraße in Stolzenau überfallen. Ein bewaffneter Mann betrat den Verkaufsraum und forderte die Angestellte auf, Bargeld herauszugeben.

Nachdem ihm Geld ausgehändigt wurde, verließ der Täter die Tankstelle und flüchtete. Der Täter wird als relativ groß (mindestens 180 cm) und schlank beschrieben. Er trug eine dunkle Jacke, Bluejeans, dunkle Handschuhe und war mit einer "Sturmhaube" maskiert. Die ersten Ermittlungen führten zügig zu einem 26-Jährigen Stolzenauer, der vorläufig festgenommen wurde.

Da sich der Tatverdacht im weiteren Verlauf aber nicht erhärtete, wurde der Mann wieder aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Polizei Stolzenau ist nun weiter intensiv auf der Suche nach dem Täter und bittet Anwohner, sich unter 05761-92060 zu melden, wenn sie verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Zur Bewaffnung des Täters und zur Höhe der erbeuteten Summe macht die Polizei in diesem frühen Stadium der Ermittlungen keine Angaben.

 

Pkw kommt von Straße ab und prallt gegen einen Baum

Am Freitag, 13. Dezember 2019, 19.55h, kam es im Steyerberger Ortsteil Voigtei zu einem Verkehrsunfall. Nach bisherigem Kenntnisstand befuhr ein 42jähriger Mann aus Steyerberg mit einem Pkw die Landesstraße 349 in Voigtei in Richtung Kirchdorf.

Aus bislang unbekannter Ursache kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet dort in den Grünstreifen.

Nach etwa 30m Fahrt in diesem, prallte der Pkw frontal gegen einen Straßenbaum und kam zum Stillstand. Der Steyerberger wurde leicht verletzt und konnte nach erster ärztlicher Behandlung am Unfallort entlassen werden.

Am Pkw entstand Sachschaden ebenso wie am Straßenbaum. Der Gesamtschaden wird auf etwa 8000 Euro geschätzt. Weitere Ermittlungen werden durch die Polizei Stolzenau geführt.

 

Polizeidirektion Göttingen führt flächendeckend Bodycams ein

- insgesamt 57 Bodycams in allen Polizeiinspektionen im Einsatz - Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg erhält 13 Bodycams - deeskalierende Wirkung erwartet - verbesserter Schutz von Einsatzkräften vor tätlichen Angriffen und weiteren Übergriffen In Abstimmung mit dem Landespolizeipräsidium und der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen hat die Polizeidirektion Göttingen in ihrem Zuständigkeitsbereich die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass Bodycams im täglichen Dienst als Einsatzmittel genutzt werden können. Seit dem 1. Dezember 2019 stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz- und Streifendienst in allen Polizeiinspektionen insgesamt 57 Geräte zur Verfügung.

 

Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg erhält dabei 13 Bodycams, die künftig am Inspektionsstandort sowie in den Polizeikommissariaten Stadthagen, Bückeburg, Bad Nenndorf, Rinteln, Stolzenau und Hoya eingesetzt werden. Vor diesem Hintergrund wurden die Kameras am gestrigen Tag in Nienburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine weitere Veranstaltung in der Polizeiinspektion Hildesheim folgt im Laufe des Monats.

"In den vergangenen Jahren hat die Gewalt, der sich Polizeibeamtinnen und -beamte im täglichen Dienst ausgesetzt sind, in der Häufigkeit, aber auch der Intensität spürbar zugenommen. Dabei bin ich überzeugt, dass der Einsatz von Bodycams einen ebenso wichtigen wie nachhaltigen Beitrag zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz- und Streifendienst leisten kann", erklärt Gerd Lewin, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen.

"Denn nicht zuletzt die Erfahrungen im Rahmen eines Pilotprojekts in der Polizeiinspektion Hildesheim haben gezeigt, dass Bodycams gerade auch in heiklen Situationen eine deeskalierende Wirkung entfalten können. Durch die flächendeckende Einführung steht diese Möglichkeit künftig den Kolleginnen und Kollegen in allen Inspektionen der Polizeidirektion Göttingen zur Verfügung."

Die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz der Bodycams ergeben sich aus den neuen Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (NPOG). Gemäß § 32 Abs. 4 NPOG kann die Polizei unter bestimmten Bedingungen zur Gefahrenabwehr bzw. zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten durch am Körper getragene Aufzeichnungsgeräte Bild und Tonaufnahmen anfertigen.

Dabei ist die Befugnis zum einen an eine gerechtfertigte Annahme geknüpft, dass die Aufnahmen erforderlich sind, um eine Gefahr für Leib und Leben der Polizeibeamtinnen und -beamten oder Dritter abzuwenden. Zudem muss die Aufzeichnung offen, also für den Betroffenen erkennbar angefertigt werden. Weitere Details können den §§ 32, Abs. 4, 38 und 39 NPOG entnommen werden.

"Beim Einsatz der Bodycams setzen wir auf ein hohes Maß an Transparenz. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, die Öffentlichkeit frühzeitig und umfassend über die Gründe und die Bedingungen für ihre Nutzung zu informieren.", betonte Lewin weiter. Zudem wies Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, darauf hin, dass dieser Grundsatz auch für die konkrete Einsatzsituation gelte.

"Es ist uns sehr wichtig, dass niemand von polizeilichen Maßnahmen überrascht wird. Daher tragen die Kolleginnen und Kollegen, die mit einer Bodycam ausgerüstet sind, ein gut sichtbares Schild an ihrer Uniform, das auf die Videoaufzeichnung hinweist. So wollen wir bewusst die deeskalierende Wirkung der Kameras unterstützen", so Kreykenbohm. "Dennoch ist den Beamtinnen und Beamten natürlich gleichsam bewusst, dass die Dokumentation des Einsatzgeschehens möglicherweise auch von beiden Seiten in einem gegen sie gerichteten Ermittlungsverfahren als Beweismittel genutzt werden könnte."

In der Polizeidirektion Göttingen werden Bodycams ausschließlich von Beamtinnen und Beamten eingesetzt, die zuvor eine entsprechende Beschulung erhalten haben. Dafür hat die Behörde ein Fortbildungskonzept entwickelt, dass neben den technischen Aspekten insbesondere auch die rechtlichen Voraussetzungen umfassend beleuchtet.

Die eingesetzten Geräte selbst, deren Kosten sich pro Stück auf 371 Euro belaufen, bieten einen hohen technischen Standard. Zu ihren Funktionen zählt es unter anderem auch, im Bereitschaftsmodus bereits während der 30 Sekunden vor Aktivierung der Kamera Aufzeichnungen anzufertigen. So kann sichergestellt werden, dass relevante Situationen vollständig aufgezeichnet werden.

Kommt es nicht zur Aktivierung der Kamera, werden diese sogenannten Pre-Recordings automatisch gelöscht. Damit werden die rechtlichen Bedingungen für den Einsatz der Bodycams uneingeschränkt gewährleistet. Grundsätzlich werden alle Aufnahmen nach einer Frist von 28 Tagen automatisch gelöscht, sofern sie nicht als Beweismittel oder Verfolgung einer Straftat bzw. Ordnungswidrigkeit benötigt werden.

 

 

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