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Hannover (pm). Erneut ist heute (03.12.2020) ein Flug aus Griechenland mit behandlungsbedürftigen Flüchtlingskindern und ihren Familienangehörigen sowie unbegleiteten Minderjährigen auf dem Flughafen Hannover eingetroffen. An Bord der Maschine aus Athen waren insgesamt 99 Personen - aus der Gruppe der behandlungsbedürftigen Kinder mit Familienangehörigen 86 Personen sowie weitere 13 Personen aus der Gruppe der unbegleiteten Minderjährigen. Damit ist die vom Bund zugesagte Aufnahme von 150 unbegleiteten Minderjährigen abgeschlossen.

„Ich freue mich, dass es wir ein erstes Etappenziel erreicht haben und besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche aus ihrer elenden Lage herausholen konnten", sagte der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius. „Mein Dank gilt allen beteiligten Behörden und Stellen, die dies unter den besonderen Bedingungen und Herausforderungen der Corona-Pandemie ermöglicht haben. Wir müssen allerdings bereits heute darüber sprechen, inwiefern die Flüchtlingslage weitere humanitäre Programme erfordert. In der EU und in Deutschland."

Die angekommenen Menschen werden in einem eingespielten Verfahren auf mehrere Bundesländer verteilt. Niedersachsen übernimmt bei diesem Transfer 4 Personen aus der Gruppe der behandlungsbedürftigen Kinder und ihren Familienangehörigen. Es handelt sich um eine Familie aus Afghanistan, die zunächst in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen aufgenommen wird.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius setzt sich seit seinem Besuch des inzwischen abgebrannten Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos im Herbst 2019 für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Kinder ein. In der Folge hat Deutschland in enger Absprache mit den Bundesländern sowie den internationalen und europäischen Institutionen (IOM, UNHCR, EASO) bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres begonnen, zunächst unbegleitete Minderjährige, dann behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Familienangehörigen aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland auszufliegen. Nach dem Brand von Moria hatte die Bundesregierung entschieden, in einem dritten Schritt ein Kontingent von bereits in Griechenland als schutzbedürftig anerkannten Personen in Deutschland aufzunehmen.

Langenhagen (pm).

Gemeinschaftlicher Ladendiebstahl

In einem Supermarkt an der Hans-Böckler-Straße wurden drei männliche Täter (39, 46 und 52 Jahre alt), von einem Ladendetektiv beim Diebstahl beobachtet. Sie verstauten drei Wodka-Flaschen in einem mitgebrachten Rucksack und hatten diese an der Kasse dann nicht bezahlt. Nach passieren des Kassenbereichs wurden die Beschuldigten durch den Ladendetektiv gestellt. Die hinzugerufene Polizei nahm zwei der drei Täter fest. Diese wurden dann, zur Durchführung eines beschleunigten Verfahrens, dem Richter vorgeführt.

Langenhagen (pm). Die Corona-Pandemie ist für viele eine große Belastung – und sie trifft einige Menschengruppen noch mehr als andere: Angehörige von Risikogruppen müssen ganz besonders aufpassen, sich nicht anzustecken, denn die Gefahr eines schweren Verlaufs ist hoch.

Zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ruft der Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Langenhagen deshalb eindringlich dazu auf, Rücksicht zu nehmen und die Regeln zu befolgen. „Menschen mit Behinderungen sind besonders hart von Corona betroffen, da sie überdurchschnittlich oft zu Risikogruppen gehören und oftmals schwere Vorerkrankungen haben“, sagt Astrid Schubart, Vorsitzende des Beirates. Aber nicht nur das ist ein Problem: Wer in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet, kann meistens  nicht ins Homeoffice. Für Kinder mit Förderbedarf ist digitaler Unterricht kaum möglich und blinde und geistig eingeschränkte Menschen haben Schwierigkeiten bei der Abstandsregel. Psychisch Erkrankte, die alleine leben, können Angebote für sie nicht mehr wahrnehmen und fühlen sich isoliert und die Ängste, dass Betreuer und Assistenzen erkranken, sind allgegenwärtig. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die geltenden Regeln beachten, um die Pandemie so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen“, fasst Schubart die Situation zusammen.

In Niedersachsen hat fast jeder 11. Mensch einen gültigen Schwerbehindertenausweis und  die Tendenz ist steigend, nicht zuletzt durch die immer größere werdende Zahl älterer Menschen. Sichtbar sind Menschen im Rollstuhl oder  mit Down-Syndrom. Aber viele Behinderungen, wie zum Beispiel psychische Beeinträchtigungen, kann man auf den ersten Blick und auch auf den zweiten nicht erkennen. So machen Menschen mit Behinderungen  einen größeren Teil der Bevölkerung aus, als vielfach angenommen wird.

Eine größere Aktion kann aufgrund der Umstände in diesem Jahr leider nicht stattfinden, deshalb starten die Beiratsmitglieder diesen Foto-Aufruf und appellieren an die Vernunft: Maske tragen, Abstand halten – auch in der gemütlichen Weihnachtszeit. 

Der Slogan „Nichts über uns ohne uns“ hat seine Wurzeln Anfang der 80er Jahre in der internationalen Behindertenbewegung und nach diesem Motto arbeitet auch der Beirat für Menschen mit Behinderungen. So engagiert er sich im Rahmen seiner Tätigkeit seit 2018 für viele Bereiche, wie Barrierefreiheit   und inklusive Bildung. Der Beirat nimmt Anregungen aus der Bevölkerung auf und leitet sie als Anträge für den Rat der Stadt oder direkt an die Verwaltung weiter.

