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Aktuelle Nachrichten aus Wolfsburg vom 2.April 2020

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Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

WOLFSBURG

Soforthilfe für die Wolfsburger Wirtschaft und Vereine

Die Stadt Wolfsburg hat die Förderrichtlinie "Soforthilfen zur finanziellen Unterstützung für Kleinstunternehmen, Soloselbständige  und Angehörige der Freien Berufe, die von der Corona-Pandemie 2020 betroffen sind" ("Soforthilfe Wirtschaft") erlassen. Die Richtlinie ist im Vorfeld mit den Fraktionen im Rat der Stadt Wolfsburgbesprochen worden.

Mit der Soforthilfe soll den Betroffenen, welche ihre Geschäfte mit Ausnahme der in der Allgemeinverfügung der Stadt Wolfsburg ausdrücklich ausgenommenen Angebote der Nahversorgung zumindest bis vorerst 18. April 2020 schließen mussten, eine Hilfe zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses gewährt werden. Die Soforthilfe beträgt je berechtigten Zuwendungsempfänger*in maximal 5.000 Euro. "Die Stadt Wolfsburg verfolgt mit der Soforthilfe das Ziel, Insolvenzen und Entlassungen zu vermeiden sowie den Bestand von kleinen Wolfsburger Unternehmen, Selbständigen und Vereinen zu sichern", so Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

"Unser Ziel ist es, den kleinen Wolfsburger Unternehmen und Selbstständigen eine schnelle, unbürokratische und sofort wirkende Unterstützung anzubieten, um diese schwierige Zeit zu überbrücken", erklärt Erster Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Dennis Weilmann. Ebenso sieht es auch Kämmerer Andreas Bauer: "Obwohl wir uns mit dem städtischen Haushalt in schwierigen Zeiten befinden, ist es uns sehr wichtig, ein klares Zeichen an unsere Gewerbetreibenden und Vereine zu geben. Mit der schnellen Umsetzung dieser Förderrichtlinie zeigen wir, dass wir sie nicht alleine lassen." 

Als städtische Wirtschaftsförderung unterstützt die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH bei der Umsetzung der kommunalen Soforthilfe für die Wolfsburger Wirtschaft. "Unser Bereich Wirtschaftsförderung steht mit den Wolfsburger Unternehmen bereits zu den Soforthilfen von Bund und Land im intensiven Austausch und wird zu einer zügigen Umsetzung der kommunalen Förderrichtlinie beitragen." führt WMG Geschäftsführer Jens Hofschröer weiter aus.

Zuwendungsempfänger*innen sind ortsansässige Kleinstunternehmen (im Sinne der EU-Vorschriften) mit Hauptsitz oder selbstständiger Niederlassung in Wolfsburg, inkl. Kleinstunternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion, mit weniger als 10 Mitarbeiter*innen und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanz von unter 2 Millionen Euro, ortsansässige Soloselbständige (hauptberuflich) und ortsansässige Angehörige der Freien Berufe (hauptberuflich), die beim Finanzamt Gifhorn-Wolfsburg angemeldet sind.

Insgesamt stellt die Stadt Wolfsburg für diese Förderung Haushaltsmittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, muss auch bei Erfüllung der Zuwendungsvoraussetzungen und Einhaltung der Antragsfrist eine Ablehnung des Antrags erfolgen. Eine weitere Förderrichtlinie befindet sich derzeit noch in der finalen Abstimmung und wird voraussichtlich morgen erlassen. Dabei handelt es sich um "Soforthilfen zur finanziellen Unterstützung für gemeinnützige Einrichtungen, freie Träger, Vereine der Freien Wohlfahrtspflege, Kultureinrichtungen, Sportvereine und ähnlichen Organisationen und Einrichtungen, die von der Corona-Pandemie 2020 betroffen sind". Mit dieser sollen auch bspw. Vereine, die von der Krise finanziell betroffen sind, eine Unterstützung in Höhe von bis zu 2.500 Euro beantragen können. Genauere Informationen wird die Stadt noch kommunizieren.   Die Förderung "Soforthilfe Wirtschaft" kann ab Freitag, den 3. April 2020 ab 8 Uhr bei der Stadt Wolfsburg über die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH beantragt werden. Das Antragsformular sowie die vollständige Förderrichtlinie sind unter https://coronavirus.wmg-wolfsburg.de abrufbar. Die Antragsfrist endet zum 30. April 2020.

