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AUSSTELLUNG LOCKTE ZAHLREICHE ERSTBESUCHER UND FAMILIEN MIT KINDERN IN DAS ROEMER- UND PELIZAEUS-MUSEUM

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AUSSTELLUNG LOCKTE ZAHLREICHE ERSTBESUCHER UND FAMILIEN MIT KINDERN IN DAS ROEMER- UND PELIZAEUS-MUSEUM

 

 

Am 28.08.2016 endete die Sonderausstellung „Mumien der Welt“ nach sechs Monaten mit insgesamt 32.000 Besuchern. Die bisher weltweit größte Mumienausstellung präsentierte u. a. 30 vollständig erhaltene menschliche Mumien und zahlreiche Tiermumien aus sechs Kontinenten sowie einen eigenen Bereich zur "Mumienmanie". 


Öffentliche Kuratorenführung (C) Roemer-und Pelizaeus-Museum

Ungarische Gruftmumien(C) Roemer-und Pelizaeus-Museum

Idu mit Gesichtsrekonstruktion (C) Roemer-und Pelizaeus-Museum

Kinderführung Südafrikanische Mumien (C) Roemer-und Pelizaeus-Museum

„Es ist uns gelungen, mit dieser Ausstellung ein breites Publikum anzusprechen und viele Menschen neugierig zu machen, die vorher noch nie das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) besucht hatten. Außerdem haben wir dieses komplexe Thema nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder auf hohem wissenschaftlichen Niveau gleichzeitig spannend und lehrreich präsentiert“, resümiert Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz. Dabei war auch die Mitarbeit der JuMis (junge Mitglieder des Museumsvereins) von Bedeutung, die sich mit ihren Gedanken und Fragen in der Ausstellung präsentierten. Darüber hinaus besuchten viele Kinder noch einmal mit ihren Eltern die Ausstellung, nachdem sie vorher z. B. mit ihren Schulklassen oder bei den Ferienpass-Aktionen hier gewesen waren. Und schließlich wurden alle Begleitveranstaltungen, darunter allein 310 öffentliche Führungen, die "Nacht der Mumien" und zwei Mumien-Entdeckertage, sehr gut angenommen oder waren sogar ausverkauft. 

„Ziel der Ausstellung war es, über die bloße Präsentation von Mumien hinaus die Schicksale der Menschen greifbar zu machen. Wir wollten zeigen, wie diese Persönlichkeiten vergangener Zeiten uns noch heute einen Blick auf ihre Herkunftsepochen ermöglichen, ohne dabei die ethischen Fragen, die bei diesem Thema viele Menschen beschäftigen, zu vergessen. Die durchweg positiven Reaktionen unserer Besucher zeigen, dass uns dies gelungen ist“, erklärt Kurator Dr. Christian Bayer. 

Besonders die zum Teil spektakulären Ergebnisse des ausstellungsbegleitenden Forschungsprogramms stießen bei Besuchern sowie in den internationalen Medien und Expertenkreisen auf großes Interesse und Anerkennung. „Unser Mumienforschungsprojekt war ein großartiger Erfolg und hat die Ausstellungspräsentation in besonderer Weise positiv ergänzt. Es war erstaunlich zu sehen, wie sich nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder durch diese Informationen angesprochen fühlten, die ihnen die Persönlichkeiten hinter den Mumien näher brachten“, freut sich Co-Kurator Oliver Gauert, M.A. 

Aufgrund des großen Erfolges wird das Hildesheimer Mumienforschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und dem St. Bernward Krankenhaus weitergeführt. „Wir sind zu einem wichtigen Ansprechpartner für andere Museen und für Wissenschaftler geworden, die sich mit Mumien beschäftigen“, freut sich Regine Schulz über diesen positiven und nachhaltigen Nebeneffekt der Sonderausstellung. 

 

Ab Herbst können die Besucher der Dauerausstellung „Ägypten“ eine einzigartige Hildesheimer Mumie, die in der Sonderausstellung zu sehen war, wieder bestaunen: Die rund 4200 Jahre alte Mumie des Idu II mit seinem Sarg, seiner Grabausstattung und seiner dann fertiggestellten 3-D-Gesichtsrekonstruktion.  

 

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