Log in

Aktuelle Nachrichten aus Wolfsburg vom 2. Oktober 2019

(0 Stimmen)
Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

WOLFSBURG. 

Vorlage zur Änderung des Busfahrplans zurückgestellt - WVG und Stadt beschäftigen sich eingehend mit Anregungen

Die Änderungen im Busliniennetz der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft (WVG) in den Schwachverkehrszeiten sollen noch nicht am 2. Oktober in den Rat eingebracht werden. Bei der Beratung des Vorschlages in den Ratsgremien und den Ortsräten, aber auch mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig als Aufgabenträger für den Öffentlichen Nahverkehr wurden viele Anregungen eingebracht. Dies gilt auch für den interfraktionellen Antrag der Fraktionen SPD, CDU, PUG und Linke&Piraten, der heute (1. Oktober) eingegangen ist. Diese Anregungen, zum Beispiel zur Einführung eines alternativer Bedienangebote mit Kleinbussen, wollen Stadt und WVG nun zunächst einmal eingehend prüfen. So sollen die umfangreichen Linienanpassungen noch nicht wie zuvor geplant mit der nächsten turnusmäßigen Fahrplanänderung zum 15. Dezember 2019 umgesetzt werden, sondern erst nach umfassender Beschäftigung in den nächsten Monaten. Damit die Busfahrer nicht noch mehr Überstunden anhäufen, sollen Fahrten - die am wenigsten genutzten - dennoch bereits vorher ausgesetzt werden. Gleichzeitig soll die Suche nach neuen Busfahrern fortgesetzt werden. Sobald festgelegt ist, welche Fahrten betroffen sind, wird die WVG umgehend hierüber informieren.

 

Broschüren, Merkblätter, Landkarten  - Erinnerung an Reisen über die DDR-Grenze

"Bandbreite_Oktober_DDRKarten" Info-Material für Reisen über die Grenze. (C) Stadtmuseum/Meike Netzbandt

Mit einer Auswahl von Broschüren, Merkblättern und Landkarten erinnert das Stadtmuseum im M2K an die Umstände des Reisens in die DDR vor der nun 30 Jahre zurückliegenden Grenzöffnung. Als "Objekte des Monats" wurden sie jetzt präsentiert und bleiben im Oktober in einer speziellen Vitrine im Museumsfoyer als Beispiele für die thematische Bandbreite der umfangreichen Museumssammlung zu sehen.

Am 24. Oktober 1989 wurde Wolfsburgs deutsch-deutsche Städtepartnerschaft mit Halberstadt durch die Zustimmung der dortigen Stadtverordnetenversammlung endgültig besiegelt. Damals gehörten die Städte zu zwei Staaten mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen. Sie waren getrennt durch eine scharf gesicherte Grenze, mit der sich die DDR abschottete und die in Ost-West-Richtung fast undurchlässig war. Reisen aus der Bundesrepublik in die DDR waren möglich, erforderten aber bürokratischen Aufwand.

Mit zahlreichen Publikationen informierte etwa die niedersächsische Landesregierung über die historischen Hintergründe der Grenze, die Grenzsicherungsanlagen der DDR, Grenzübergangsstellen und Aussichtspunkte. Das Erscheinungsbild dieser Broschüren wandelte sich, doch schon die Titelbilder machten klar, dass es sich an der "Nahtstelle der Systeme" um keine normale Staatsgrenze handelte.

So zeigt der Umschlag des 1966, fünf Jahre nach dem Bau der Mauer erschienenen Heftes "Zonengrenze Niedersachsen" eine expressive Stacheldraht-Grafik. Die Broschüre "Deutschland diesseits und jenseits der Grenze" von 1984 hat ein farbiges Titelfoto mit Grenzpfählen, Zäunen und einem Wachturm, das aus augenscheinlich "sicherer Entfernung" durch ein Teleobjektiv aufgenommen wurde.

Ab 1973 gestattete die DDR Einwohnern grenznaher Städte und Kreise der Bundesrepublik Tagesreisen in ihre grenznahen Gebiete. Auch Wolfsburg und Halberstadt lagen in den Regionen, in denen der "kleine Grenzverkehr" – freilich nur von West nach Ost – möglich wurde.

