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Mittwoch, 20 Januar 2021 18:47

Corona und Autofahren: Das gilt im Lockdown

München (pm).

Die für den Lockdown getroffenen Einschränkungen gelten auch für Autofahrer. Das Autofahren ist grundsätzlich erlaubt, Ausflüge sind allerdings örtlich untersagt und auch auf die jeweiligen Ausgangssperren müssen Autofahrer achten. Darauf weist der ADAC hin. So sind wie in der Öffentlichkeit und im privaten Umfeld auch im Auto nur Angehörige des eigenen Hausstands und eine weitere nicht im Haushalt lebende Person erlaubt. Ab welchem Alter Kinder als Personen gelten, ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Wo immer möglich sollte auch im Auto Abstand gewahrt werden. Doch es darf auch dann mit dem erlaubten Personenkreis gefahren werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Fahrten mit Personen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands sollten auf das Nötigste beschränkt werden. Ein Mundschutz ist zwar nicht vorgeschrieben, aber ratsam.

Generell ist es beim Autofahren erlaubt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, dabei muss das Gesicht erkennbar bleiben. Ansonsten kann ein Bußgeld drohen. Die Maske am Rückspiegel aufzuhängen, ist allerdings keine gute Idee, da sie dort die Sicht beeinträchtigen kann.

Beim Tanken sind die Abstandsregeln zu beachten, außerdem gilt eine Maskenpflicht. Ein Mund-Nasen-Schutz (FFP2- oder medizinische Maske) ist daher schon beim Aussteigen und während des Tankvorgangs zu tragen. Werkstätten sind geöffnet, da diese als systemrelevant gelten. Auch die Prüfstationen sind aktuell nicht vom Lockdown betroffen und können weiterhin prüfen, da die Hauptuntersuchung eine behördliche Verpflichtung zur Erhaltung der Verkehrssicherheit darstellt. Autofahrer sollten aber einen Termin vereinbaren und nicht spontan zur Prüforganisation fahren. Aktuell sind auch Waschanlagen weiter geöffnet.

Die ADAC Straßenwacht ist auch während des Lockdowns für havarierte Mitglieder da und leistet Pannenhilfe. Alle Fahrer des ADAC orientieren sich an den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienevorschriften.

Hannover (pm).

Die städtische Initiative zur Förderung des Radverkehrs „Lust auf Fahrrad“ hat die Daten ihrer Fahrradzählstellen für 2020 ausgewertet und zieht Bilanz. „Wir freuen uns, dass sich die Radverkehrszahlen, trotz und vermutlich auch wegen Corona, weiterhin gut entwickeln und sich so der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzt. Ich wünsche mir, dass auch 2021 viele und noch mehr Menschen ihre Wege auf dem Rad zurücklegen. Wir arbeiten daher stetig daran, die Bedingungen für Fahrradfahrer*innen in Hannover weiter zu verbessern. Aktuell bereiten wir verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vor, die wir im Frühjahr vorstellen wollen“, so Oberbürgermeister Onay.

Das Jahr 2020

Im Jahr 2020 haben insgesamt 12.454.258 Fahrräder die zehn Zählstellen im Stadtgebiet passiert. Die erst im Mai 2019 ins Netz aufgenommene Zählstelle Justus-Garten-Brücke ist eine der meist frequentierten Zählstellen. Sie löst mit 1,4 Millionen gezählten Rädern die bisherigen Spitzenreiter Hildesheimer Straße (Ostseite) und Walderseestraße ab.

