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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 12.Juni 2021

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Auf dem Rathausbalkon: Anja Ritschel ist die Kandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay für die künftige Leitung des Dezernates für Wirtschaft und Umwelt © LHH Auf dem Rathausbalkon: Anja Ritschel ist die Kandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay für die künftige Leitung des Dezernates für Wirtschaft und Umwelt © LHH

HANNOVER. 

Anja Ritschel soll das Dezernat für Wirtschaft und Umwelt leiten

Auf dem Rathausbalkon: Anja Ritschel ist die Kandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay für die künftige Leitung des Dezernates für Wirtschaft und Umwelt © LHH

 

Mit Anja Ritschel (55) soll auch künftig eine Frau an der Spitze des Dezernats für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Hannover stehen. Oberbürgermeister Belit Onay präsentierte sie auf einer Pressekonferenz als seine Kandidatin für das Amt.  Am 15. Juli steht Anja Ritschel  im Rat zur Wahl, um die Nachfolge von Dezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette anzutreten, die die Stadt verlässt.

„Fachlich und menschlich hat Anja Ritschel mich voll überzeugt. Sie wird die Führungsriege der Stadtverwaltung ganz sicher verstärken“, erklärte Onay. „Anja Ritschel hat einen engen Bezug zur Stadt Hannover. Sie bringt jede Menge Erfahrungen aus der Verwaltung mit. Sie hat ausgewiesene Führungskompetenz. Und sie verfügt über umfassende Sachkenntnisse der wirtschaftlichen und umweltpolitischen Problemfelder.“ Der Oberbürgermeister bescheinigte der Kandidatin, sie habe in den Vorgesprächen eine hohe Motivation und ein starkes persönliches Engagement authentisch vermittelt.

Die gebürtige Nürnbergerin Anja Ritschel ist studierte Diplom-Ingenieurin für Landschafts- und Freiraumplanung.  Bis Dezember 2020 arbeitete sie als Umweltdezernentin der Stadt Bielefeld und leitete hier ein Ressort mit rund 2000 Mitarbeitenden. Seit 2016 war sie Vertreterin des Bielefelder Oberbürgermeisters. Anja Ritschel kennt Hannover, die hiesige Stadtverwaltung und Politik: In der Landeshauptstadt absolvierte sie ihr Studium. Bevor sie 2008 nach Bielefeld ging, leitete sie bei der Stadt Hannover den Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz. Von 1998 bis 2000 war sie Geschäftsführerin der Grünen-Ratsfraktion Hannover.

Die Stadt Hannover mit ihrer hohen Lebensqualität weiter zu entwickeln, darauf freue sie sich sehr, erklärt Anja Ritschel. „Die Ausrichtung städtischen Handelns am Prinzip der Nachhaltigkeit ist von  zentraler Bedeutung“, betont sie. „Hannover hat sich hierfür ehrgeizige Ziele gesetzt, wie die Klimaneutralität bis 2035 und einen vorgezogenen Kohleausstieg bereits bis 2026. Dies umzusetzen, erfordert vollen Einsatz von allen Beteiligten und wird ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein.“ Mit Blick auf die Folgen der Corona-Krise meint Ritschel: „Die Pandemie hat große Umbrüche ausgelöst oder beschleunigt. Viele Branchen wie das Messe- und Kongresswesen, die Gastronomie oder der Handel sind existenziell betroffen. Prozesse wie der gerade gestartete Innenstadtdialog sind richtig und notwendig, um Hannover zukunftsfähig und wirtschaftlich stabil weiterzuentwickeln.“ Ein weiterer Schwerpunkt, den die Landschaftsplanerin ins Auge fassen will, ist der Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt.

Wie Belit Onay ausführte, „ist es ein Glücksfall für die Stadt, dass die Leitung des Dezernates für Wirtschaft und Umwelt mit Anja Ritschel neu besetzt werden kann.“  Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates zu der Personalie ist damit der Umbruch an der Spitze der Stadtverwaltung vollzogen. Mit Prof. Dr. Lars Baumann, Dezernat für Personal und Digitalisierung, Stadtbaurat Thomas Vielhaber und der Sozialdezernentin Sylvia Bruns waren zuvor bereits drei neue Köpfe in die Führungsriege des Rathauses eingerückt. „Es ist gelungen, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen“, resümierte der Oberbürgermeister.