 

Wolfsburg verzeichnet 24 mit dem Coronavirus infizierte Tote (Stand 02.04.2020)

Im Vergleich zum Vortag sind fünf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzugekommen. Dabei handelt es sich um einen 79- sowie um einen 80-jährigen Mann, eine 84-jährige Frau, eine 81-jährige Frau und einen 89-jährigen Mann. 23 von den 24 Verstorbenen waren Bewohner*innen des Hanns-Lilje-Heims. Zwei Tote der letzten Tage wurden negativ auf eine Corona-Infektion getestet und werden folglich nicht mitgezählt. Eine weitere verstorbene Person war Bewohner des AWO Wohn- und Pflegeheims in der Goethestraße. Es gibt aktuell 195 bestätigte Corona-Fälle in Wolfsburg. Das sind 11 mehr als am Vortag. Im Klinikum Wolfsburgwerden aktuell sieben Menschen, die infiziert sind, behandelt. Drei von ihnen liegen auf der Intensivstation. Aus Gründen des Datenschutzes werden keine weiteren Angaben gemacht. Die von der Stadt Wolfsburg kommunizierten Fälle sind die vom Gesundheitsamt bestätigten Zahlen, die sie einmal täglich aktuell veröffentlicht. Das Gesundheitsamt überprüft alle Todes- und Infektionsfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Daher kann es bei der offiziellen Meldung zu einer zeitlichen Verzögerung kommen.

 

Einrüstung der Rathausfassade  - Die vorbereitenden Arbeiten starten am 14. April

Wie im Januar angekündigt und vom Rat der Stadt im Februar beschlossen, rüstet die Stadt das Rathaus A ein, um Bürger und Mitarbeiter vor einem möglichen Herabfallen von Fassadenplatten zu schützen.

Die vorbereitenden Arbeiten dafür starten am 14. April. Zunächst werden Bauzäune und Baustellencontainer aufgestellt und große Mengen Gerüstmaterial angeliefert. Ab dem 20. April erfolgt die Demontage und Einlagerung des Glockenspiels. Parallel dazu wird an anderer Stelle bereits mit dem Aufbau des Gerüstes begonnen. Dabei werden wieder große Autokrane und umfangreiche Behelfskonstruktionen zum Einsatz kommen. Der gesamte Aufbau wird bis zu 6 Wochen in Anspruch nehmen. Das Gerüst wird voraussichtlich bis zum Sommer 2021 stehen bleiben und ist zugleich für die Montage von ca. 4.000 m² neuen Platten im Jahr 2021 vorgesehen.

Für das Einrüsten und die Standzeit des Gerüsts inkl. aller Nebenarbeiten und Planungskosten hat der Rat insgesamt 1,56 Mio. € genehmigt. Zusätzlich hat der Rat 200.000 € für die Vorbereitung des Plattenaustauschs bereit gestellt. Darin enthalten sind die Planungskosten sowie die Kosten für die Auswahl geeigneten Materials. Wann die Auswahl in den Steinbrüchen vor Ort tatsächlich erfolgen kann, ist aufgrund der derzeitigen Lage nicht abzusehen. Ebenso steht ein Termin zur gerichtlichen Entscheidung des Streits noch nicht fest.

Wichtig ist, dass der Schutz vor sich möglicherweise lösenden Platten nun durch das Gerüst weiterhin sichergestellt wird. Bisher erfolgte die Sicherung durch regelmäßige Prüfung der Fassade durch einen Sachverständigen. Dabei wurden insgesamt über 90 schadhafte Platten entnommen. Es sind keine Platten herunter gefallen.

Innerhalb der Gewährleistungszeit der 2012 durchgeführten Sanierung stellte die Stadt Mängel an den Fassadenplatten fest und hatte den Rechtsnachfolger der seinerzeit beauftragten Firma zur Mangelbeseitigung aufgefordert. Diese hat eine Nachbesserung bisher verweigert. Nach dem Ergebnis einer von der Stadt beantragten gerichtlichen Begutachtung der Fassade sind die Platten für den weiteren Verbleib an der Fassade nicht geeignet und müssen ausgetauscht werden.

Betroffen sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur die Fassadenplatten und nicht auch die Unterkonstruktion. Bei den Fassadenplatten handelt es sich um Travertin, ein Kalkstein, der auch bei anderen Gebäuden in Wolfsburg Verwendung gefunden hat und als Fassadenbekleidung grundsätzlich geeignet ist. Das Gerichtsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

 

Arbeiten in der Amtsstraße und Kattenstraße

In Wolfsburg-Vorsfelde finden ab dem 06.04.2020 bis voraussichtlich zum 09.04.2020 Arbeiten in der Amtsstraße und Kattenstraße statt. In der Zeit wird die Amtsstraße Höhe Hausnummer 31 bis 35 gesperrt, sowie die Kattenstraße Höhe Hausnummer 1 bis 3. Grund: Es wird  die Deckschicht (oberste Schicht eines konventionellen Straßenaufbaus mit Asphalt) abgefräst und erneuert.

 

Bislang kein Anstieg bei häuslicher Gewalt  - Im Krisenfall das bundesweite Hilfetelefon nutzen

Das derzeit geltende Kontaktverbot wird von den Wolfsburgern ganz überwiegend beachtet und die meisten gehen verantwortungsvoll damit um. Gerade bei Paaren, die nicht ganz so viel Wohnraum zur Verfügung haben oder sich beispielsweise in einer Trennungssituation befinden, ist das mitunter eine wirklich große Herausforderung.

"Natürlich kann die Reduzierung der Sozialkontakte auf das familiäre Umfeld dazu führen, dass es innerhalb von Partnerschaften und Familien zu Konflikten kommt, die ohne die derzeitige Ausnahmesituation vielleicht nicht oder nicht im nun auftretenden Ausmaß entstanden wären", erklärt die Sozialdezernentin der Stadt Wolfsburg, Monika Müller.