Der absolute Spitzentag, mit über 66.000 Fahrrädern in 24 Stunden, war der 29. September 2020. Damit wird der Spitzenwert von 2019 um 10 Prozent übertroffen. Hintergrund für den starken Zuwachs ist zum einen das gute Wetter an diesem Tag, zum anderen der Streik der ÜSTRA. Zwei weitere Spitzentage mit mehr als 60.000 Radfahrenden fallen in den Juni, neben dem September einer der stärksten Monate des Jahres 2020. Insgesamt wurde in den Monaten Mai bis Oktober jeweils mehr als eine Million Fahrräder erfasst. Auch in diesem Jahr wurden die Spitzentage ausschließlich an Werktagen registriert, was die Bedeutung des Fahrrades als Alltagsverkehrsmittel unterstreicht.

Auch die Corona-Pandemie hat einen Einfluss auf die Radverkehrsmengen. Die Zählstellen entlang der Freizeitrouten können einen Zuwachs verzeichnen, Zählstellen entlang von Haupteinfallstraßen können oftmals das Niveau vom Vorjahr nicht halten.

Gesamtbilanz 2017 bis 2020

Ein Vergleich der jährlichen Radverkehrsmengen seit 2017 zeigt einen stetigen Zuwachs. Im Jahr 2017 wurden knapp 9,5 Millionen Fahrräder gezählt, im Jahr 2020 waren es bereits knapp 11 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent (ohne Berücksichtigung der Zählstelle Justus-Garten-Brücke).

Im letzten Jahr konnte ein Zuwachs von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Unter Berücksichtigung der Zählstelle, welche erst im Mai 2019 in Betrieb genommen wurde, liegt der Zuwachs sogar bei etwa acht Prozent.

Jahresvergleich 2019/2020

Die Jahresverläufe von 2019 und 2020 ähneln sich, Unterschiede und Verschiebungen ergeben sich unter anderem aufgrund von Wetterbedingungen, Schulferien und Urlaubszeiten. Die in den Vorjahren stark ausgeprägten Zuwächse im Frühjahr entfallen aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Zunahme von Homeoffice und Homeschooling. Die parallel dazu zunehmende Anzahl an Freizeitverkehren sowie gute klimatische Bedingungen können die Einbußen des täglichen Pendelns zur Arbeit und zur Schule nicht vollständig ausgleichen.

In der Hauptradsaison (Mai bis September) werden durchschnittlich rund 1,3 Mio. Fahrräder pro Monat erfasst. Hier kann eine Steigerung zum Vorjahr von etwa fünf Prozent festgestellt werden. Der Streik der ÜSTRA am 29. September sowie die günstigen Wetterbedingungen im September (wärmer, trockener, mehr Sonnenstunden als im Vorjahr) führen dazu, dass 20 Prozent mehr Radfahrende als im Vorjahr erfasst werden. Auch im Oktober und November machen sich die ungewöhnlich niedrigen Niederschlagsmengen bemerkbar. In diesen Monaten nutzen noch einmal deutlich mehr Menschen das Rad als im Vorjahr.

Lokale Unterschiede im Radverkehr

Die Bedeutung der einzelnen Zählstellen ist im Vergleich zu 2019 fast überall gleichgeblieben. Die höchsten Dichten werden, wie im Vorjahr, an den Hauptachsen des Kfz-Verkehrs erreicht: Hildesheimer Straße, Schwarzer Bär, Friedrichswall, Maschsee (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer). Hier wurden deutlich über eine Million Fahrräder erfasst. Die Zählstelle Maschsee hat im Jahr 2020 einen deutlichen Zuwachs erfahren. Dieser ist vermutlich auf die Corona-Pandemie zurückzuführen und den an dieser Stelle stark zunehmenden Freizeitverkehr. Die Zählstelle Justus-Garten-Brücke erreicht dank ihrer stadtteilverbindenden Funktion und als „Nadelöhr“ über die Ihme ebenfalls mehr als eine Million gezählte Fahrräder. Ein Vergleich der Zählwerte von 2019 und 2020 ist nur bedingt möglich, da die Zählstelle erst im Mai 2019 installiert wurde. Die Darstellung erfolgt dennoch, um das Potenzial der Zählstelle zu verdeutlichen.

