Log in

Hannover (pm). Heute Vormittag kam es im Gebäude I 3 der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu einem Austritt des Gefahrstoffes Osmiumtetroxid. Spezialkräfte der Feuerwehr bannten die Gefahr.

Gegen 10:40 Uhr ist einer Mitarbeiterin der MHH ein sogenanntes Braunglas mit Osmiumtetroxid aus der Hand gefallen. Dabei traten geringe Mengen des Stoffes aus. Kleidungsstücke kamen hierbei mit der Substanz in Berührung. Nachdem die Mitarbeiterin mittels einer Notdusche im Labor gereinigt wurde, kam sie vorsorglich in die Notaufnahme. Im Anschluss wurde die Feuerwehr durch die MHH alarmiert.

Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin einen Löschzug, Spezialkräfte für die ABC Gefahrenabwehr sowie den Rettungsdienst. Die Erkundung vor Ort bestätigte den Austritt des leicht flüchtigen und gesundheitsgefährdenden Stoff Osmiumtetroxid. Die Substanz wird als Kontrastmittel für die Elektronenmikroskopie eingesetzt. Nachdem der betroffene Bereich geräumt wurde, konnten die Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzügen in das Labor im ersten Obergeschoss vorgehen. Dort wurde die Substanz mit einem speziellen Vlies aufgenommen. Im Anschluss wurde die gebundene Chemikalie der MHH zur fachgerechten Entsorgung übergeben.

Eine Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt. Externe Lüftungsmaßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht notwendig, da das Labor über eine eigene Be- und Entlüftungsanlage verfügt.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 40 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen bis 13:00 Uhr im Einsatz.


Einsatz der Feuerwehr Gefahrstoffaustritt in der MHH. © Feuerwehr Hannover

HANNOVER.  Bestätigte und gemeldete Infektionszahlen für das Land Niedersachsen und die Region Hannover vom Dienstag, 23.09.2020. Es kann zwischen den Meldungen vom Land Niedersachsen und der Region Hannover zu meldebedingt unterschiedlichen Zahlen kommen.

Hannover (PM). Die Meldungen vom Land Niedersachsen für den 23.09.2020

19.198 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute – Mittwoch, 9 Uhr – in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden.

Insgesamt 678 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 16.490 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht einem Anteil von 85,9 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 195 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 158 Erwachsene auf Normalstationen, 34 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 14 Erwachsene, einer davon per ECMO, beatmet werden. Drei Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Fallzahlen der laborbestätigten COVID-19-Fälle in Niedersachsen
Fälle Verstorbene** Genesene*** 7-Tagesinzidenz
19198 678 16490 11
(+203*) (+8*) (+66*)  

 

Landkreise, kreisfreie Städte Gesamtzahl der Fälle Gesamt Inzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Fälle der letzten 7 Tage 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Todesfälle
Ammerland 220   176,2 3 2,4 5  
Aurich 196 (+1) 103,3 4 2,1 8  
Celle 289   161,4 11 6,1 15  
Cloppenburg 487 (+13) 285,3 88 51,6 1  
Cuxhaven 430 (+1) 217,1 12 6,1 21  
Diepholz 609 (+7) 280,5 30 13,8 27  
Emsland 692 (+9) 211,7 40 12,2 25  
Friesland 75 (+1) 76,0 13 13,2 2  
Gifhorn 242   137,1 5 2,8 5  
Goslar 303   222,3 10 7,3 27  
Göttingen 1443 (+1) 442,6 16 4,9 79  
Grafschaft Bentheim 293   213,6 3 2,2 18  
Hameln-Pyrmont 215 (+1) 144,7 10 6,7 7  
Harburg 765 (+17) 300,7 34 13,4 13  
Heidekreis 119   84,6 2 1,4 2  
Helmstedt 168   184,0 3 3,3 2  
Hildesheim 548 (+3) 198,7 28 10,2 9  
Holzminden 130   184,5 3 4,3 7  
Leer 232   135,9 22 12,9 6  
Lüchow-Dannenberg 45   93,0 2 4,1 3  
Lüneburg 227 (+1) 123,3 7 3,8 0  
Nienburg (Weser) 115   94,7 7 5,8 4  
Northeim 183 (+1) 138,3 2 1,5 5  
Oldenburg 454   346,9 17 13,0 14  
Osnabrück 1403 (+29) 391,8 47 13,1 67  
Osterholz 170 (+1) 149,2 3 2,6 0  
Peine 258 (+6) 191,4 21 15,6 12  
Rotenburg (Wümme) 240 (+11) 146,5 23 14,0 2  
Schaumburg 291   184,4 17 10,8 7  
Stade 345 (+4) 168,7 15 7,3 9  
Uelzen 96 (+1) 103,9 3 3,2 0  
Vechta 638 (+3) 446,7 17 11,9 13  
Verden 348 (+1) 253,8 2 1,5 8  
Wesermarsch 151 (+1) 170,5 10 11,3 5  
Wittmund 57 (+2) 100,1 3 5,3 0  
Wolfenbüttel 227 (+2) 189,8 7 5,9 14  
Hannover, Region 4071 (+38) 351,8 217 18,8 130 (+8)
Braunschweig, Stadt 456 (+9) 182,8 21 8,4 18  
Delmenhorst, Stadt 173   223,1 2 2,6 4  
Emden, Stadt 39 (+1) 78,1 2 4,0 0  
Oldenburg (Oldb), Stadt 271   160,3 24 14,2 2  
Osnabrück, Stadt 717 (+32) 433,9 42 25,4 18  
Salzgitter, Stadt 264 (+1) 253,1 16 15,3 10  
Wilhelmshaven, Stadt 54 (+1) 71,0 2 2,6 1  
Wolfsburg, Stadt 449 (+4) 361,0 9 7,2 53  
Niedersachsen gesamt 19198 (+203) 240,2 875 11,0 678 (+8)

