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HANNOVER. Auf einer Grabelandparzelle in Mittelfeld hat sich der Motoradclub „Die Einheit – Deutschland“ angesiedelt. Ende September besuchten einige Mitglieder des Bezirksrates Döhren-Wülfel die Biker, um sich vor Ort über den Verein zu informieren. Seit drei Jahren haben die Motoradfreunde dort ihr „Hauptquartier“ und haben schon große Teile des angepachteten Geländes vom von Vorbesitzern hinterlassenen Abfall befreit. Die Vertreter der Politik wurden herzlich empfangen. Wer sich über den Club informieren will oder Fragen hat, so wurde gegenüber den Bürgervertretern betont, der könne sich immer an den Club wenden.

HANNOVER. Döhren-Wülfels Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabi Jakob (CDU) und die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) mussten zusammen auf die Waage steigen. Beim Kartoffelfest des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) heute Nachmittag (24. September) im Nachbarschaftstreff Mittelfeld wurden beide Politikerinnen in Kartoffeln aufgewogen. Die Kartoffelsäcke gingen dann als Spende an die örtliche Lebensmittelausgabe der DRK im Stadtteil.

Gabriele Jakob bedankte sich für die Spende. „Es gibt einen großen Bedarf“, sagte sie. Jakob weiß, wovon sie spricht. Sie selbst hilft ehrenamtlich bei der Lebensmittelausgabe mit. Auch Doris Schröder-Köpf bestätigte die Aussagen, wie sie auf ihren Reisen durch Niedersachsen selbst immer wieder feststellen musste.

Die Besucher des Festes konnten sich für drei Euro ebenfalls einen Kartoffelsack mit nach Hause nehmen und vor Ort leckere Kartoffelpuffer mit Apfelmus probieren. Fleißige Damen vom SoVD brutzelten die flachen Scheiben direkt frisch vor Ort.


hier werden fleißg Kartoffelpuffer gebrutzelt

Vize-Bezirksbürgermeisetrin Gabi Jakob überbringt die Grüße des Bezirksrates

HANNOVER. Ein Vermieter lud alle seine Mieter ein: Das Unternehmen Gundlach feierte am kalendarischen Herbstanfang auf der Straße vor seinen Häusern auf dem Edisonweg (Seelhorst) ein Klimafest. Es gab leckeres Eis, ebenso leckeren Kaffee, vegane „Döner“taschen, Kinderspiele und viel Informationen. Hintergrund: Die Firma plant Modernisierungsmaßnahmen an seinen Häuser. „Ziel ist eine Modernisierung, die unserer Verantwortung für den Klimaschutz, für bezahlbares Wohnen und für eine hohe Wohnqualität gerecht wird. Das beinhaltet erstens die Verringerung des Energieverbrauchs durch die Nutzung Erneuerbarer Energien und zweitens die Gestaltung der Außenanlagen sowie der Frei- und Verkehrsflächen“, heißt es in der Einladung.

Gundlach-Geschäftsführerin Nadine Otto erläuterte an einem Schaubild die im Unternehmen diskutierten Vorstellungen. Neben der Sanierung der bestehenden Wohnungen (alle Mieter sollen dort wohnen bleiben können) ist eine Aufstockung der Häuser geplant. Derzeit ist ein zusätzliches viertes Geschoß im Gespräch. „Wegen der Statik soll es überwiegend in Holzbauweise entstehen“, erkläret sie.  Auf den dann neuen Dächern, die bedeutend flacher ausfallen werden, soll dann über eine Photovoltaik-Anlage Strom erzeugt werden. Neben Vertretern aus SPD und den Grünen schaute aus dem Bezirksrat Döhren-Wülfel auch Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner vorbei und ließ sich über die Pläne von Gundlach informieren.