Entwicklung der Zählstellen im Vergleich zum Vorjahr

Die durch die Corona-Pandemie geltenden Regeln zur Eindämmung der Infektion beeinflussen auch die Mobilitätsgewohnheiten der Bürger*innen. Auf einige Wege wird verzichtet, unter anderem durch das Arbeiten im Homeoffice und die Schließung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Zugleich werden neue Wege in die Gewohnheiten aufgenommen, beispielsweise auch als Freizeitaktivität oder (sportliche) Bewegungsmöglichkeit.

Dies lässt sich auch an der Entwicklung der Radverkehrsmengen an den einzelnen Zählstellen erkennen. Zählstellen entlang von wichtigen Achsen zu Schul- und Arbeitsplätzen verzeichnen einen leichten Rückgang der Radverkehrsmengen von drei bis vier Prozent (Friedrichswall, Lister Meile, Klagesmarkt).Im Gegensatz dazu ist ein deutliches Plus an den beliebten Freizeitzielen festzustellen. Der Maschsee konnte 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen, die Walderseestraße 21 Prozent und der Stadtparkweg sechs Prozent. Am Maschsee wurden die fehlenden Schüler*innenverkehre durch zusätzliche Freizeitfahrten komplett kompensiert. Die übrigen Zählstellen bleiben annähernd auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Fahrräder je Wochentag

Die Verteilung der Radverkehrsmengen auf die Wochentage bestätigt das Bild von 2019. 79 Prozent der Fahrten wurden an Werktagen erfasst, die verbleibenden 21 Prozent am Wochenende. Es zeigt sich eine annähernde Gleichverteilung der Fahrten auf die einzelnen Werktage. Leicht hervor hebt sich der Dienstag mit 17 Prozent aller erfassten Fahrten. Am Wochenende zeigt sich, im Vergleich zum Vorjahr, eine leichte Verschiebung. Waren in 2019 die Radverkehrsmengen am Wochenende noch gleichverteilt (je 10 Prozent), so gewann dieses Jahr der Sonnabend an Bedeutung.

Bedeutung der Sperrung des Maschsee-Ostufers während des Maschseefests für den Radverkehr

Bereits im Jahr 2019 konnte festgestellt werden, dass durch die Sperrung des Maschsee-Ostufers im Rahmen des Maschseefestes (inklusive Auf- und Abbau) schätzungsweise 40 Prozent der Radfahrenden am Maschsee nicht erfasst werden können. Die Einrichtung einer mobilen temporären Zählstelle auf der Alternativ-Strecke (Fahrbahn des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers) ist zukünftig daher wünschenswert.

Da aufgrund der Corona-Pandemie das Maschseefest dieses Jahr nicht durchgeführt werden konnte, können erstmals genauere Rückschlüsse auf die tatsächlichen Radverkehrsmengen am Maschsee während dieser Zeit gezogen werden.

Es zeigt sich, dass der Juni ähnlich stark ausgeprägt ist wie in den Vorjahren. Im Juli 2020 wurden, im Vergleich zu den Vorjahren, knapp 45 Prozent mehr Radfahrende erfasst. In den vorhergehenden Jahren begannen im Juli die Aufbauarbeiten für das Maschseefest und es kam zu ersten Beeinträchtigungen für den Radverkehr. Im August wird dies noch deutlicher, das Ostufer ist normalerweise in dieser Zeit unpassierbar. 2020 konnte jedoch ein Zuwachs von durchschnittlich 70 Prozent (in Vergleich zu allen Vorjahren) erreicht werden.

Auch im September konnten noch 43 Prozent mehr Radfahrende als in den Vorjahren erfasst werden. Dies kann zum einen auf die fehlenden Abbaumaßnahmen zurückgeführt werden, zum anderen auf die äußerst günstigen klimatischen Bedingungen (milder, trockener und mehr Sonnenstunden).