 

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Es kann zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen.

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenübermittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten.

*Als Kriterium für die Meldung „genesen“ gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Hannover (PM). Die Meldungen von der Region Hannover für den 23.09.2020

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 4077 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 3465 Personen als genesen aufgeführt. 130 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 83 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 425 Menschen in der Region infiziert, davon befinden sich14 Personen im Krankenhaus.

Die Region Hannover überprüft regelmäßig ihre Statistiken zum Infektionsgeschehen. Im Zuge der Datenrevision musste die Zahl der Verstorbenen korrigiert werden. Derzeit sind 130 an oder mit Covid-19 Verstorbene in der Region Hannover erfasst. Ergänzt wurden Todesfälle aus der Vergangenheit. Die Datenrevision wird in dieser Woche fortgesetzt, sodass es zu weiteren Veränderungen unabhängig vom aktuellen Geschehen kommen kann.

Verteilung nach Alter (seit Beginn der Erfassung):

Alter Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
0 – 9 Jahre 185
10 – 19 Jahre 355
20 – 29 Jahre 754
30 – 39 Jahre 638
40 – 49 Jahre 659
50 – 59 Jahre 642
60 – 69 Jahre 290
70 – 79 Jahre 202
80+ Jahre 328
keine Angaben 24

 

Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
     
Barsinghausen 9 79
Burgdorf 5 79
Burgwedel 6 64
Garbsen 29 251
Gehrden 3 28
Hemmingen 4 54
Isernhagen 7 93
Laatzen 2 199
Landeshauptstadt Hannover 248 2107
Langenhagen 23 235
Lehrte 11 116
Neustadt 7 96
Pattensen 1 28
Ronnenberg 2 82
Seelze 14 141
Sehnde 3 58
Springe 2 82
Uetze 32 98
Wedemark 7 73
Wennigsen 0 29
Wunstorf 10 85

 

Verteilung nach Geschlecht

Männer                     51 Prozent

Frauen                      49 Prozent

Region Hannover (pm). Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben viele Vereine an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit gebracht. Ab sofort können Vereine, die durch Corona in Not geraten sind, bei der Region Hannover sogenannte Billigkeitsleistungen beantragen – dabei handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Einmalzuschuss.

Die Regionsversammlung hat am Dienstag, 22. September 2020, eine entsprechende Richtlinie zur Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen beschlossen. Mit der Richtlinie hat die Regionsverwaltung einen entsprechenden politischen Auftrag aus dem Juni 2020 umgesetzt. Insgesamt stehen 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Zuschüsse sind explizit für ehrenamtliche Organisationen gedacht, die die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren bekommen haben, etwa weil Einnahmen weggebrochen sind, während die finanziellen Verpflichtungen weiterliefen. Die Billigkeitsleistungen beziehen sich auf tatsächlich entstandene Kosten zwischen dem 15. März 2020 und dem 31. August 2020. Personalkosten oder der Ausfall von Spenden werden nicht ersetzt. Maximal werden pro Antragsteller 10.000 Euro gewährt.