 

Angebote für Senior*innen: Virtuelle Märchenstunde

Märchen gehören seit jeher zur deutschen Erzählkultur. Die Geschichten wurden früher von Erwachsenen und für Erwachsene erzählt. In Kooperation mit dem Netzwerk „MärchenErzählenHannover“ veranstaltet der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) am Donnerstag (24. Juni) um 15.30 Uhr eine digitale Märchenstunde für Senior*innen.

„Es war einmal…“ – so oder so ähnlich beginnen viele Märchen. Im Mittelpunkt der Erzählungen stehen seit jeher Themen wie Liebe, Trauer, Verlust, Angst, Mut, Wünsche und Träume. Somit haben Märchen auch heute einen gewissen Aktualitätsbezug und können Zuhörende zum Nachdenken anregen oder auch zum Schmunzeln bringen.Das Netzwerk „MärchenErzählenHannover“ hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Kunst des freien Erzählens wieder zu beleben und zu fördern. Im Rahmen eines Online-Angebots des KSH präsentieren Erzähler*innen aus der Gruppe Märchenzauber, die auch dem Netzwerk angehören, drei verschiedene Märchen. Ulrike Haberer bringt „Die kluge Gretel“ der Gebrüder Grimm mit zur Märchenstunde, Jens-Uwe Korte erzählt „Warum das Meerwasser salzig ist“ und Barbara Nebendahl ist mit der grimmschen Geschichte „Die Bremer Stadtmusikanten“ dabei.

Die Veranstaltung findet in Form eines Online-Vortrags statt. Sie ist kostenfrei und gegen 16.30 Uhr beendet. Weitere Informationen zum Angebot und der Onlineübertragung gibt es unter www.seniorenberatung-hannover.de oder telefonisch beim KSH unter der Rufnummer 0511-168-45195.

 

Baumschnittarbeiten an der Garbsener Landstraße und im Hinüberschen Garten

Zwei große Rotbuchen an der Garbsener Landstraße müssen in der kommenden Woche im Kronenbereich aufgrund von Wurzelfäule und wegen eines Brandkrustenpilzes stark zurückgeschnitten werden. Eine Fällung dieser Bäume (Stammumfang von 279 und 356 Zentimetern) wird in der kommenden Fällsaison im Herbst/Winter notwendig sein. Für die Schnittarbeiten wird von Dienstag bis Donnerstag (15. bis 17. Juni) jeweils von 9 bis 15 Uhr eine Wanderbaustelle an der Garbsener Landstraße eingerichtet. Passant*innen im Arbeitsbereich müssen die andere Straßenseite nutzen. Die Baustelle beginnt zwischen der Fußgängerampel in Höhe der Garbsener Landstraße 12 und endet etwa in Höhe der Mitte des Friedhofs.

Zudem wird eine weitere Rotbuche (Stammumfang 333 Zentimeter) im Hinüberschen Garten, aber abseits der Straße, stark zurückgeschnitten, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Grund für die Vitalitätsverluste ist in diesem Fall der Riesenporling, der aufgrund von Verletzungen des Baumes in die Wurzeln eingedrungen ist und im Bereich des Stammfußes das Holz zersetzt und somit die Standsicherheit des Baumes gefährdet. Sofern möglich, wird das Totholz oder werden auch Stämmlinge im Waldbereich belassen. Diese dienen dann als Lebensraum für zahlreiche Lebewesen und Nährstofflieferant für den Waldboden.

Darüber hinaus sind drei weitere große Rotbuchen (300 bis 460 Zentimeter Stammumfang) im Wald am Festplatz und im Mittelwald im Zuge routinemäßiger Baumkontrollen als möglicherweise gefährdet eingestuft worden. Ein beauftragtes Gutachterbüro hat sie mittels Zugversuche auf ihre Standsicherheit überprüft. Noch im Juni soll feststehen, ob diese Bäume gefällt werden müssen.

