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Samstag, 16 November 2019 14:15

Hannovers Narren stürmten das Rathaus

HANNOVER. Nicht im Ratssaal, sondern ausnahmsweise in der großen Eingangshalle des Neuen Rathauses von Hannover ging es am heutigen Vormittag (16. November) ziemlich  närrisch zu. Die Jecken der Landeshauptstadt stürmten den Amtssitz der Stadtväter, proklamierten ihre Lieblichkeit Stephanie I. und seine Tollität Andreas I. als neue Herrscher des Frohsinns. Bei so viel „Helau“ und „Alaaf“ kapitulierte 1. Bürgermeister Thomas Hermann, rückte den Stadtschlüssel heraus und übergab ihn an das Prinzenpaar der Karnevalssession 2019/2020.

 Er überreiche gerne den Stadtschlüssel, meinte Thomas Herrmann, denn hinter der Narretei  stecke oft Weisheit. Eine kleine Spitze konnte sich Bürgermeister Hermann indes nicht verkneifen. Hannover sei ja so manchmal der Zeit voraus, beim Karneval aber hinke es hinterher, sagte er. Im Rheinland startete die fröhliche Zeit bekanntlich schon am 11.11., Hannover zog nun fünf Tage später nach.

 Dem neuen Prinzenpaar steht auch ein Kinderprinz zur Seite. Korbinian I. (11 Jahre) soll beim Hannoverschen Nachwuchs für gute Laune sorgen. Doch der kleine Prinz steht alleine da. Eine Prinzessin gibt es in diesem Jahr nicht.

 Vor 44. Jahren war Karnevalsprinz Andreas schon einmal närrische Majestät. Damals wurde er zum Kinderprinz Karneval von Hannover gekürt.


Ronny Jackson vom Komitee Hannoverscher Karneval gibt dne Startschuss zur Session 2019/20

Karnevalsauftakt in Hannover

Das Prinzenpaar wird erwartet

Tanz der Prinzenehrengarde

Das neue Prinzenpaar

Mitglieder der Funkenartillerie Blau-Weiß aus Döhren

Die Prinzenehrengarde

1. Bürgermeister Thomas Hermann mit dem Stadtschlüssel

Einzug der Narren in das Rathaus

Thomas Hermann erwartet das Prinzenpaar

Einzug der Narren in das Rathaus

Einzug der Narren in das Rathaus

Das neue Prinzenpaar

Prinzessin Stefanie I.

Prinz Karneval Andreas I.

Funkenartillerie Blau-Weiß

Das Prinzenpaar zieht ein

Das hannoversche Prinzenpaar

Kindermariechen

Ihre Lieblickeit Stefanie I.

Die Prinzenehrengarde

HANNOVER. Hoher Besuch im Freizeitheim Döhren an der Wollebahn. Niedersachsens  Innenminister Boris Pistorius kam gestern Abend (13. November) zu einer Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Döhren-Wülfel. Die Ankündigung des prominenten Gastes sorgte für eine rege Teilnahme der Mitglieder. Der größte Raum des Stadteiltreffs war gut gefüllt.

 Als er das Mitgliedertreffen vorbereitete, habe er noch gehofft, den Wahlsieg um den neuen Oberbürgermeister feiern und Boris Pistorius in der Endrunde im Wettbewerb um den Vorsitz der Bundes-SPD zu sehen, sagte Ortsvereinschef Angelo Alter in seinen einleitenden Worten. Aus beiden Zeilen ist nichts geworden. Die Genossen aus Döhren-Wülfel diskutieren nun über  Ursachen und wie es am besten weiter gehen könne.

 Dass es nicht zur Stichwahl um den Vorsitz der Gesamtpartei reichte, damit, so Boris Pistorius, „kann ich gut leben.“ Er gab allerdings zu, erst geschockt gewesen zu sein. Dann habe er jedoch gesehen, dass die Stimmenunterschiede zu den beiden Spitzen-Teams im Kandidatenrennen gar nicht mal so groß gewesen sind. Pistorius lobte den pfleglichen Umgang aller Kandidaten miteinander. „Das war sehr fair“, kommentierte er.

 Was sagt Boris Pistorius zur derzeitigen Situation der Sozialdemokratie? „Uns ist die Leidenschaft abhandengekommen“, meint er, und: „Wer reden unsere Erfolge in der Großen Koalition selbst klein.“


v.l.: Doris Schröder-Köpf, Boris Pistorius, Angelo Alter

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius

Montag, 11 November 2019 22:37

St. Martin ritt durch Wülfel

HANNOVER. Hoch zu Ross zog am heutigen Martinstag ein moderner Sankt Martin durch Wülfel. Die katholische Kardinal-Bertram-Schule hatte wieder zu ihrem traditionellen Laternenumzug geladen. Nach einem kurzen Gottesdienst in der St. Michaelkirche zündeten die Kinder ihre bunten Laternen an und zogen durch die Straßen des Stadtteils. Ein Bläserchor intonierte die altbekannten Laternelieder und angeführt von Pferd und Reiter marschierten Nachwuchs und Eltern dann in einem großen Bogen zum Schulhof der Grundschule an der Loccumer Straße. Hier flackerten schon die Flammen in stabilen Drahtkörben, warteten auf die Stäbe mit Stockbrot. Fleißige Elternhände hatte in der Schulaula eine Reihe von Ständen vorbereitet: es gab Würstchen und Waffeln, Schmalzbrote und Bretzeln und zum Aufwärmen süßen Kinderpunsch und für die Großen auch Glühwein mit Schuss. Lecker.