Antragsteller müssen drei Voraussetzungen erfüllen: Der Verein muss mindestens seit dem 1. März 2020 seinen Sitz in der Region Hannover haben. Er darf ausschließlich einen gemeinnützigen Zweck verfolgen. Er muss nachweislich infolge der Covid-19-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sein; die Schieflage darf nicht bereits vor dem 15. März 2020 bestanden haben. Privatpersonen und Vereine, die gerade gegründet werden oder sich auflösen, erhalten keinen Zuschuss.

Das Antragsformular steht ab sofort auf www.hannover.de/corona-zuschuss-vereine zur Verfügung. Der Antrag muss inklusive der geforderten Anlagen per Post an Region Hannover, Team Gremien und Repräsentation, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover, gesendet werden.

Folgende Dokumente müssen Antragsteller beifügen:

  • Nachweise über die Liquidität (z.B. Kontoauszüge, Kopie von Sparbüchern)
  • Aufstellung der Haushaltspläne der Jahre 2019 und eventuell vorheriger Jahre
  • Kassenberichte
  • Nachweise der tatsächlich durch die Corona-Pandemie und entsprechende Maßnahmen entstandenen Kosten und Mehraufwendungen
  • Belege für Veranstaltungsabsagen
  • Erklärung und Nachweise über beantragte weitere Förderungen und gegebenenfalls deren Ausschöpfung
  • Vereinssatzung

Die Antragsfrist endet am 30. November 2020.

Mittwoch, 23 September 2020 12:36

Pflege zu Hause – aber richtig

Hannover (pm). Aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus folgenden Regelungen übernehmen derzeit noch mehr Menschen als bisher Aufgaben und Tätigkeiten rund um die Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen, oftmals ohne tiefer gehende Vorbereitung und Kenntnisse.

Die Johanniter Unfall-Hilfe bietet auf der Plattform johanniter-pflegecoach.de kostenlose Online-Pflegekurse an, die allen Pflegenden und Interessierten offenstehen. „Wir erleben seit einigen Wochen eine verstärkte Nachfrage an den beiden Kursen ‚Grundlagen der häuslichen Pflege‘ sowie ‚Alzheimer & Demenz‘“, sagt Angela Weick, Fachbereichsleiterin Pflege bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen und Bremen. Aufgrund der besonderen Situation der Corona-Pandemie wurde das Kursangebot nun um vertiefende Module zu den Themen „Quarantäne und Isolation“ sowie „Hygienemaßnahmen“ ergänzt.

Die Serie „Pflege zu Hause – aber richtig“ stellt ausgewählte Inhalte der Kurse vor. Über redaktionelle Berücksichtigung würden wir uns sehr freuen. Die Themen im Überblick:

  • Pflege zu Hause – allgemeine Tipps
  • Corona-Special: Quarantäne- und Hygienemaßnahmen
  • Schwerpunkt Demenz in der Corona-Pandemie
  • Rückenschonend pflegen
  • Essen und Trinken in der Pflege
  • Selbstfürsorge: Kraft tanken für die Pflege
  • Druckstellen vermeiden, Thromboserisiko senken

Der Johanniter-Pflegecoach: Online pflegen lernen

Die Johanniter bieten ab sofort einen weiteren Baustein zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen: kostenlose Online-Pflegekurse durch den Johanniter Pflegecoach.

Das kostenlose Online-Kursprogramm steht allen Interessierten unter johanniter-pflegecoach.de nach einer einmaligen Registrierung offen. Es umfasst die vier Bereiche „Grundlagen der häuslichen Pflege“, „Alzheimer und Demenz“, „Wohnen und Pflege im Alter“ sowie „Rechtliche Vorsorge für den Ernstfall“. Aufgrund der besonderen Situation der Corona-Pandemie wurden kurzfristig vertiefende Module zu den Themen „Quarantäne und Isolation“ sowie Hygienemaßnahmen ergänzt, die für registrierte Nutzer per Direktlink abrufbar sind: Modul Quarantäne - https://johanniter-pflegecoach.de/module/quarantaene; Modul Hygiene - https://johanniter-pflegecoach.de/module/hygiene. Spezielle Corona-Informationen gibt es auch auf unserer Homepage johanniter.de mit der Sonderseite Risikogruppe Großeltern.