Region Hannover (pm). Am Jahresanfang 2020 ist die Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover in Kraft getreten. Mit dem Programm werden seitdem Eigentümerinnen und Eigentümer unterstützt, die die Dächer ihrer Liegenschaften energetisch modernisieren wollen und zugleich auf die Nutzung erneuerbarer Energien setzen. Der vorgesehene Fördertopf von 1,5 Millionen Euro für die Jahre 2020 bis 2022 wurde von der Regionsversammlung schon im vergangenen Jahr wegen der großen Nachfrage um 1,2 Millionen Euro aufgestockt. „Bei der federführenden Klimaschutzleitstelle der Region Hannover sind bis Ende 2020 118 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von rund 1,1 Millionen eingegangen“, freut sich Regionsdezernentin Christine Karasch angesichts der Bilanz des ersten Förderjahres.

Auf den doppelten Nutzen – eine hochwertige energetische Sanierung und den Zubau von erneuerbaren Energien – setzen zurzeit vor allem private Immobilienbesitzerinnen und -besitzer. Überraschend beliebt ist die Kombination von Solarstrom- und Solarwärme-Gewinnung. Gut 10 Prozent der Antragstellenden wollen beide Solarsysteme auf dem eigenen Dach installieren. „Würde das beantragte Fördervolumen in Gänze bewilligt, hätte die regionalen Handwerksbetriebe noch vollere Auftragsbücher. Jeder von uns im Rahmen der Richtlinie bewilligte Euro löst eine Investition in Höhe von weiteren 8,45 Euro aus“, so die Rechnung der Dezernentin: „Die regionsweite Klimaschutzarbeit wird so insbesondere in den Bereichen Gebäude, Solar und Wärme verstärkt“.

Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover, setzt auf das Anreiz-Programm: „In der Region Hannover erreichen wir bei der Solarenergie erst 4,2 Prozent dessen, was als Zielmarke in unserem ‚Masterplan 100% für den Klimaschutz‘ definiert ist. Stand Ende 2020 wäre es mit dem Förderprogramm möglich, auf weiteren rund 25.000 Quadratmetern gedämmter Dachfläche Solaranlagen zu installieren. Zukünftig würden fast eine Million Kilowattstunden Solarstrom jährlich erzeugt und Solarwärme mit einem Äquivalent von 115.000 Kilowattstunden.“ Unter dem Strich stehe eine CO2-Einsparung von 1.140 Tonnen jährlich. Noch mehr Energie spart eine gute Dach-Dämmung: Die Klimaschutzleitstelle geht allein bei den beantragten Sanierungsmaßnahmen von einer Einsparung von fast vier Millionen Kilowattstunden jährlich aus. 

Kraft vom eigenen Dach

„Die Förderung setzt an der richtigen Stelle an“, bestätigt Henning Hanebutt. Der Neustädter Dachdeckermeister spricht aus Erfahrung: „Oft sollen wir schlecht isolierte Dächer aus den 1960er- und 1970er-Jahren mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Wirklich nachhaltig wird das Gebäude aber nur, wenn es nicht nur selber Strom produziert, sondern gleichzeitig auch möglichst viel Energie einspart.“ Der Fachmann empfiehlt seinen Kundinnen und Kunden in solchen Fällen deshalb, Solaranlagen und Dämmung im Paket nachrüsten zu lassen. „Dann können sie gelassen in die Zukunft schauen – schließlich hält die PV-Anlage auf dem Dach über 20 Jahre.“

EEG-Novelle

Auch wichtig zu wissen. Betreiberinnen und Betreiber kleiner Photovoltaik-Anlagen müssen für ihren Solarstrom, den sie selbst verbrauchen, seit dem Jahreswechsel keine Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bezahlen. Damit kostet die Kilowattstunde selbst erzeugten Solarstroms bei den derzeitigen Anlagenpreisen nur acht bis elf Cent, während die Versorger oft mehr berechnen. Bislang galt die Befreiung von der EEG-Umlage nur für Anlagen mit einer Leistung von weniger als zehn Kilowatt. Mit der Gesetzes-Novelle hat die Bundesregierung diesen Grenzwert nun auf 30 Kilowatt erhöht.

