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Wie entwickelt sich Hannover?

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Hannover-Luftbild (C) Ulrich Stamm Hannover-Luftbild (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Die Landeshauptstadt Hannover hat ihren neuen Lagebericht 2018 zur Stadtentwicklung veröffentlicht. Dieser Großstädtevergleich zu verschiedenen Themenfeldern untersucht in diesem Jahr folgende Bereiche:

  • Bevölkerungsentwicklung
  • Flächennutzung
  • Wohnen
  • Arbeitsmarkt und Wirtschaft
  • Innenstadt - Einzelhandel
  • Sozialstruktur
  • Bildung und Ausbildung
  • Kultur und Freizeit
  • Verkehr
  • Tourismus
  • Öffentliche Sicherheit/Kriminalität
  • Finanzen

Das Benchmarking vergleicht regelmäßig die 15 größten Städte Deutschlands in verschiedenen kommunalen Themenfeldern und stadtentwicklungsrelevanten Indikatoren – unter anderem aus Demografie, Wohnungsmarkt, Wirtschaft und Verkehr, Soziales, Bildung und Kultur. Hierdurch wird eine Einschätzung der lokalen Gegebenheiten und Entwicklungen erleichtert.

Nachfolgend einige exemplarische Ergebnisse des aktuellen Großstädtevergleichs, dessen Daten sich primär auf das Jahr 2017 beziehen:

Die Bevölkerungsentwicklung im Großstädtevergleich ist weiterhin positiv – bereits im sechsten Jahr in Folge. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Zuwanderung aus dem Ausland: 2017 hatten die Großstädte insgesamt erstmals einen Wanderungsverlust Deutschland gegenüber, der durch die hohe Auslandszuwanderung aber deutlich überkompensiert wird. 2017 gab es – wie in den Vorjahren auch – wieder einen Geburtenüberschuss im Großstädtevergleich, wenn auch nicht in allen Städten.

Bei der Flächennutzung bleibt Hannover die Stadt mit dem höchsten Grünanlagenanteil.

In den Vergleichsstädten wächst die Anzahl der Haushalte schneller als der Wohnungsbestand, dies erhöht den Nachfragedruck. Zudem steigen die Kauf- und Mietpreise weiter. Etwa drei Viertel der hannoverschen Haushalte sind Mieterhaushalte. Die jährlichen Baufertigstellungen von Neubauwohnungen können den Druck derzeit nicht lindern. Die Neubauwohnungen sind deutlich größer als die durchschnittlichen Wohnungsgrößen im Bestand.

Die wirtschaftliche Lage ist in den Großstädten weiterhin gut: Die Arbeitslosigkeit sinkt seit Jahren in fast allen Vergleichsstädten, parallel dazu steigen weiterhin die Beschäftigtenzahlen. Das verfügbare Einkommen steigt tendenziell ebenso wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Kaufkraft der Haushalte. In Hannover entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennziffern ebenfalls positiv. 2016 gab es hier den im Großstädtevergleich höchsten prozentualen Anstieg des BIPs um 8,5 Prozent. Der Wirtschaftszweig Tourismus zeigt ebenfalls Wachstum, im Bettenangebot ebenso wie bei den Gästeankünften und Übernachtungen, der Bettenauslastung und der Tourismusintensität.

Im Bildungsbereich zeigt sich ein weiter anhaltender Anstieg der Zahl der Studierenden – in den letzten fünf Jahren um beträchtliche 17 Prozent. Der Frauenanteil ist dabei kontinuierlich angestiegen und liegt zurzeit mit 49,5 Prozent fast ausgeglichen bei der Hälfte der Studierenden in den 15 größten Städten Deutschlands. Auch der Anteil ausländischer Studierender wächst und liegt aktuell bei 15 Prozent.

In der Stadtentwicklung hat das Thema Mobilität hohe Bedeutung. Hier geht es im Interesse der Lebensqualität in der Stadt und vor dem Hintergrund gesteckter Klimaschutzziele um die zukunftsfähige Ausgestaltung der Transportsysteme unter anderem bezogen auf neue Antriebstechnologien wie die Elektromobilität. Diese gewinnt nicht nur in Hannover weiterhin an Bedeutung, unter anderem durch wachsende Elektro-Fahrzeugbestände, den deutlichen Ausbau von Ladeinfrastruktur und den Einsatz von Elektrobussen im ÖPNV.

 

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