Ein Bläserchor begleitete die Laternengänger

In der KBS gab es Glühwein

Laternenlieder klangen durch die Straßen

Eltern hatten heiße Würstchen zur Stärkung vorbereitet

Auch die Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner schaute vorbei

Kleines Konzert auf dem Schulhof

Stockbrotbraten auf dem Schulhof

HANNOVER. Über drei Stunden brauchte Bodypainting-Künstler Enrico Lein allein für die Gesichtsmaske. Dann war aus der hübschen Marlena von der Comicbuchhandlung Comix an der Goseriede in Hannover ein gruseliges Phantasiewesen entstanden. Zum verkaufsoffenen Sonntag hatte sich der Buchladen diese Aktion als besonderes Event ausgedacht. Viele Besucher blieben stehen und schauten sich an, wie mit Hilfe von Latexmaske, Spitzohren und Hörnern aus Silikon und viel Farbe ein Wesen aus dem Comic leibhaftig vor ihnen entstand. Fotograf Tschiponnique Paul Skupin hielt das Ganze im Bild fest, bat danach Model Marlena und Enrico Lein, der selbst in ein Gummi-Monster-Kostüm geschlüpft war, zum anschließenden Fotoshooting an die Mauern der Ruine der Nikolai-Kapelle. Fotograf Skupin hat zusammen mit Bodypainter Lein auch einen neuen Kalender herausgebracht (gab’s natürlich bei Comix zu erwerben). Bekannte Figuren aus diversen Weltraumabenteuern posieren hier auch vor hannoverschen Locations, etwa dem litauischen Pavillon oder im Ihme-Zentrum.


Enrico Lein bereitet Model Marlena vor

Diese Maske ist der erste Schritt zum Monster

Spitzohren dürfen nicht fehlen

Das Handwerkszeug des Künstlers

Nun kommt die Maske

Das Smartphone hält alles fest

Enrico Lein bei der Arbeit

Marlena ist nicht mehr zu erkennen

Alles wirt mit dem Smartphone dokumentiert

letzte Hand wird angelegt

Marlena zeigt den neuen Kalender des Künstler-Duos

Enrico Lein schlüpfte selbst in das Kostüm einer Comic-Figur

Fotoshooting an der Nikolai-Kapelle

Fotoshooting an der Nikolai-Kapelle

HANNOVER.  Bunte Themenmischung im November beim Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel. Von Abfall bis Straßenpflaster war alles im Programm.

 In einem interfraktionellen Antrag  forderten die Ortspolitiker auf ihrer Sitzung gestern Abend (7. November) im Freizeitheim, dass der Stadtbezirk zum Modellbezirk für ein Projekt „Gelbe und blaue Tonne statt Säcke“ wird. Der gemeinsame Vorstoß entstand in Abwandelung eines CDU-Antrages aus dem vorangegangen Treffen der Bürgervertreter. Ob das wirklich so passiert? Die Entscheidung dazu liegt beim Abfallwirtschaftsbetrieb Aha.

 Die drei Einzelvertreter von der FDP, den Linken und der PARTEI wollten den Grundsatzbeschluss des Bezirksrates zum Erhalt von Kopfsteinpflasterstraßen kippen. Das hat nicht geklappt. Auch die SPD konnte sich mit einem Änderungsantrag – erst einmal Experten dazu hören – nicht durchsetzen. Mehrheitlich wurde stattdessen ein Änderungsantrag der Grünen angenommen, nachdem im begründeten Einzelfall statt Pflaster auch Asphalt verwendet werden kann.

 Satire? Unter der Überschrift „Döhren-Wülfel first“ forderte der Einzelvertreter der „PARTEI“ die Einverleibung von Teilen des Gebietes des Stadtbezirks Kirchrode-Bemerode-Wülferode. Eine Mehrheit fand der Vorschlag im Gremium aber nicht. Die PARTEI sei ja als Satirepartei angetreten, aber es sei schon schwer, den „Fips Asmussen der Politik im Bezirksrat“ zu spielen, meinte dazu der Fraktionsvorsitzende der SPD. Zumal der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel im Bereich „Realsatire“ schon Spitze sei. „Das will erst einmal getoppt werden.“

 Streit und anschließend ein gemeinsamer Antrag: Die Christdemokraten verlangten, dass der Bezirksrat einen Mehrgenerationen-Spielplatz am Nachbarschaftstreff Mittelfeld fordert. „Das haben wir doch 2016 bereits beschlossen“, sagte die SPD und konterte mit einem Änderungsantrag. Ziel: die alten Pläne sollten nun endlich von der Verwaltung umgesetzt werden. Nach einer längeren Diskussion kamen die Politiker zu dem Schluss, dass ja eigentlich alle dasselbe wollten und so wurde letztendlich ein interfraktioneller Antrag  zum Thema verabschiedet. Das Rathaus soll nun Vorschläge machen, wie das Ganze bezahlt werden kann.

 Einstimmig ohne Streit wurde hingegen ein SPD-Vorschlag beschlossen. Die Verwaltung wurde gebeten, „zu prüfen, ob es möglich ist, die Verkehrsinsel Brückstraße in Höhe der "Döhrener Masch" im Randbereich mit solarbetriebenen LED-Leuchten auszustatten.“  Begründung:  Die Verkehrsinsel sei bei Dunkelheit nicht besonders gut zu erkennen.

 

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