Mit der mehrfach aufgelegten Broschüre "Reisen in die DDR" informierte das Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen über die nötigen Reisedokumente, Zollvorschriften und den Tages-Mindestumtausch von DM 25 in 25 Mark der DDR, gab Verhaltenstipps und Muster zum Ausfüllen der Einreiseformulare.

Außerdem wollte das Ministerium mit einer attraktiv gestalteten Prospekt-Reihe Bundesbürger zu Ausflugstouren im grenznahem Bereich der DDR anregen: Mehrere Faltblätter bezogen sich auf den Ostharz, und natürlich wurde auch Halberstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten darin ausführlich vorgestellt.

Die Grenzöffnung am 9. November 1989 nach der friedlichen Revolution in der DDR führte dann sofort zu einem enormen Reiseverkehr in Ost-West-Richtung. Als Service der Landesregierung vornehmlich für Bürgerinnen und Bürger der DDR erschienen nun Straßenkarten der damals noch bestehenden Regierungsbezirke Lüneburg und Braunschweig mit dem Aufdruck "Gute Fahrt in Niedersachsen".

Sie erlebten bis Anfang 1990 in schneller Folge mehrere aktualisierte Auflagen, weil immer neue Grenzübergänge verzeichnet werden konnten. Heute erinnern an wichtigen Straßen über die Landesgrenze braune "Unterrichtungstafeln" an die Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas.

 

Demenzcafe im Mehrgenerationenhaus

Für das Demenzcafe VergissMeinNicht öffnet das Mehrgenerationenhaus (MGH) am Hansaplatz 17 wieder am Mittwoch, 9. Oktober, von 15 bis 17 Uhr.

Die Veranstaltung bietet allen von der Krankheit betroffenen Personen, deren Begleitungen oder pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, Menschen in gleicher Lebenslage zu treffen.

Die Besucher können sich bei selbstgebackenem Kuchen austauschen und informieren. Ein Rahmenprogramm sorgt für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Das Demenzcafé findet regelmäßig mittwochs einmal im Monat statt. Es wird vom MGH gemeinsam mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt organisiert. Fragen und weitere Informationen unter Telefon (05361) 61374.

 

Herzogin Anna Amalia  - Regentin, Dilettantin, Mäzenin und Goethe-Freundin

Zu einem Vortrag anlässlich des 280. Geburtstages von Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach lädt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr, im Kaminzimmer im Schloss Fallersleben bei freiem Eintritt statt. 

In der zweiten Jahreshälfte 2019 gilt es, zwei runden Geburtstagen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Vor 280 Jahren, am 24. Oktober 1739, wurde Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach als Wolfenbütteler Prinzessin im Schloss Wolfenbüttel geboren. Und vor 270 Jahren, am 28. August 1749,  erblickte Johann Wolfgang von Goethe in Frankfurt am Main das Licht Welt.

Grund genug für Dr. Gabriele Henkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Hoffmann-Museums, diese beiden Persönlichkeiten in ihrem Jubiläumsjahr mit einem Vortrag zu würdigen. Denn Goethe und Anna Amalia verbindet weit mehr als dieses Geburtstagsjubiläum.

Der Vortrag wird die Regentin, Dilettantin und Mäzenin Anna Amalia in den Mittelpunkt stellen und die besondere Beziehung der Goethe-Freundin zu "ihrem" Dichter beleuchten. Dabei wird es auch um neuere Forschungsergebnisse und daraus resultierende neue Bewertungen des Verhältnisses zwischen der Herzogin und Goethe gehen.

 

Das Phantom der Oper - Das Musical

Eines der erfolgreichsten Tournee Musicals in Europa mit Weltstar Deborah Sasson und Uwe Kröger38440 Wolfsburg - CongressParkSamstag, 25.01.2020 – 20 Uhr

Karten an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen!Weitere Informationen unter: www.paulis.deKarten gibt es ab 47,-€ 