Da eine Ersatzpflanzung an gleicher Stelle aufgrund von Wurzel- und Lichtkonkurrenz nicht möglich ist, werden Ausweichstandorte im Hinüberschen Garten bzw. im engeren Umfeld stattfinden.

 

Aufruf zum Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“

Bewerbungsfrist bis Ende August 2021

Die Landeshauptstadt und die Region Hannover suchen in diesem Jahr wieder die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber*innen in Hannover und den Umlandkommunen. Im Fokus stehen Angebote und Ideen für Mitarbeiter*innen im Berufsalltag das Fahrrad zu gebrauchen. Den Preis, der im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben wird, gab es in den vergangenen Jahren beispielsweise für Serviceleistungen rund um das Rad, Einrichtung von Dusch- und Umkleideräumlichkeiten oder innerbetriebliche Anreize mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Bewerbungen werden bis zum 31. August 2021 online unter www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/fahrradfreundlich entgegen genommen.

Auf die Gewinner*innen, die durch das Votum einer Fachjury ermittelt werden, wartet neben der Auszeichnung jeweils ein Preisgeld in Höhe von 800 Euro. Zudem erhalten die siegreichen Betriebe die Gelegenheit, ihr Engagement für das Fahrrad öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover, sowie Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover, und wird unterstützt vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.).

„Radfahren ist gesund, das wissen wir nicht erst seit Corona. Es stärkt das Herz-Kreislaufsystem, baut Muskeln auf und bringt uns letztlich an die frische Luft. Viele Menschen, die im Home-Office arbeiten, wissen dies besonders zu schätzen“, sagte Sabine Tegtmeyer-Dette beim heutigen (10. Juni) Start des Wettbewerbs 2021. „Der Wettbewerb soll die Unternehmen in der Region Hannover dabei unterstützen und motivieren, die Nutzung des ‚Drahtesels‘ auch nach Abklingen der Pandemie aktiv zu fördern. Die Landeshauptstadt Hannover hat zudem mit der Initiative ‚Lust auf Fahrrad‘ weitere öffentliche Anreize gesetzt, um Menschen auf den Sattel zu bringen. Unser Ziel: Jede vierte Fahrt sollte mit dem Rad als Verkehrsmittel der Wahl erfolgen.“

Ulf-Birger Franz ergänzte: „Viele Betriebe haben schon fahrradfreundliche Maßnahmen umgesetzt, die Vorbild für andere sein können. Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf viele Beispiele kreativen Engagements. Es ist schon mit einfachen Mitteln möglich, die Fahrradbenutzung der Beschäftigten zu fördern und zu belohnen. Die Region Hannover bahnt dafür die Wege: mit dem Ausbau des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr und mit attraktiven neuen Radwegen wie der interkommunalen Veloroute zwischen Laatzen und Hannover.“ 

Der unternehmerische Einsatz für den Radverkehr wird in folgenden Kategorien bewertet: Infrastruktur für das Radfahren, Grundsätze und Organisation der Fahrradbeförderung, Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Angebot und Service, Information und Kommunikation sowie sonstige Aktivitäten. Der Jury gehören Vertreterinnen und Vertreter folgender Institutionen an: Landeshauptstadt Hannover, Region Hannover, ADFC, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie Pro Hannover Region.

Im Jahr 2009 hat die Stadt Hannover gemeinsam mit dem ADFC den Preis erstmalig vergeben, seit 2013 ist auch die Region Hannover dabei, wenn es darum geht, engagierte und kreative Unternehmen im Sinne der Förderung des Radverkehrs zu prämieren.

 

Stadtentwicklungs- und Bauausschuss: Öffentliche Sitzung am 16. Juni

Am Mittwoch kommender Woche (16. Juni) findet um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses eine öffentliche Sitzung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses statt. Die Tagesordnung ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de abrufbar.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

 

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