Gutes Beispiel

Ein altes Haus langfristig energetisch fit machen: Das war auch das Ziel von Martin Töllner und seiner Frau Andrea, als sie im vergangenen Jahr einen Bungalow in Hannover gekauft haben. Bei der Internetrecherche stieß er auf die Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover. Nun sind 160 Quadratmeter Flachdach frisch gedämmt, auch eine thermische Solaranlage steht bereits. Wenn im Frühjahr die PV-Anlage fertig wird, winken 8.000 Euro aus dem Fördertopf. Neben der finanziellen Unterstützung war dem 53-Jährigen aber auch etwas anderes wichtig: „Selber Solarstrom zu erzeugen und ins Versorgungsnetz einzuspeisen, ist leider noch mit vielen bürokratischen Hürden verbunden. Aber mit Hilfe der Klimaschutzleitstelle ist aus der Idee ein Konzept geworden, das nun umgesetzt wird.“

Solar-Offensive

Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Sie bietet finanzielle Unterstützung für eine hochwertige Dachdämmung an, wenn gleichzeitig eine Solaranlage auf dem Dach errichtet wird. Die Förderung der Solaranlage ist wiederum mit den vorhandenen Bundesprogrammen möglich. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage im Rahmen der Dachsanierung gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie ist möglich.

Dächer dämmen – Sonnenstrom produzieren

Gemäß der Dach-Solar-Richtlinie beträgt die Förderung je Quadratmeter gedämmter Dachfläche 50 Euro – maximal pro Gebäude 50.000 Euro -, wenn gleichzeitig eine Solaranlage auf dem Dach errichtet wird. Die Förderung der Solaranlage ist wiederum mit den vorhandenen Bundesprogrammen möglich. Der Immobilienbesitzerin oder dem -besitzer ist es freigestellt, ob eine Solarstrom- und/oder eine Solarwärme-Anlage im Rahmen der Dachsanierung gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie ist möglich. Zudem sind mit dem neuen Landesförderprogramm auch PV-Speicher förderfähig. Weitere Informationen: www.hannover.de/solaroffensive

Solarkataster

Gut 400.000 Gebäude eignen sich in der Region Hannover für die Nutzung der Solarenergie. Dies entspricht einer Gesamtfläche ca. 45 Millionen Quadratmetern – mit einer durchschnittlichen Produktionsleistung von 7.000 Gigawattstunden pro Jahr. Aktuell beträgt der installierte Ertrag rund 110 Gigawattstunden.

Ob sich eine Dachfläche – privat oder gewerblich  zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster. Allein in den ersten beiden Monaten nach Freischaltung, haben mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürger auf das Solarkataster zugegriffen. Zurzeit erfolgen pro Tag ca. 100 Zugriffe auf das Kataster. „Aus der Rückmeldung von Energieberatern und Handwerksbetrieben wird deutlich, dass sich viele Interessierte im Vorfeld im Solarkataster informieren und mit den dort erstellten Berichten zu einer Beratung erscheinen“, so Rike Arff.

Hannover (pm). Am Mittwoch (20. Januar) startet das von Stadt und Region Hannover initiierte und finanzierte neue Vorhaben „Plan B – OK“. Es sieht eine befristete Unterbringung wohnungsloser Menschen kombiniert mit intensivierter sozialpädagogischer Beratung und Unterstützung vor. Ziel ist es, die Wohn- und Lebenssituation Wohnungsloser dauerhaft zu verbessern.

