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Gedenktafel für Oskar Brüsewitz in der Einumer Straße 11

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Gedenktafel für Oskar Brüsewitz in der Einumer Straße 11 1200 Jahre Hildesheim (C) Hildesheim Marketing GmbH
Gedenktafel für Oskar Brüsewitz in der Einumer Straße 11

 

Seit dem 20. November erinnert eine Gedenktafel am Haus Einumer Straße 11 an den protestantischen Geistlichen Oskar Brüsewitz, der sich am 18. August 1976 aus Protest gegen das SED-Regime der DDR mit Benzin übergoss und verbrannte.

Initiatoren der Gedenktafel, auf der der Satz „Sein tragischer Tod soll uns an alle Opfer der SED-Diktatur erinnern“ zu lesen ist, sind das Brüsewitz-Zentrum und die Berthold-Mehm-Initiative. Brüsewitz hatte in den 50er-Jahren einige Zeit in der Einumer Straße gelebt.

Hildesheims Bürgermeisterin Beate König sagte in ihrem Grußwort im Rahmen der Einweihung des Schildes, die Stadt Hildesheim könne dankbar und stolz auf ihre Erinnerungskultur sein. Manchmal werde fast vergessen, dass es auch in jüngerer Geschichte viel Unrecht gegeben habe. Oskar Brüsewitz stehe dafür, nicht aufzugeben, „wenn wir von etwas überzeugt sind.“

Der Historiker Wilfried Knauer (ehemaliger Leiter der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel) befand, dass mit dem Gedenken an Brüsewitz ein Stück deutsch-deutsch Geschichte wieder zusammengeführt werde. Dr. Stefan Bölke (Vorsitzender des Vereins Kultur und Geschichte vom Berge) dankte Berthold Mehm für dessen Initiative, dieser wiederum dankte der Hauseigentümerin für ihr Einverständnis zum Anbringen der Tafel.

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