Einfach so bauen kann Gundlach aber nicht. Dafür müsste erst ein neuer Bebauungsplan verabschiedet werden. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel wird also mitdiskutieren dürfen. Am Nachmittag des 23. Septembers konntenaber erst einmal die jetzigen Mieter diskutieren und Fragen stellen. Aufgelockert wurden die Fragerunden dabei durch Poetry-Slammer Tobias Kunze. 


Diskussionsrunde auf der Straße

Hier gab es leckeres Eis

Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner (r.) informierte sich

Poetry Slam mit Tobias Kunte

Alles vorbereitet zur Diskussion

HANNOVER. Nun gibt es auch eine offizielle Stellungnahme der SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel zur Südschnellweg-Diskussion. Etwas versteckt auf der Homepage des örtlichen SPD-Ortsvereines stellen die sozialdemokratischen Politiker klar, dass sie die Ausbaupläne für die Verkehrsverbindung zwischen Döhren und Ricklingen so wie im gültigen Planfeststellungsbeschluss abgesegnet, weiterhin befürworten. Sie bleiben damit auf der schon in früheren Sitzungen des Bezirksrates vertretenen Linie.

Einige führende Genossen der hannoverschen SPD, wie etwa der Regionspräsident Steffen Krach und der hannoversche SPD-Chef und Bundestagsabgeordneter Adis Ahmetovic hatten angesichts von Äußerungen seitens der Grünen plötzlich das beschlossene Projekt wieder in Frage gestellt. Ahmetovic äußerte als Stadtverbandsvorsitzender gegenüber einer hannoverschen Tageszeitung sogar, dass „dass seine Partei „alles versuche“, um das Projekt zu stoppen“.

 Zu dem betreffenden Beitrag auf der Homepage des SPD-Ortsvereins geht es hier:

https://spd-doehren-wuelfel.de/meldungen/faktencheck-der-landesbehoerde-fuer-den-strassenbau-sachliche-argumente-statt-stimmungsmache

 

Kommentar

Es wurde Zeit, dass sich die örtlichen Politiker aus Döhren-Wülfel, zu Wort meldeten.

Ein In-Frage-Stellen dier geplanten Schnellweg-Sanierung könnte zu erheblichen Nachteilen für den Stadtteil Döhren führen. Die geforderte Neu-Planung des Südschnellweges im Bereich der Südlichen Leineaue würde zwangsläufig dazu führen, dass die gesamte Planung einschließlich der Planfeststellungsverfahrens von vorn beginnen muss. Denn der Tunnel und die weitere oberirdische Führung des Schnellweges sind aufeinander abgestimmt. Jede Verzögerung würde daher die Tunnellösung im Bereich Döhrens gefährden. Die Anwohner der Willmerstraße müssen schon seit über 60 Jahren mit der stark belastete Schnellwegfahrbahn direkt vor ihren Wohnungsfenstern leben. Nur die vorgesehene Führung des Schnellweges in einem Tunnel kann die Lebensqualität der Menschen in Döhren wieder erhöhen.

Zudem besteht bei einem Stopp des Vorhabens die Gefahr, dass die vorhandenen maroden Schnellwegbrücken zumindest für den Lastkraftwagenverkehr gesperrt werden müssen. Die LKWs müssten sich dann durch die Wohnstraßen von Döhren quälen. Dies bedeutet weitere Belastungen der Döhrener mit Verkehrsabgasen und Lärm.

Selbstverständlich ist es um jeden einzelnen Baum in der Leineaue schade, der gefällt werden muss. Fakt ist jedoch, dass unabhängig von der geplanten Breite des späteren Schnellweges die Bäume weichen müssen. Denn nur so lassen sich die erforderlichen Baustellenflächen und ihre Zufahrten einrichten. Ein geforderter engerer Querschnitt des Schnellweges würde deshalb nicht dazu führen, dass der derzeitige Baumbestand im Umfeld der Straße erhalten bleibt.