Das Projekt „Plan B – OK“ (OK steht für Orientierung und Klärung) richtet sich zunächst an alle Personen im Stadtgebiet Hannover ohne eigene Wohnung, die aufgrund von sozialen Schwierigkeiten nicht aus eigener Kraft aus ihrer Wohnungslosigkeit herausfinden können. Dazu werden die Menschen bis zu drei Monate untergebracht und in dieser Zeit intensiv persönlich betreut und von einer sozialpädagogischen Fachkraft dabei unterstützt, eine neue Lebensperspektive zu entwickeln.

„Mit dem neuen Vorhaben „Plan B – OK“ können wir gemeinsam mit der Region Hannover die Situation obdachloser Menschen in Hannover nachhaltig verbessern. Wir freuen uns, dass sich mit den Familien Niedergerke und Carstensen im Rahmen ihrer Stiftungen zudem Personen aus der Stadtgesellschaft engagieren und das Vorhaben mit einem Anteil finanziell unterstützen“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Unterbringung in Wohngemeinschaften mit Einzelzimmern

Für den Start des Modellprojektes stellt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) zunächst 21 Plätze in einem Mehrparteienhaus in Döhren zur Verfügung.  Die sozialpädagogische Beratung und Unterstützung der Bewohner*innen übernimmt aufgrund einer Leistungsvereinbarung mit der Region Hannover das Deutsche Rote Kreuz, Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH (DRK). Das Gebäude verfügt über insgesamt acht Wohnungen. Hiervon werden sieben Wohnungen für die Unterbringung genutzt, eine weitere Wohnung bietet Raum für die soziale Beratung und Unterstützung durch das DRK. Die Wohnungen verfügen über je drei Einzelzimmer und gemeinschaftlich zu nutzende Bäder und Küchen.

Die besondere Situation wohnungsloser Frauen wird berücksichtigt: Sie sollen einen gleichberechtigten Zugang zum Angebot und der Platzvergabe sowie einen abgetrennten Wohnbereich bekommen. Auch für Menschen mit einem ungeklärten Leistungs- oder Aufenthaltsstatus sind Plätze vorgesehen: Diese Menschen haben zunächst 30 Tage Zeit, gemeinsam mit den Sozialarbeiter*innen vor Ort ihren ausländer- und sozialrechtlichen Status zu klären und weitere Schritte zu planen.

 „Mit dem Modellprojekt „Plan B – OK“ schaffen wir eine sinnvolle Ergänzung zu dem bereits bestehenden städtischen Angebot in der Obdachlosenunterbringung. Die Bewohner*innen erhalten neben der Unterbringung in Wohnungen zudem die Möglichkeit, mit sozialer Unterstützung, den Weg weg von der Straße hinein in eine geregelte Wohn- und Lebenssituation zu finden. Eine Besonderheit ist, dass auch Plätze für Personen mit einem ungeklärten Leistungs- und Aufenthaltsstatus vorgesehen sind“, so Thomas Vielhaber, Baudezernent der Landeshauptstadt Hannover.

“Gemeinsam haben die Sozialverwaltungen der Landeshauptstadt und der Region das Konzept ‚Plan B – OK‘ entwickelt mit dem Ziel, wohnungslosen Menschen einen Weg aus ihrer Situation zu eröffnen. „Plan B – OK“ ist ganz bewusst kein Angebot, das darauf ausgelegt ist, Menschen dauerhaft aufzunehmen, sondern hat den Charakter einer Clearingstelle, die gemeinsam mit den Menschen daran arbeitet, die Situation der einzelnen dauerhaft zu verbessern und entsprechende Hilfsangebote macht. Mein Dank gilt der Landeshauptstadt, die hier in Döhren nun eine Immobilie zur Verfügung stellt, um das Konzept starten zu lassen“, sagt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

Finanzielle Unterstützung durch Niedergerke- und MUT-Stiftung

Die Landeshauptstadt Hannover plant für das Projekt – für die Immobilien und den Betrieb – Kosten in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro für drei Jahre ein. Die Region Hannover finanziert das sozialpädagogische Beratungs- und Unterstützungsangebot und übernimmt einen Teil der Unterbringungskosten. Insgesamt hat die Region dafür rund 600.000 Euro für die nächsten drei Jahre eingeplant.