Hannover (pm). Die ÜSTRA bereitet einen Generationswechsel der stationären Fahrkartenautomaten vor. In den kommenden Jahren sollen 312 neue Fahrkartenautomaten für die Stadtbahnhaltestellen und –stationen angeschafft werden. Dazu startete das hannoversche Verkehrsunternehmen nun eine Ausschreibung.

Die bisherigen Automaten sind seit 2007 im Einsatz. Inzwischen sind die Instandhaltungsintervalle für die 13 Jahre alten Geräte gestiegen und zahlreiche Ersatzteile nicht mehr erhältlich. Die neuen Automaten werden technisch auf dem neusten Stand sein und weitere Funktionen als die bisherigen Geräte anbieten. Die geplanten Kosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 6,3 Mio. Euro.

Zukünftig drei verschiedene Automatentypen

Die 312 anzuschaffenden Geräte teilen sich auf drei verschiedene Modelle auf. Zwei Automatentypen werden in ihrer Form und Größe den aktuellen Geräten ähneln, um die bestehenden Betonsockel an den Haltestellen weiterhin verwenden zu können. Diese Typen unterscheiden sich lediglich in den Zahlungsfunktionen. Ein Automat akzeptiert weiterhin Bargeld. Bei dem zweiten Automatentyp wird ausschließlich die  bargeldlose Bezahlung möglich sein. Als dritte Automaten-Variante wird es in den Tunnelstationen zusätzliche Service-Automaten mit einem großen Touchscreen geben, die neben dem ebenfalls bargeldlosen Fahrkartenkauf über weitere Funktionen und Informationen rund um Mobilität und Aktivitäten in Hannover verfügen. Größtenteils werden Automaten beschafft, die weiterhin Bargeld akzeptieren und an denen ebenfalls Kartenzahlung möglich ist. Der Anteil an Geräten, an denen ausschließlich bargeldlose Bezahlung möglich ist, wird allerdings zunehmen. In erster Linie reagiert die ÜSTRA damit auf die gesellschaftliche Entwicklung, verstärkt bargeldlose Zahlungsweisen einzusetzen. Zudem sind bei den ausschließlich bargeldlosen Automaten sowohl der Wartungsaufwand als auch die Anschaffungskosten geringer.

Die konkrete Ausgestaltung der neuen Automatengeneration wird im weiteren Projektverlauf entwickelt. Zunächst wird in der Ausschreibung die Herstellerfrage für die neuen Automaten geklärt. Anschließend folgen die Entwicklung eines Prototyps sowie ein entsprechender Feldtest. Die Serienlieferung der neuen Automaten ist ab Winter 2021/2022 geplant.

Hannover (pm). Hannover 96 versorgt in diesem Dezember mit seiner sozialen Initiative 96plus täglich öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen mit individuellen Hilfspaketen. Im Rahmen des „96plus-Adventskalenders“ werden in der Zeit bis Weihnachten Wohnungslosenunterkünfte, Schulen, Flüchtlingsheime und ein Hospiz unterstützt –vor allem mit wärmenden Decken.

„Anfangs ging es um 60 Decken –jetzt werden es über 2.000“, sagt Juri Sladkov, der bei Hannover 96 die Verantwortung für das soziale Engagement trägt. Eine Lehrerin der Oststadtschule in Wunstorf hatte vor einigen Wochen den Kontakt zu 96plus gesucht, um nach einer Deckenspende zu fragen –schließlich müssen die Schülerinnen und Schüler zurzeit coronabedingt bei offenem Fenster unterrichtet werden.

Daraus ist die Idee entstanden, flächendeckend Schulen sowie Einrichtungen der Flüchtlings-, Obdachlosen-und Behindertenhilfe mit wärmenden Fleecedecken und weiteren auf die Bedürfnisse der jeweiligen Empfänger angepassten Überraschungen zu versorgen. Insgesamt 2.200 Decken verteilt 96plus gemeinsam mit seinem Hauptpartner, dem Unternehmen Clarios, in diesem Dezember in Form eines sozialen Adventskalenders: Die Aktion läuft täglich vom 1. bis 24. Dezember.

„Wir sammeln viele Kilometer, um die Menschen zu unterstützen“, berichtet Sladkov. „Jede Einrichtung bekommt ein Paket, das auf ihren individuellen Bedarf angepasst ist.“ Mit seinem Team wird er in der Stadt und gesamten Region Hannover unterwegs sein. Eine Fahrt führt die 96plus-Crew sogar nach Hameln. Angesteuert werden etwa die IGS Linden, die Notschlafstelle „Alter Flughafen“ für Wohnungslose oder das Hospiz Luise. Mit im Gepäck sind natürlich auch immer zahlreiche 96-Fanartikel wie Schals, Mützen und unterschriebene Bälle.

Der Auftakttermin fand am Dienstag in der Oststadtschule Wunstorf statt, auf deren Initiative die Idee zum 96plus-Adventskalender geboren wurde. Auch Clarios-Geschäftsführer Dr. Christian Rosenkranz ließ es sich nicht nehmen, die Übergabe tatkräftig zu begleiten. Überreicht wurde neben den dringend benötigten Decken auch ein Paket, bestehend aus Brotdosen, College-Blöcken und natürlich reichlich Schokolade.

Der 96plus-Adventskalender ist Teil der diesjährigen Weihnachtsaktionen der Roten. Sie sind unter dem Motto #NiemalsAlleinACHTEN gebündelt–verbunden mit dem Aufruf an alle Fans, gerade in dieser Zeit des Jahres aufeinander zu achten und zu schauen, wie man anderen Menschen eine Freude schenken kann.

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