Nach vielen Jahren mit dieser Erfolgsproduktion feiert Weltstar Deborah Sasson ihre Abschiedstournee in der Rolle der Christine. Zu diesem Anlass übernimmt Deutschlands Musicalstar Nummer 1, Uwe Kröger, die Rolle des Phantoms. Christine ist hin und her gerissen zwischen zwei faszinierenden Männern, ihrem geheimnisvollen Mentor, dem Phantom der Oper, und ihrer Jugendliebe, dem reichen und attraktiven Grafen Raoul. Ein echtes Musicalhighlight!Das spektakuläre Bühnenbild, das vom Zusammenspiel von effektvollen, dreidimensionalen Videoprojektionen des international gefeierten Multimediakünstlers Daniel Stryjecki und von den grandiosen Bühnenelementen, gebaut von Michael Scott der Metropolitan Opera in New York, lebt, wurde für diese Jubiläumstournee noch einmal komplett überarbeitet. Der dramatische Sturz des Lüsters, das geheimnisvolle Stelldichein auf dem Dach der Oper, die unterirdische Bootsfahrt, die unheimliche Begegnung auf dem Friedhof und die furchterregende Unterwelt der Oper werden nun noch plastischer dargestellt.

Seit 2010 fesselt „Das Phantom der
Oper“ des Autoren Teams
Deborah Sasson und Jochen
Sautter die Zuschauer auf über 450 Bühnen Europas. Damit ist diese musikalische Neuinszenierung, die einst zum 100. Geburtstags des 1910 von Gaston Leroux geschriebenen Romans „Le Fantôme de l'Opéra“ entstand, eines der erfolgreichsten Tournee Musicals Europas. Die Produktion hebt sich von allen bisherigen musikalischen Interpretationen des Literaturstoffes ab, indem es sich näher an die Romanvorlage hält und in Teilen der von Sasson komponierten Musik bekannte Opernzitate einbindet.Die Rolle der Christine interpretiert die weltweit gefeierte Bostoner Sopranistin und Echo Klassik Preisträgerin Deborah Sasson. Ihre facettenreiche und kraftvolle Stimme ist perfekt für diese Mischung aus Oper und Musical. Das Phantom wird von Uwe Kröger gespielt, der seit seinem Durchbruch in der Rolle des Todes in der Welturaufführung von Elisabeth die Herzen des Publikums eroberte. Er spielte unter anderem die Hauptrollen in den Uraufführungen Rebecca, Mozart, Der Besuch der alten Dame, Heidi und in den deutschsprachigen Erstaufführungen von Sunset Boulevard, Miss Saigon, Doctor Dolittle, The Addams Family sowie Napoleon am Londoner Westend. Nun schlüpft er bei dieser Produktion in die Rolle des von der Welt gefürchteten und innerlich zerrissenen Phantoms.Jochen Sautter ist in der Rolle des reichen, attraktiven Grafen Raoul de Chagny zu sehen.

Des Weiteren wirkt ein großes Ensemble ausgewählter Sänger, Tänzer und Schauspieler aus dem deutschsprachigen Raum mit. Ein 18 köpfiges Orchester spielt die Musik live.

Autoren: Deborah Sasson, Jochen SautterMusikarrangements: Peter MossLiedertexte und Dialoge: Jochen SautterKomposition und musikalische Gestaltung: Deborah SassonMusikalische Ideengebung: Köthe/HeckRegie und Choreografie: Jochen SautterBühnenausstattung: Michael ScottMultimedia Technik: Daniel StryjeckiDirigent: Piotr OleksiakKünstlerischer Gesamtleitung: Deborah Sasson und Jochen Sautter

 

Ode an die Vergesslichkeit  - Beim Herbstspaziergang Kunst entdecken

Schloss Wolfsburg wird von einem englischen Landschaftspark im Osten sowie einem Barockgarten auf der Nordseite umgeben der auch im Herbst zum Spaziergang einlädt. In den Parkanlagen verbinden sich traditionellerweise Natur und Kunst.

Im Park ist die Skulptur "Ode an die Vergesslichkeit" von Bernhard Martin entstanden, die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen soll. Der 1966 in Hannover geborene Künstler hat eine Gartenlaube entworfen, die in die Erde versunken scheint, gerade das Dach lugt noch heraus.

Keck wächst aus dem Dach ein Ast, der gekrönt wird von einem unerwarteten Element, einem modischen Schuh. Und um diese surreal anmutende Skulptur herum wurde ein kleines Labyrinth angelegt.

Schreibe einen Kommentar