Zudem unterstützen die Niedergerke-Stiftung des Ehepaars Ricarda und Udo Niedergerke sowie die MUT-Stiftung des Ehepaars Maria und Uwe Thomas Carstensen das Projekt mit einer Spende von 50.000 Euro.


Die sieben Wohnungen verfügen über je drei Einzelzimmer und gemeinschaftlich zu nutzende Bäder und Küchen. - © Carl-Marcus Müller

Insgesamt sind 21 Plätze vorhanden, jede untergebrachte Person bekommt ein Einzelzimmer. - © Carl-Marcus Müller

„Hocherfreut sind wir über das bürgerschaftliche Engagement der Stadtgesellschaft, deren Spendenbereitschaft bis zur Stunde anhält und uns erst die Möglichkeit gibt, uns in dieses tolle Projekt einzubringen mit stolzen 50.000 Euro“, so Ricarda Niedergerke. Udo Niedergerke ergänzt: „Menschen, die auf der Straße leben, sind vielfältig krank, körperlich und seelisch. Deshalb ist es unverzichtbar, dass sie betreut, begleitet und beschützt werden, wie es in diesem Projekt vorbildlich geschieht. Das ist für uns Ärzte eine Herzensangelegenheit.“

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt und der Region ein weiteres Angebot für Obdachlose zu realisieren. Damit verbinden wir die nachdrückliche Hoffnung, dass sich die prekäre Situation für Obdachlose vom Herbst 2020 nicht wiederholt, sondern von den politischen Gremien ein ganzjähriges Konzept der Unterbringung vorbereitet und umgesetzt wird: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“, so Maria und Uwe Thomas Carstens von der MUT-Stiftung.

Ausweitung des Projektes in Planung

Perspektivisch ist eine Ausweitung auf 70 Plätze in einer größeren Immobilie geplant. Hierzu hat die Landeshauptstadt, die für die Unterbringung von Obdachlosen zuständig ist, eine geeignete Immobilie in Aussicht. Der Anmietungsprozess läuft derzeit. Das Konzept soll in einer Erprobungsphase und mit einer Laufzeit von drei Jahren in der Landeshauptstadt Hannover umgesetzt werden. Ziel ist die Umsetzung als Regelangebot für wohnungslose Menschen in der gesamten Region Hannover.

Hannover (ots).

Zur Aufklärung eines Unfalls mit einer schwer verletzten Radfahrerin am Freitag, 15.01.2021, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Passanten haben die zunächst nicht ansprechbare und stark blutende Frau auf dem Boden liegend im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz gefunden. Sie selbst kann sich an nichts erinnern.

Nach Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover entdeckten mehrere Passanten die 43-Jährige am Freitagnachmittag gegen 16:40 Uhr auf einem Fahrradweg an der Pasteurallee in Richtung Mittellandkanal. Da die Frau nicht ansprechbar war und stark blutete, setzten die Zeugen einen Notruf ab und leisteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Ein Rettungswagen brachte die Verletzte in ein Krankenhaus. Nachdem sie dort wieder zu Bewusstsein gekommen war, konnte sich die Frau nicht an den Unfall erinnern.

Bei dem Unfallort handelt es sich um einen neben dem Gehweg geführten Radweg in Höhe der Ein- und Ausfahrt zu einem Grundstück. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist unklar, ob die Frau alleinbeteiligt zu Fall gekommen war oder es möglicherweise eine Kollision mit einer noch unbekannten Person oder einem Fahrzeug gegeben hat. Die Ersthelfer hatten die 43-Jährige erst bemerkt, als diese bereits am Boden lag.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon 0511 109-1888 zu melden. 

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