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Salon Salder – Neue Kunst aus Niedersachsen

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Salon Salder – Neue Kunst aus Niedersachsen Salon Salder – Neue Kunst aus Niedersachsen (C) Stadt Salzgitter
Salon Salder – Neue Kunst aus Niedersachsen

 

Von Sonntag, 11. September bis Sonntag, 30. Oktober kann im Städtischen Museum Schloss Salder in Salzgitter-Salder erneut neue Kunst aus Niedersachsen erlebt werden. Der diesjährige „Salon Salder“ unter dem Titel „Wahllandschaften“, zeigt Kunst aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Installationen. 

Die Künstlerinnen und Künstler aus Niedersachsen präsentieren in vielfältiger Form ihre Sicht auf Landschaften, wobei es nicht nur um die Darstellung von Realem, wie von Hügeln, Bergen, Meer und Seen geht, sondern auch um Abstraktes wie Seelenlandschaften. Alle Künstlerinnen und Künstler, die dieses Jahr im Salon ausstellen, folgen in ihren Werken der Tradition der Landschaftsmalerei auf ihre jeweils ganz eigene Weise und interpretieren sie individuell. 

Ihre Arbeiten präsentieren Uwe Brodmann, Peter Heber, Sina Heffner, Birte Hennig, Michael Nitsche, Simona Pries, Renée und Thomas Rapedius, Asta Rode, Mei-Shiu Winde-Liu, Anette Ziss sowie Wolfgang Zach. 

Uwe Brodmann zeigt zwei Motivserien und setzt die sonnendurchglühten braunen Landschaften Fuertaventuras den majestätischen Bergen der Dolomiten entgegen. In beiden Fotoserien scheint es sich nur um menschenleere Szenerien zu handeln. Denn beide Gebiete sind durch Menschen geprägt. 

Abstraktionen und keine Abbildungen der Natur, das sind die Bilder von Peter Heber. Unter dem Titel „Quantenschaum“ erinnern seine Werke jedoch an Strukturen aus der Natur. Hebers schwarz-weiß Bildschöpfungen führen den Betrachter zurück zur Urlandschaft vom Anfang der Welt. 

Mit scheinbar schwerelos schwebende kristallinen Beuteln und Säckchen aus Gießharz, setzt Mei-Shiu Winde-Liu einen besonderen Akzent in der Ausstellung. Ganz im Sinne der buddhistischen Tradition stehen unterschiedlich gestalteten Säckchen, als Metapher für die Schönheit von Körper, Geist und Seele eines Menschen.

Sina Heffner setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit dem Erscheinungsbild des Tieres in der Natur auseinander. Sie reduziert ihre Skulpturen auf die innere und äußere Struktur, dabei geht es ihr nicht darum eine spezifische Art erkennbar zu machen. 

Gleich wenn die Besucherinnen und Besucher den Ausstellungsort betreten, fällt ihr Blick auf die 25 Einzelbilder von Birte Hennig. Unter dem Titel „Marocche“ hat sie Details einer Sturzhalde nördlich des Gardasees fotografiert. Die Fotos werden so präsentiert, dass die Einzelaufnahmen der Betrachterin, dem Betrachter als ein ganzes erscheinen.

Die Topografie, die Strukturen einer Landschaft sind Themen der Bilder von Wolfgang Zach. Großformatige Zeichnungen aus Grafit und Papier. Landschaften, eigene Kosmen und Strukturen aus großer Höhe gesehen. 

Die Geschöpfe von Michael Nitsche, in Form von Skulpturen, die er aus Tierbälgen gefertigt hat, sind zusammengesetzte Fabelwesen aus einer mystischen Welt, so Kuratorin Stephanie Borrmann, die sich keiner Grenze beugen. Ebenfalls bei Salon Salder von ihm zu sehen, monumentale Rollbilder, die an typische, traditionelle chinesische Bilder erinnern. 

Ebenso außergewöhnlich sind die Arbeiten von Simona Pries. Unter Glashauben präsentiert sie die Zartheit getrockneter Pflanzen auf schwarzem Samt gebettet. Damit lenkt die Künstlerin auf das Wesentliche, auf eine Annäherung des Menschen an die Natur. 

Anette Ziss Bilder imitieren scheinbar die Natur in Form einer Camouflage. Die Betrachterin, der Betrachter erlebt ihre großformatigen Bilder vom Dschungel in ihrer Farb- und Formvielfalt als monumental.  

Das Künstlerpaar Renée und Thomas Rapedius zeigt Installationen aus Papier. Bei ihrem Anblick denkt die Betrachterin, der Betrachter an japanische Kunst, die für die Künstler beim Erschaffen aber keine Rolle gespielt hat. Ihre Werke erinnern in poetischer Weise an exotische Blüten und Pflanzen. 

Asta Rode präsentiert unter dem Titel „Transformationen“ im Salon Salder ihre Zeichnungen, die sie auf dem Material Holz erstellt hat. Sie setzt in ihre naturalistischen Landschaften, raumbildende, kugelförmige Formen. 

 Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 30. Oktober zu sehen.

 

Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter der Telefonnummer 05341 / 839-4613 oder -4623

 

Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 11. September, um 11 Uhr.

Die Finissage findet am Sonntag, 30. Oktober, um 11.15 Uhr statt. 

 

Führungen sind am Sonntag, 2. Oktober, und Sonntag, 23. Oktober, jeweils um 11.15 Uhr. Eine Feierabendführung gibt es am Donnerstag, 13. Oktober, um 19 Uhr.

 

Sonderveranstaltung im Rahmen der Ausstellung:

13. Oktober, 19 UhrKafka – Eine SeelenlandschaftKonzertante Lesung mit Michael Stoeber (Kulturjournalist) und Benedikta Bonitz (Blockflötistin)

 

Workshops für Kinder:

Mittwoch, 28. September, 14 – 15.30 UhrAtelier der KunstmäuseKunstworkshop für Kinder von 5 bis 9 Jahren anhand der ausgestellten Werke.

Mittwoch, 5. Oktober – Freitag, 7. Oktober, 10 – 15 UhrMontag, 10. Oktober – Mittwoch, 12. Oktober, 10 – 15 UhrAuf Entdeckungsreise – für Kinder ab 7 Jahre

In spielerischer Weise werden die Kinder unter Anleitung die Werke der Ausstellung erforschen. Dabei werden sprachliche, schauspielerische, tänzerische und malerische Begabungen gleichermaßen zur Entfaltung gebracht.

Weitere Informationen und Anmeldung zu der Ausstellung unter 05341 / 839-4613 oder -4623

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