"Bislang verzeichnen aber glücklicherweise weder die örtliche Polizei noch das Frauenhaus einen signifikanten Anstieg von Meldungen oder Vorfällen von Häuslicher Gewalt gegen Frauen. Die Stadt steht dazu im ständigen Austausch mit beiden Organisationen und hat in Absprache mit dem Frauenhaus räumliche und personelle Vorbereitungen eingeleitet, um auf einen möglichen Anstieg an schutzsuchenden Frauen sofort reagieren zu können", bekräftigt Monika Müller.

Im Krisenfall erreichbar ist rund um die Uhr das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter Telefon 0800 0116016 oder in akuten Fällen die örtliche Polizei unter 110.

 

Brut- und Setzzeit: Hunde müssen vom 1. April bis 15. Juli in der freien Landschaft an die Leine

Das Ordnungsamt der Stadt Wolfsburg weist auf folgende Regelungen für das Ausführen von Hunden hin: Für viele freilebende Tiere beginnt im Frühjahr die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit. Deshalb gilt nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) vom 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht für Hunde in der freien Landschaft. Ausnahmen gelten nur für Hunde, die zur regelmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, Bundespolizei oder Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.

Zur freien Landschaft zählen Wälder und die übrigen Flächen der freien Landschaft, auch wenn diese innerhalb von bebauten Ortslagen liegen, ebenso die dazugehörigen Wege und Gewässer, wie zum Beispiel die Bereiche um den Schillerteich, Detmeroder Teich, den Neuen Teich, den Krummen Teich und den Kleinen Schillerteich.

Ganzjährig gilt die Leinenpflicht für Hunde im Wendschotter und Vorsfelder Drömling, Barnbruch und Ilkerbruch. Ebenso gilt die ganzjährige Leinenpflicht für Hunde im Allerpark Wolfsburg (bis auf den eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf am östlichen Ufer des Allersees).

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass der hier erwähnte Schillerteich sowie der Allerpark im Rahmen der aktuellen Allgemeinverfügung der Stadt Wolfsburg vom 23.03.2020 einem Betretungsverbot unterliegt. Dies gilt auch für das Ausführen von Hunden.

 

Wochenmärkte werden vorverlegt - Osterfeiertage bringen Verschiebungen

Die Wochenmärkte finden trotz der Corona-Krise weiterhin statt. Allerdings werden die Märkte auf dem Brandenburger Platz und auf dem Schützenplatz in Vorsfelde wegen des Feiertages Karfreitag vorgezogen am Donnerstag, 09.04.2020 stattfinden.

 

Mund-Nasen-Masken können helfen - Eine offizielle Maskenpflicht wird es aktuell in Wolfsburg nicht geben

Der Krisenstab der Stadt Wolfsburg empfiehlt den Wolfsburger Bürger*innen eine selbstgemachte Mund-Nasen-Maske in geschlossenen Räumen, zum Beispiel beim Einkaufen in Läden, in Bussen etc. zu tragen. Dieses Verhalten dient vor allem dem Schutz des Gegenübers.

Weiterhin oberste Priorität in der Versorgung mit medizinischen Schutzmasken besteht für die pflegerischen Bereiche (u.a. Klinikum, Pflegeeinrichtungen) und für die Bereiche der kritischen Infrastruktur (u.a. Polizei, Feuerwehr).

Wer selbstgenähte Baumwoll-Mundmasken spenden möchte, kann diese in einer Spendenbox am Klinikum ablegen. Diese Metallbox befindet sich vor dem Haupteingang des Klinikums (Zugang Sauerbruchstraße). Das Klinikum bittet, die Masken in Tüten zu verpacken und gern auch mit dem Namen sowie den Kontaktdaten des Spenders zu versehen.

Eine Anleitung zum Nähen von Mund-und Nasen-Masken ist im Internet auf wolfburg.de/corona zu finden.

 

Auftakt für die Brunnensaison - Wasserspiele werden nach und nach in Betrieb genommen

Bald sprudelt es in Wolfsburg wieder richtig. In den kommenden Wochen sollen nach und nach sämtliche der über 30 Brunnen angestellt werden. Zunächst werden die einzelnen Wasserspiele jedoch von Schmutz und Laub gereinigt und auf ihre Funktion hin getestet. Reparaturen an einzelnen Anlagen werden bis Ostern erledigt. Bis Ende April sollen möglichst alle Brunnen in Betrieb sein.

Die Anlagen werden in Betrieb genommen, weil mit stärkeren Frösten, die die Technik schädigen könnten, nicht mehr gerechnet wird. Das Anstellen beginnt voraussichtlich sukzessive in der Woche ab 14. April an den Brunnen in der Porschestraße - Wasserlandschaft und Gezeitenbrunnen in der Fußgängerzone sowie Grabschhand und Orgel auf dem Rathausvorplatz. Die Hülle des Pfauenbrunnens an der Markthalle soll ebenfalls nach Ostern demontiert werden.

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