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Sonderausstellungen der historischen Museen in Wolfsburg verlängert

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Sonderausstellungen der historischen Museen in Wolfsburg verlängert Bitte recht freundlich - Willi Vogelsang
Sonderausstellungen der historischen Museen verlängert

Programmüberblick für Stadtmuseum und Hoffmann-von-Fallersleben Museum

 

Die beiden Sonderausstellungen im Stadtmuseum und im Hoffmann-von-Fallersleben Museum sind verlängert worden.SONDERAUSSTELLUNG im Stadtmuseum verlängert bis Sonntag, 28. März 2016: „Der Foto-Schatz des Willi Vogelsang. Vorsfelde in den 30er Jahren“ // Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein VorsfeldeVorsfelde in den frühen 1930er Jahren: eine Gemeinde im Kreis Helmstedt mit 1.900 Einwohnern. Und mit einem Fotografen: Willi Vogelsang (1900-1970), ansässig in der Kirchstraße 8 (heute An der Propstei), später in der Langen Straße 7. Die aktuelle Ausstellung des Stadtmuseums führt zurück in diese Zeit, in der Fotos noch etwas ganz Besonderes waren und zumeist auch besonderen Anlässen vorbehalten blieben. Vogelsang fotografierte bei Hochzeiten und Konfirmationen, er setzte würdige Schützenkönige und stolze Automobilisten ebenso ins Bild wie gerade errichtete Grabsteine oder Kinder an ihrem ersten Schultag. Wer zu Vogelsang ins Atelier kam und ein Porträt wünschte, trug seine Sonntagskleidung – und mancher bald dann auch das Braunhemd der SA. Doch Vogelsang fand seine Motive auch in Werkstätten und Gastwirtschaften, bei der Rübenernte oder auf den Baustellen des Mittellandkanals. Parteiabzeichen, Uniformen und Hakenkreuzfahnen rückten nach 1933 wie selbstverständlich ins Bild. Vogelsang registrierte. Seine Fotos waren Handwerk, keine Kunst. Und gerade deshalb erzählen sie uns heute viel über ein Landstädtchen in der Provinz der 1930er Jahre.Im Stadtmuseum sind über 70 großformatige Reproduktionen von Vogelsang-Fotos zu sehen und noch einmal fast doppelt so viele Aufnahmen in einer Bilderschau im „Museumskino“. Original-Kameras aus Vogelsangs Atelier machen die in den 1930er Jahren gebräuchliche Fototechnik anschaulich. Die Ausstellung erzählt außerdem von der glücklichen Bergung und Aufbereitung der Glasplatten-Negative. Freier EintrittBildunterschrift: „Bitte recht freundlich!“ – eine Vorsfelder Familie , fotografiert von Willi Vogelsang  (Foto: Willi Vogelsang / Heimatverein Vorsfelde)SONDERAUSSTELLUNG im Hoffmann-von-Fallersleben Museum verlängert bis Sonntag, 21. Februar 2016:

Wenn Häuser sprechen könnten – sie würden schreien‘ Halberstadt zur ‘Wendezeit‘ und heute, Fotoausstellung in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum Halberstadt, dem Wolfsburger Fotografen Manfred Hensel sowie den Fotoclubs Wolfsburg und Halberstadt.Im Oktober 2015 jährte sich die Deutsche Einheit zum 25. Mal – ein guter Anlass, um an die politischen Ereignisse der „Wendezeit“ zu erinnern, aber auch die Entwicklungen in Wolfsburgs Partnerstadt am Beispiel der Stadtsanierung zu würdigen.  „Rothenburg des Nordens“, so wurde Halberstadt mit seinen etwa 1.600 Fachwerkbauten bezeichnet. Doch die Stadt am Harz ereilte ein doppeltes Schicksal: Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Verfall in der DDR. Für viele der historischen Häuser bedeutete 1989 die Rettung. Der Zustand der Altstadt war ein entscheidender Motor für die Friedliche Revolution in Halberstadt. „Wenn Häuser sprechen könnten – sie würden schreien“ hieß es auf einem Transparent auf einer Demonstration im Herbst ’89.Heute präsentiert sich das Stadtzentrum liebevoll saniert. Die Bewahrung seines kulturellen Erbes verdankt Halberstadt der Unterstützung vieler, unter anderem der Partnerstadt Wolfsburg, der „Niedersachsenhilfe“, der Aufnahme in das Modellprogramm für Stadtsanierung der Bundesregierung im Jahr 1990 und vor allem dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger.Im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum – dem Museum für den unermüdlichen Kämpfer für ein freies und vereintes Deutschland - zeigt die aktuelle Sonderausstellung einen beeindruckenden fotografischen Vergleich der Situation in Halberstadts Zentrum 1989/1990 mit der verwandelten Ansicht heute. Zusätzlich werden Originaldokumente und –objekte der oppositionellen Bewegung aus dem Städtischen Museum Halberstadt präsentiert. Freier Eintritt

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