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.johanniter.de

Region Hannover (pm). Kein Haushalt wie jeder andere: Die Budgetplanung der Region Hannover für 2021 steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und ihrer Folgekosten – und ist mit vielen Fragezeichen versehen. „Bislang ist der wirtschaftliche Einbruch noch nicht so stark spürbar wie im Frühjahr befürchtet. Aber die weitere Entwicklung ist nach wie vor schwer einzuschätzen“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau, der den Haushaltsplanentwurf am Dienstag, 22. September, gemeinsam mit Finanzdezernentin Andrea Fischer in der Regionsversammlung vorstellte.

Insgesamt umfasst das Budget für 2021 rund 2,3 Milliarden Euro. Erstmals seit 2012 legt die Verwaltung allerdings keinen in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichenen Haushalt vor. In der derzeitigen Planung steht unter dem Strich ein Defizit von 130 Millionen Euro. Die Hebesätze für die Regionsumlage bleiben gleich, allerdings sind die Einnahmen aus dieser Umlage aufgrund der Einbrüche der Einnahmen der Städte und Gemeinden mit 745 Millionen Euro niedriger angesetzt als für das laufende Jahr. Deutlich höher als im Vorjahr sind die Erstattung der Kosten der Unterkunft (KdU) durch den Bund angesetzt: mit 201 Millionen Euro. Die Bundesregierung hatte angekündigt, durch höhere Zuschüsse zu den KdU die Kommunen in der Corona-Krise entlasten zu wollen. „Das ist eine echte Hilfe, sagte Regionspräsident Jagau während der Haushaltseinbringung. „Wir gehen aber auch davon aus, dass wir an dieser Stelle deutlich höhere Aufwendungen haben werden.“

Mit mehr als 1,5 Milliarden Euro entfallen rund zwei Drittel der Aufwendungen auf die Bereiche Soziales (864 Millionen Euro), Teilhabe (412 Millionen Euro) und Jugend (266 Millionen Euro). Für den Bereich Verkehr sind für 2021 364 Millionen Euro eingeplant, für Schulen 94 Millionen Euro. Bei den Investitionen sind die der Bereich Verkehr mit 31,5 Millionen Euro und die Krankenhausumlage mit 22,5 Millionen Euro wichtigsten Ausgabeblöcke, gefolgt von Investitionen in das Klinikum Region Hannover (14,9 Millionen) und in die Schulen (14.2 Millionen Euro).

Inhaltlich benannte Jagau fünf Arbeitsschwerpunkte für 2021: Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche fördern, zukunftssichernde Regionalentwicklung, Klimaschutz und Verkehrswende, nachhaltige Finanzpolitik sowie Verwaltungsmodernisierung. Unter anderem sind 6,8 Millionen Euro als Baukostenförderung für Kitas eingeplant, 6,3 Millionen Euro fließen in die Arbeit der Familien- und Erziehungsberatungsstellen. Die Einführung von On-Demand-Verkehren in der Region Hannover ist mit 11,5 Millionen Euro über einen Zeittraum von 3,5 Jahren eingeplant. Neben der Jugendnetzkarte für den Großraumverkehr Hannover, die künftig auch für Auszubildende gilt und die mit 11 Millionen Euro im Jahr zu Buche schlägt, ist nun auch die Einführung einer Seniorennetzkarte geplant – Kostenpunkt: 3 Millionen Euro. Die Wohnbauinitiative soll 2021 weiterentwickelt werden, unter anderem mit einem neu konzeptionierten Wohnraumförderprogramm, um Anreize für den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu schaffen. Hierfür stehen 13 Millionen Euro im Haushaltsplan. Das regionale Radverkehrsnetz soll weiter ausgebaut werden, 14 Millionen Euro sind hierfür insgesamt veranschlagt.

Finanzdezernentin Andrea Fischer unterstrich, dass die Verwaltung zwar für 2021 mit einem Defizit plant, die mittelfristige Planung aber einen positiven Trend aufweise. „Die Corona-Folgen sind, soweit es geht, berücksichtigt. Es liegt auf der Hand, dass einige wesentliche Annahmen mit deutlich höherer Unsicherheit behaftet sind als in anderen Jahren üblich ist.“ Für die Zukunft hob Fischer die unsichere Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen bei den Verkehrsbetrieben und den erwarteten Anstieg von Bedarfsgemeinschaften aus dem SGB II hervor.

Seite 3 von 167