Überdies ist der derzeitige Querschnitt zu eng, um im Ernstfall ein schnelles Vorankommen von Rettungsfahrzeugen zu ermöglichen. Die kritisierten Planungen entsprechend nicht nur den gesetzlichen Vorgaben, sie sind auch in diesem Umfang zur Rettung von Menschenleben erforderlich.

Die niedersächsische Straßenbauverwaltung hat über viele Jahre hinweg eine vorbildliche Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die jetzigen Kritiker hatten die Möglichkeit gehabt, ihre Bedenken und Überlegungen einzubringen. Sie haben diese Möglichkeit nicht genutzt.  Auch die Landeshauptstadt Hannover unter dem Oberbürgermeister Belit Onay hat in ihrer Stellungnahme seinerzeit keine entsprechenden Einwände erhoben. Jetzt im Nachhinein sich gegen die Sanierungspläne zu positionieren und zu versuchen, auf den längst abgefahrenen Zug aufzuspringen, stellt reinen Populismus dar.

HANNOVER. „… zwei, drei, Luft!“ Nach diesem Kommando begann ein ungewöhnliches Konzert. Im hannoverschen Flachland ertönten Alphörner. Genauer: im idyllischen Garten der Familie Kreipe in der Bernwardstraße. Die Albhornbläser traten im Rahmen des diesjährigen Döhrener Kulturspazierganges auf. Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause startete das über die Grenzen des Stadtteils hinaus bekannte Kultereignis wieder mit einem vollen Wochenendprogramm. Am heutigen Sonntag ging nun das Döhrener Kulturlustwandeln in seine zweite Runde.

Am frühen Nachmittag spielte sogar der Wettergott mit. Es war kalt, blieb jedoch zunächst trocken und manchmal brach sogar die Sonne durch die Wolken hindurch. Bei 17 verschiedenen Tourenzielen verteilt im Stadtteil konnte die Besucher nun in Kunst und Kultur der Döhrener hineinschnuppern.

Eine der Programmpunkte war der Hinterhofgarten in der Bernwardstraße. Allein die grüne Oase selbst lohnte einen Besuch. Neben den Albhornbläsern der Gruppe „Alpha“ spielte und sang das Duo „American Folk Rivival“ traditionelle amerikanische Folkmusik; Anke Fabré brachte zudem „Gedichte für die Seele“ mit. Keine fünf Meter entfernt, leider nicht direkt zu erreichen, ging es im Nachbargarten der Querstraße afrikanisch zu. Derweil stellten emsige Hände auf dem Fiedelerplatz ein Zelt und die Tontechnik für die Musiker auf und Bierzeltgarnituren warteten auf die Gäste zum abschließenden Kulturpicknick.

Der – nach einem Regenguss – wieder trockene Fiedelerplatz wurde erfüllt von den Rhythmen „Blues in the box“. Organisiert wurde das tolle Programm in ehrenamtlicher Arbeit von den Mitgliedern der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld. Die 1. Vorsitzende der Kulturinitiative, Maria Hesse, bedankte sich bei den Organisatoren, stellvertretend bekamen Lore Blanc sowie Adele Himstedt als „Dankeschön“ einen Blumenstrauß überreicht. Bunte, blumige Grüße hatte Maria Hesse aber auch für ein Geburtstagskind dabei. Die Bezirksratsfrau der Grünen, Claudia Meier, feierte an diesem Tag beim Kulturpicknick ihren Geburtstag. Da wurde auch noch schnell „Happy Birthday“ angestimmt.

 


Albhornklänge in Döhren

Auch ein Gartenshclauch und ein Trichter können als "Alphorn" funktionieren

Idyllisch: Hinterhausgarten in der Berwanrdstraße

Maria Hesse blickt auf das Kulturlustwandeln 2022 zurück.

Claudia Meier (l.) bekommt zum Geburtstag einen Blumenstrauß

Hier gab es etwas "Trinkbares"

Dankeschön an Lore Blanc

Blues in the box

Dankeschön an Adele Himstedt

Blues in the box

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